Der Rückblick

FIBO POWER 2016 – War das noch Bodybuilding?

Prolog

Im Vorfeld der FIBO POWER 2016 hatte ich mir meine Gedanken gemacht, was uns in diesem Jahr wohl erwarten würde und diese mit euch geteilt. Zum Nachlesen findet ihr den Artikel ► hier. Für Lesefaule die Kernthesen noch einmal in der Übersicht:
  • Das klassische Bodybuilding ist größtenteils in alten Zeiten hängen geblieben.
  • Die mangelnde Präsenz der Oldschool-Bodybuilder im Web ist ein wichtiger Grund für das Aufsteigen der Fitness-Youtuber.
  • Wer umdenkt und beginnt seine Fans auch medial zu erreichen und mit ihnen in Kontakt zu treten, kann verlorenes Interesse zurückgewinnen.
  • Ähnliches gilt auch für die Chefs der Labels: Messekonzepte von 1990 ziehen nicht mehr.
  • Insbesondere die jüngeren Besucher wollen Unterhaltung, Spaß und Interaktion.
  • Der Hype um die Fitness-Youtuber hält an.
Ich denke im Großen und Ganzen umreißt das den Artikel ganz gut. Nun also zum Rückblick.

Foto: Matthias Busse

Die Begeisterung schlägt zurück

War beim Loaded Cup das eher zurückhaltende deutsche Publikum vielen nicht verständlich, so erlebte man in Köln, dass der gemeine Deutsche auch anders kann. Denn Begeisterungsfähigkeit war gerade am Samstag und Sonntag vielerorts zu erleben. Nun hat es eine Messe diesbezüglich leichter, denn sie ist deutlich kurzweiliger. Wer nicht gerade auf die unglaublich sinnvolle Idee kam, sich in die nicht enden wollenden Schlangen einzureihen, um am Ende die eigene E-Mail-Adresse gegen einige Proben zu tauschen, erlebte ständig wechselnde Eindrücke. Die Abwechslung bedient dabei ein Phänomen, das man auch in vielen anderen Bereichen feststellen kann: Die durchschnittliche Aufmerksamkeitsspanne sinkt stetig. Es fällt den Menschen zunehmend schwer, sich längere Zeit auf ein und dieselbe Sache zu konzentrieren.

Dennoch: Die Stimmung war gut, teils gar im Übermaß euphorisch, wenn auch nicht an jedem Stand. Die räumliche Trennung von Oldschool und Newschool, die ich im Vorfeld verneint hatte, zeigt sich aber doch.
In 10.1 fand man überwiegend "echtes" Bodybuilding, in 10.2. waren die bekannten Youtuber am Start.
Dennoch vermischte sich vieles, aber in 10.2 konnte man doch ein anderes, ein deutlich jüngeres Publikum vorfinden.

Foto: Matthias Busse

Der schleichende Tod alter Riesen

Gleich vorab: Ich werde an dieser Stelle, wie auch im gesamten Artikel, keine Namen von Unternehmen oder Personen nennen, wenn es darum geht, deren Verhalten und / oder Strategie zu bewerten. Aber zur Sache:

Lange Jahre lief die FIBO für die meisten Hersteller so ab: Man baute einen Stand auf, stellte mehr oder weniger gelangweilte Athleten an den Stand, damit diese Autogramme geben oder auch mal einen Riegel verkaufen konnten. Dazu gab es täglich eine Bühnenshow und die Besucher waren happy. Diese Zeiten sind vorbei. Zu viele aktuelle oder ehemalige Top-Athleten standen oder saßen die meiste Zeit alleine an ihren Ständen und wurden mehrheitlich ignoriert.

Ein Grund mag sicherlich häufig das Alter der Besucher sein, das merklich gesunken ist. Wenn da nun Jungs und Mädels rumlaufen, die noch in die Windeln machten, als die Top-Athleten der späten 90er ihre Duelle ausfochten, muss man sich nicht wundern, dass viele diese "alten Männer" nicht kennen.

