Wie reagieren?

Fitnessstudios erneut wegen Corona geschlossen: Antworten auf deine Fragen

Die Fitnessstudios werden ab Montag, dem 02.11.2020, erneut geschlossen. Nachdem die Corona-Fallzahlen die letzten Tage auf einem deutlich höherem Niveau als noch im Frühjahr verliefen, wurden heute durch die Bundesregierung diverse Maßnahmen verabschiedet. Neben der Schließung von Gaststätten oder Solarien trifft die bereits genannte Entscheidung bezüglich der Trainingsstätten die Fitness- und Bodybuildinggemeinde besonders hart. In diesem Artikel geben wir dir Antworten auf mögliche Fragen, die du jetzt aufgrund der Studioschließung haben wirst.

Wie lange bleiben die Studios wegen Corona geschlossen?


Die Fitnessstudios werden in Deutschland am 02.11.2020 erneut geschlossen. Während des ersten Lockdowns Mitte März beschlossen die Länder eigenverantwortlich, wann es zur Wiedereröffnung kommen sollte. Während Bundesländer wie Nordrhein-Westfalen Vorreiter waren und nach zwei Monaten ein Training im Studio unter Auflagen wieder erlaubten, zögerte Bayern die Wiedereröffnung fast einen Monat länger hinaus.

Es ist somit davon auszugehen, dass auch dieses Mal mit unterschiedlichen Zeitpunkten in den einzelnen Bundesländern zu rechnen ist. Generell sollen die Maßnahmen dazu dienen, dass insbesondere die Feiertage im Kreise der Familie verbracht werden können. Die Vergangenheit zeigte bereits, dass die Ansteckungszahlen sich mit einem gewissen Verzögerungseffekt verändern. Man sollte davon ausgehen, dass es einige Tage dauern wird, bis darüber entschieden wird, ob die Umfänge dieses zweiten Lockdowns ausreichten. Mitte November will die Politik erneut beraten.

Eine Wiedereröffnung der Fitnessstudios im Dezember ist zum jetzigen Zeitpunkt eine mutige Prognose. Einen klaren Termin wird im Moment niemand nennen können. Eine Zahlung der Beiträge muss während der Schließung nicht stattfinden. Gerade bei kleineren Studios sollte man sich allerdings darüber im Klaren sein, dass Existenzen an den Beiträgen hängen. Wer jetzt spart, steht im schlechtesten Fall im neuen Jahr ohne Trainingsmöglichkeit da.

Macht es Sinn, sich zu Hause ein Homegym einzurichten?


Ob du dir aufgrund dieser zweiten Studioschließung zu Hause ein paar Trainingsmöglichkeiten einrichten willst, hängt sicherlich von Faktoren wie Platz und Geld aber auch der Tatsache, wie wichtig dir das Training ist, ab. In einem ausführlichen Artikel erklärten wir bereits, wie schnell Trainingsfortschritte verloren gehen. Generell kannst du davon ausgehen, dass eine Pause von einer Woche kein Problem darstellt. Wer jedoch zwei, drei oder mehr Wochen kein Training umsetzt, wird einen gewissen Muskelverlust erleiden. Dabei sollte aber auch klar sein, dass der Verlust ebenso schnell wieder aufgeholt werden kann.

Wenn du darüber hinaus im Rahmen der Möglichkeiten Trainingsreize setzt, wird dies den potentiellen Muskelverlust deutlich bremsen oder sogar gänzlich stoppen. Bereits mit einem Budget von 150 Euro hast du die Möglichkeit, ein kleines Homgym einzurichten. Dabei stehen dir je nachdem, wie viel Platz du hast, unterschiedliche Varianten zur Verfügung. Ob Kettlebell, Langhantel oder minimalistisches Widestandsbänder-Set. Jedes Training ist besser als gar keines!

Wer gar kein Geld ausgeben kann oder will, sollte zumindest Körpergewichtsübungen auf einem gewissen Intensitätsniveau durchführen. Apps für ein Trainings in den eigenen vier Wänden können dir dabei helfen, die Motivation hoch zu halten!

Wie verhindere ich, dass ich an Fett zunehme?


Viele Fitnessbegeisterte werden neben dem Muskelverlust sicherlich auch den Fettaufbau als Horrorszenario vor dem geistigen Auge haben. Auch während der Studioschließung gilt: Körperfett wird nur dann gespeichert, wenn du zu viele Kalorien zu dir führst. Neben einem sinnvollen Ernährungsplan ist insbesondere die Alltagsaktivität ein wichtiger Faktor.

Wenn du beispielsweise die zusätzliche Zeit, die du normalerweise für den Weg ins Fitnesstudios benötigt hättest, in zügiges Spazieren gehen investierst, hast du nicht nur Gelegenheit dich mit Hörbüchern oder Podcasts weiterzubilden, sondern verbrennst auch Kalorien.

Macht es Sinn, weiterhin Supplemente zu nutzen?


Nahrungsergänzungsmittel sollten, wie der Name es bereits verrät, eine Ergänzung sein, die einen bestehenden Mehrbedarf ausgleicht. Während du für einen Spaziergang sicherlich keinen Postworkout-Shake benötigst, ist es insbesondere in der kalten Jahreszeit wichtig, sein Immunsystem mit Mikronährstoffen zu stärken. Zink, Vitamin D und Omega-3-Fettsäuren stellen auch in einer trainingsfreien Zeit wichtige Säulen dar, wenn es darum geht, gesund zu bleiben.

Aber auch die Proteinzufuhr kann mit Hilfe von Eiweißpulver gesichert werden. Wer seinen Shake mit entsprechende Maßnahmen pimpt, braucht keine Angst haben, nicht satt zu werden. Darüber hinaus bleiben Proteinriegel auch während der Schließung der Fitnessstudios immer noch die beste Alternative zu Süßigkeiten.

Welcher Sport ist noch erlaubt?


Neben Sport in den eigenen vier Wänden bzw. im Homegym ist sogenannter Individualsport weiterhin erlaubt. Damit ist insbesondere Laufen an der frischen Luft gemeint. Wer jetzt befürchtet, dass dies den Muskelverlust nur noch mehr beschleunigt, der irrt. Vielmehr profitieren Bodybuilder und Kraftsportler sogar von einem sinnvoll umgesetzten Cardiotraining.

Schwergewichtsbodybuilder oder Laufmuffel sollten das Ausdauertraining lieber auf dem Rad verbringen, anstatt zu laufen. Worauf dabei zu achten ist und was möglicherweise als Equipment benötigt wird, erfährst du im verlinkten Artikel.

Das Wichtigste für die Zeit der Studioschließung…


Bleib gesund! Das Gleiche gilt für deine Familie und dein näheres Umfeld. Versuche das Beste aus der Situation zu machen und konzentriere dich nicht zu sehr auf die negativen Auswirkungen. Dies ändert nichts an deiner Situation und sorgt vielleicht sogar noch dafür, dass du deine Unzufriedenheit in andere Lebensbereiche überträgst.

Nutze die Zeit als Chance. Wage vielleicht den Einstieg ins Cardiotraining oder erstelle deine eigene Challenge mit Liegestützen, die sowohl für Anfänger wie auch Fortgeschrittene mit entsprechenden Anpassungen eine Herausforderung sind. Was auch immer du machst: Vergiss nicht, dass es auch wieder eine Zeit mit offenen Studios geben wird. Die letzten Monate waren für uns alle schwer. Doch lass dich davon nicht unterkriegen!

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