Diesem eher jungen Publikum fehlt meist der Bezug zu diesen Größen. Dazu kommt natürlich, dass die FIBO POWER schon lange kein Szenetreff der deutschen Bodybuildinggemeinschaft ist, sondern eben ein Ort, an den es all diejenigen zieht, die ins Gym gehen, einfach um besser auszusehen.

Ob man die dann Bodybuilder nennt oder nicht, tut nichts zur Sache. Worte sind Schall und Rauch. Entscheidend ist, dass sie die Liebe zum Sport für sich entdeckt haben und wir alle das honorieren sollten, auch wenn eben kein Interesse an Geschichtsstunden im Eisenstemmen besteht.

Dieses Publikum, das sicherlich auch altersbedingt eher zu begeistern ist, als die alte Garde, die die Kerben im Holz für jede besuchte FIBO POWER kaum noch zählen kann, stellt aber andere Anforderungen an die Aussteller. Will man Stimmung am Stand und damit auch anderen zeigen "Hier ist was los! Kommt her! Es lohnt sich! " muss man denen eben etwas bieten. Eine Erkenntnis, die sich bei einigen (ehemaligen) Riesen der Branche nicht herumgesprochen hat, was die meisten Besucher mit einfachem Ignorieren beantworteten.

Foto: Matthias Busse

"Noch ne Bühnenshow? "

Am Stand ist schon nichts los, dann haut man wenigstens bei der Bühnenshow einen raus?! Äh nein! Dafür sind es zu viele Shows mit – sorry – zu vielen völlig uninteressanten Athleten.

Das mag despektierlich klingen, aber es ist nun einmal so. Was erhofft man sich als Unternehmen davon, eine Schar von Athleten auf die Bühne zu schicken, von der man mit etwas geschultem Auge weiß, dass niemand sich für sie interessiert, schon gar nicht, wenn sie nicht gerade in Wettkampfform sind.

Wenn dann also 15 Minuten lang mehr oder weniger gute Amateure und Pros in der tiefsten Offseason ihr Programm abspulen, wirkt das, als habe die Messeleitung ein QMS vorgegeben. Es wundert es nicht, dass niemand stehen bleibt. Lieber einen Kracher als 30 Knallerbsen!

Und dann auch bitte irgendwie kreativ, denn wer nicht nur alle Schaltjahre auf die FIBO geht, kennt diese Shows mittlerweile auswendig: Erst kommen die Ladies, machen ihren Walk, werfen Küsschen und fertig. Dann irgendwann die Herren, hauen drei Posen raus und dann das grande finale: Es werden Proben in die "Masse" gefeuert.

Foto: Matthias Busse

Wenn schon unbedingt Bühnenshows, dann bitte mit Athleten, die nach etwas aussehen und / oder einfach eine gute Show, durchdacht, mit Konzept. Gerade wenn ich als Anbieter eben nicht zehn top Profis unter Vertrag habe, sollte ich mir einfach mal etwas Besonderes ausdenken.

Positiv in diesem Zusammenhang sind Aktionen wie die Strongman-Challenge, der Powerlifting-Event oder auch die Talkrunde zu erwähnen. In jedem Fall spannender als austauschbare Bühnenshows.

Hochmut kommt vor dem Fall

Es scheint als habe man begriffen, dass kaum noch ein Besucher zehn Euro für ein Autogramm ausgibt, also kam man auf neue, unglaublich pfiffige Ideen, wie man die Kosten für den Stand irgendwie wieder reinholen kann: Man lässt die Zuschauer einfach für jeden Unsinn bezahlen.

Aber mal ganz ehrlich: 5 Euro, dafür dass man an einem Glücksrad drehen darf, unter Umständen ein (billiges) T-Shirt oder (Trommelwirbel) Proben gewinnen kann, unter Umständen aber eben auch gar nichts. Ernsthaft? Auch wenn ich mir da bei der Messeleitung wohl keine Freunde mache, aber dann reduziert eben die Standgröße.

Viele Stände waren so lächerlich übertrieben groß, dass man sich nur wundern kann. Wenn auf 100 Quadratmetern ganze drei Personen sitzen, die restlichen 95 Quadratmeter schlicht unbenutzt sind, dann muss man sich schon sehr wundern. Nicht die pure Größe ist es, die den Besuchern später in Erinnerung bleibt, sondern das Erlebnis.

Darauf achten, nicht zu sehr abzuheben, sollten aber auch manche Branchen-Neulinge. Da kann man noch so tolle Gene haben. Sich auf Dauer zu benehmen, als wäre man schon der neue Arnold, kommt auf Dauer selten gut an. Dass es anders geht, bewiesen viele Sportler, die schon wirkliche Erfolge, ob nun auf der Bühne oder im Web, vorzuweisen haben.

Lieber mal ein Snickers essen!

Denn eine Diva braucht man auf Messen nicht. Wenn der im Vorfeld groß angekündigte Superstar dann an zwei Tagen je eine Stunde da ist, sich dabei aber jeweils noch um zwei Stunden verspätet, ist das schlicht unprofessionell. So geht man nicht mit potenziellen Kunden um.

Natürlich kann immer mal ein Stau dazwischenkommen, aber Millionen Menschen schaffen es tagein tagaus pünktlich zu ihren Terminen zu kommen, das sollte auch hier möglich sein. Endlich am Stand, wird dann die Zeit genutzt, um mit Bekannten zu quatschen, zu telefonieren whatever, am liebsten mit dem Rücken zu den Besuchern.
Ich würde das ja anders lösen: Einfach eine Sammeldose aufstellen, dazu ein Schild "Ihr seid mir scheißegal, Kohle bitte hier einwerfen!" und das am Abend abholen lassen.
Dann lässt man noch einen Bildschirm aufhängen, auf dem ein paar Videos laufen und der Rubel rollt. Ernsthaft: Viel reisen, Jetlag, unregelmäßiges Essen – alles schön und gut. Dennoch ist es nun mal der ausgewählte Job. Deal with it! Athleten wie Dennis Wolf schaffen das ja auch!

Foto: Matthias Busse

Der Mensch - das Herdentier

Wir Deutschen sind ja berühmt dafür: Wir lieben es uns anzustellen. Wie schon angedeutet, war das in diesem Jahr noch krasser zu spüren als in den Vorjahren. Mal ehrlich: Wie langweilig muss mein Leben sein, dass ich mich über eine Stunde in eine Schlange stelle, um im Tausch gegen meine persönlichen Daten drei Supplementproben zu erhalten?

Da dieser Quatsch auch noch dazu führt, dass diese Schlangen sich weit in die Gänge hineindrücken, nervt das Anstehen sogar auch noch die Leute, die intelligent genug waren, dieser Versuchung zu widerstehen. Daher meine Bitte: Entweder eine vernünftige Lösung finden, die zumindest die Leute, die noch halbwegs bei Trost sind, nicht auch noch ärgert oder es eben sein lassen.

Grundsätzlich muss man die Veranstalter aber loben. Wie schon im letzten Jahr war das Vorankommen trotz der Menschenmassen recht gut möglich. Vom Eindruck her würde ich sagen, man hat die Gänge etwas breiter gestaltet. Gute Idee!

Foto: Matthias Busse

Jeder ist ein Star!

Wer heute etwas auf sich hält, bedient gleich unzählige Social Media-Kanäle gleichzeitig. Und die wollen gefüttert werden. Deshalb rennt heute jeder Dormel mit Selfiestick, GoPro auf der Stirn rum.

Nun hat natürlich ein jeder das Recht sein Glück als Social Media-Ikone zu versuchen. Leider führt das bei vielen dazu, dass sie kaum mehr zwischen Realität und Social Media unterscheiden können. Häufig anzutreffen ist das bei schon einigermaßen bekannten Youtubern, die zum Teil mehr online als offline leben.
Um online anzukommen, wird sich soweit verbogen, wie es irgendwie geht. Und auch wenn es das Unwort der FIBO 2016 ist: Authenzität, sie ist doch so wichtig.
Warum hat denn ein Markus Rühl so einen Erfolg? Weil er das tut, was er will. Dadurch polarisiert er, vor allem aber nimmt man ihm ab, dass er sich nicht für die Kamera verstellt.

Charisma, Ausstrahlung, das kann man nicht lernen (oder nur sehr begrenzt), das hat man oder man hat es eben nicht. Wer sich verstellt, vorgibt jemand anderes zu sein als man wirklich ist, der fällt auf und wird abgestraft, wie man es wunderbar am Beispiel zweier sehr bekannter Youtuber sehen konnte. Nicht, dass bei denen nichts los war, aber den Hype des Vorjahres konnten sie nicht retten. Doch nicht nur das: Sie waren nahezu unsichtbar…


Bevor man mir nun gleich wieder Hetze gegen Youtuber vorwirft: Keineswegs, das betrifft genauso Bodybuilder, die, um Erfolg zu haben, meinen ihr wahres Ich verbergen zu müssen. Das mag eine Weile gut gehen, aber irgendwann kommt der große Knall und man verliert nicht nur das Interesse der Fans sondern auch die Glaubwürdigkeit.

Eine Unsitte, die leider mehr und mehr um sich greift, hängt eng mit der gefühlen Notwendigkeit der medialen Omnipräsenz zusammen: Selbst Bühnenshows und öffentliche Talkrunden sind nicht mehr sicher vor Smartphones. Wenn man unbedingt ein Foto machen will, weil man so stolz ist auf der Bühne zu stehen, ok. Aber wenn das länger dauert als die Zeit, die für die Fans da ist, wird es lächerlich.

Noch lächerlicher ist, wenn ein aufstrebender veganer Strongman während der Talkrunde auf der Bühne meint auf seinem Telefon herumdaddeln zu müssen. Aber das passt ins Bild dieser FIBO: Jeder Depp meint heute jeden noch so leisen Furz mit der Welt teilen zu müssen: Auf die Schnauze geflogen? Yes, direkt Video machen und auf Facebook hochladen, bei möglichen Kooperationspartnern nicht den gewünschten Erfolg gehabt? Tränen bringen auf Youtube sicher ein paar Abos…Ekelhaft!

Es brodelt

Beef im Kreise der früher verbrüderten Youtuber, Beef zwischen den Youtubern und Oldschool Bodybuildern, Beef zwischen Unternehmen…so viel Lust am Streit wie dieses Jahr gab es lange nicht mehr.

Bevor der Vorwurf kommt: Inszeniert waren diese Streitigkeiten nicht, wenngleich manche sicherlich nicht auch ohne Marketingabsichten öffentlich ausgetragen werden.
Bemerkenswert ist, dass die lachenden Gewinner der letztjährigen FIBO dieses Jahr mit so ziemlich jedem Stress hatten, der über die FIBO lief. Seien es ehemalige Weggefährten, etablierte Bodybuilder oder eben auch die Konkurrenz.
Gemütlich war diese FIBO POWER für zwei Stuttgarter sicherlich nicht. Sie wirkten getrieben, konnten das Bad in der Menge ihrer (immer noch zahlreich vorhandenen) Fans kaum genießen, so der Eindruck.

Dass man versuchte diesen Konflikt auf die Bühne zu holen, in im Rahmen einer Talkrunde auszudiskutieren, war sicher keine dumme Idee. Am Ende war man jedoch nicht weiter als vorher. Außer vielleicht, dass diese FIBO wirklich gezeigt hat, wie schnell man heute in diesem Business aufsteigen, aber auch wieder fallen kann. Nichts mehr mit großer Party und die FIBO übernehmen. Eher untertauchen und unsichtbar bleiben, war angesagt.

Dass dieser Markt aber immer noch boomt, stellte beispielsweise Julian Zietlow unter Beweis, der sich weitgehend aus allen Streitigkeiten heraushält, auf der FIBO aber sowohl am Stand als auch als Veranstaltungsplaner Talent bewies.

Einem ebenfalls nicht unbekannten Youtuber lief unser Steve bei seinem Rundgang über den Weg. Sagen wir so: Es eskalierte verbal ein wenig. War es die feine englische Art? Sicher nicht, aber ob es jetzt so tragisch war, dass man – wie geschehen – den Untergang des Abendlandes heraufbeschwört, wohl doch nicht.


Auch abseits der Youtube-Szene gab es Streit. Mehr und mehr seriöse Anbieter haben die Schnauze voll davon, dass ihnen Kunden in Richtung Insel abwandern, weil deren "Premiumqualität" einem geradezu geschenkt wird. Hier muss man natürlich die Unternehmen ein Stück weit in Schutz nehmen: Die Menschen wollen halt auch einfach verarscht werden.

Wer wirklich 1000 g Whey Protein für 10 Euro und 500 g Creatin für 5 Euro erwirbt, dem muss einfach klar sein, dass er hier minderwertige Qualität kauft. Da das aber offensichtlich vielen Kunden doch nicht ohne Weiteres so deutlich ist, wurden durchaus Bemühungen unternommen, diese Informationen zu streuen.

Billig ist jederzeit ersetzbar

Als Discount-Anbieter zieht man viele Käufer über den Preis, aber eine treue Stammkundschaft schafft man sich somit nicht. Einkaufen ist nachweislich höchst emotional und das konnte man sehr schön auf der FIBO POWER beobachten. Teils gähnende Leere an den entsprechenden Ständen, hingegen Tausende bei Premiumherstellern, die es durch geschicktes Marketing und hochwertigen Produkten eine Fanbase erschaffen haben. Und das jeder auf seine Weise, sei es mit einer eher aggressiven Strategie oder eher im Stillen.

Das muss nicht heißen, dass die Discounter nicht dennoch Kunden generieren und das ist auch völlig legitim, sofern sie bezüglich ihrer Produkte ehrlich sind. Es zeigt aber, dass es andere Wege gibt mit dieser Konkurrenz umzugehen als in einen selbstzerstörerischen Preiskampf einzusteigen.

Foto: Matthias Busse

Neue Helden

Stars wie Calum von Moger, Sergi Constance, Jaco de Bruyn, Alice Matos und Michelle Lewin werden vielen Hardcore-Fans kein Begriff sein. Und dennoch haben diese fünf allein in den sozialen Netzwerken wohl so viel Reichweite wie alle Pro Bodybuilder zusammen. Nun ist hier nicht der passende Ort, um die leidige Diskussion über das Ende des Massewahns zu sprechen, aber man sieht, dass solche Athleten, deren Körper an Arnolds Zeiten erinnern und durchtrainierte, aber immer noch äußerst feminine Frauen sehr viele Menschen ansprechen.

Was auffällt: Es wird sich viel Zeit für die Fans genommen, man hat das Gefühl aufrichtige Freude zu erkennen, hier sein zu dürfen. Auf jeden Fall ist das Verhalten hochprofessionell. Davon können sich auch deutsche "Stars" noch eine Scheibe abschneiden. Wenn man als Fan das Gefühl hat, nur der nächste Baustein auf dem Weg zu noch mehr Ruhm zu sein, dann kommt das bei vielen einfach nicht gut an.


Fazit

Im Gestern zu verweilen, hat noch nie geholfen. Das haben manche Athleten und Firmen verstanden und sich weiterentwickelt. Die, die nicht auf diesen Zug aufspringen, werden wir wohl in einigen Jahren nicht mehr auf der FIBO (und auch nicht im Handel) sehen. Bodybuilding funktioniert auch 2016 noch, aber eben anders.

Die Interessen verschieben sich, man fragt die Athleten nicht mehr, wann sie wieder auf die Bühne steigen wollen, sondern wann man mal wieder was von ihnen sieht. Aber auch Fitness-Youtuber durchlaufen rasante Veränderungen. Wachstum ist endlich, das bekommen einige gerade zu merken. Auf lange Sicht setzt sich Qualität, nicht die rein sportliche Leistung, sondern das Gesamtpaket, durch. Kurz- und mittelfristig wird es aber weiter rumoren.

Insgesamt blicke ich aber auf eine schöne FIBO zurück, eine FIBO, die erneut polarisierte, die erneut für Gesprächsstoff sorgte.

Foto: Matthias Busse

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