Siege für Angelica, Flex und Phil

Mr. Olympia 2017: Der Samstag

Phil Heath gewinnt
Big Ramy und Phil Heath einen Moment vor Ansage des Gewinners


Zeit für Entscheidungen. Nachdem bereits am Freitag in einigen Klassen die Titel vergeben wurden, stehen heute die wohl am meisten erwarteten Finals an. Ihr habt die Action verpasst? Kein Problem! Wir haben Euch die Ereignisse des Samstags wie gewohnt zusammengefasst.

Mr. Olympia

Finals

Das Finale beginnt wie gewohnt mit den Posingküren der dicken Jungs, bzw. der Top 10 der Klasse.
  • Den Beginn macht Roelly Winklaar, dessen Form sich im Vergleich zum Freitag verbessert hat. Roelly beeindruckt natürlich mit seinen unglaublich freakigen Muskeln, insbesondere den Armen. In dieser Form ist er auf jeden Fall ein Kandidat, um sich noch in die Top 6 zu drücken, sollte ein Athlet, der nach dem Freitag vor ihm steht, straucheln.
  • Weiter geht es mit Nathan De Asha, der sich im Vergleich zum Freitag kaum verändert hat, was in seinem Fall nicht negativ ist. Die Form passt, die Linie ist ohnehin bestechend. Das einzige, was ihm fehlt, um sich noch weiter vorne zu platzieren, ist ein Mehr an Muskelmasse an einigen Stellen.
  • Shawn Rhoden wusste am Freitag nicht wirklich zu überzeugen, wirkte irgendwie nicht wirklich fertig. Heute kann man ihm das kaum vorwerfen. Die Form ist deutlich besser, vor allem aber hat er seine Mittelpartie besser unter Kontrolle. Im Vergleich zu den beiden Athleten vor ihm zeigt er zudem mehr als ein besseres Gastposing, sprich seine Kür ist wirklich durchdacht. Insgesamt ein deutlich verbessertes Paket, mit dem er sich durchaus noch einmal in die Top 4 schieben kann.
  • Es folgt Josh Lennartowicz, der erneut seine Form auf den Punkt gebracht hat. Josh bringt eigentlich alles mit, einzig seine suboptimale Linie verhindert eine Platzierung noch weiter vorne.
  • Cedric McMillan kennt solche Sorgen nicht. Erneut ist er aber leider nicht perfekt in Form. Man muss das einfach sagen, es ist eine Schande. Cedric könnte problemlos jeden Athleten auf dieser Bühne schlagen, würde er die Form wirklich einmal auf den Punkt bringen. Er hat die Muskeln, er hat die Linie, er hat die Präsentation.
  • Weiter geht es mit Big Ramy. Er bringt erneut seine Form und damit dürfte es ein spannendes Finale werden, denn Ramy hat seine Hausaufgaben auf jeden Fall gemacht. Auch in Sachen Präsentation hat er sich spürbar verbessert. Starke Performance, einzig die nicht in dem Ausmaß von Phil vorhandenen tiefen Cuts könnten ihm zum Verhängnis werden.
  • Brandon Curry ist so weit derzeit noch nicht, aber er präsentiert den besten Brandon Curry, den wir je auf einer Bühne gesehen haben. Brandon hat enorme Fortschritte gemacht und schafft es nun endlich, sein großes Potenzial zu nutzen.
  • William Bonac ist der nächste Athlet und wie am Freitag überzeugt er in vollem Maße, wenngleich er vielleicht gestern einen Tick härter war. Nichtsdestotrotz ist die Form herausragend und dürfte ihm seinen Platz in den Top 3 sichern. Ob es mit dem Paket für den ganz großen Wurf reicht? Nicht undenkbar, aber es wird nicht leicht.
  • Als vorletzter Athlet betritt Dexter Jackson die Bühne. Dexter wirkte am Freitag ein wenig unspektakulär, keineswegs schlecht, aber es fehlte etwas der Wow-Effekt. Das ist heute in seiner Kür anders. Dexter überzeugt, auch mit einem starken Posing.
  • Und dann Phil Heath, der die Tür gestern ein Stück weit offen ließ. Auf den ersten Blick wirkt Phil besser als am Vortag: Die Form ist nochmal ein Stück besser, vor allem aber hat er den Bauch besser unter Kontrolle. Man darf gespannt auf die Vergleiche sein, aber dieser Phil ist der Athlet, der hier bereits sechs Mal gewonnen hat. Er hat es mal wieder auf den Punkt gebracht.

Die Top 10 sind durch, aber einer darf nochmal auf die Bühne, um seine Kür zu zeigen: JoJ, Johnnie Jackson, der eigentlich schon zurückgetreten war, noch einmal aus der Bodybuildingrente kam und sich hier nun final von dem Publikum verabschiedet.

1st Callout

  • Roelly Winklaar
  • Shawn Rhoden
  • William Bonac
  • Dexter Jackson
  • Big Ramy
  • Phil Heath
Die Top 6. Es wird spannend! Die Quaterturns sollten an Phil gehen. In den Frontposen hat Ramy Vorteile, allein durch seine Breite, von hinten zeigt Phil ein unschlagbares Paket. Von der Seite ist es sehr eng zwischen den beiden.

Mr. Olympia 1st Callout (1)
Shawn Rhoden, Dexter Jackson, Phil Heath, Big Ramy, Roelly Winklaar, William Bonac


1st Callout (2)
Phil Heath vs. Big Ramy


2nd Callout

  • Roelly Winklaar
  • Shawn Rhoden
  • William Bonac
  • Dexter Jackson
  • Nathan De Asha
Damit stehen die Top 2 fest. Hier geht es um die Plätze dahinter und da dürfte William die besten Karten haben. Aber es ist sehr knapp.

3rd Callout

  • Nathan De Asha
  • Cedric McMillan
  • Josh Lennartowicz
  • Brandon Curry
Und der Rest der Top 10. Nathan und Brandon stechen hier heraus. Cedric macht leider zu wenig aus seinen Möglichkeiten.

4th Callout

  • Phil Heath
  • Big Ramy
  • William Bonac
  • Dexter Jackson
Der wohl entscheidende Vergleich. Es ist und bleibt eine enge Kiste. Phil hat seine Hausaufgaben gemacht, Ramy hängt ihm dicht im Nacken. Sehr spannend. Dexter deutlich besser als am Vortag, aber gegen William dürfte das nicht reichen.

Nachdem die Plätze 10-6 vergeben wurden, gibt es einen finalen Vergleich der Top 5:
  • Phil Heath
  • Big Ramy
  • William Bonac
  • Dexter Jackson
  • Shawn Rhoden
Es bleibt spannend. Dexter und Shawn haben es wieder in die Top 5 geschafft, William mit einem sehr starken Paket, aber den Sieg machen wohl Phil und Ramy unter sich aus.

Ergebnis

  1. Phil Heath
  2. Big Ramy
  3. William Bonac
  4. Dexter Jackson
  5. Shawn Rhoden
  6. Roelly Winklaar
  7. Nathan De Asha
  8. Brandon Curry
  9. Josh Lennartowicz
  10. Cedric McMillan
Dwayne „The Rock“ Johnson verkündet den Sieger der diesjährigen Mr. Olympia und es ist der nun siebenmalige Titelträger Phil Heath, der damit mit dem legendären Arnold gleichzieht. Man kann Phil die Anspannung, die in diesem Moment von ihm abfällt, deutlich ansehen. Ramy hat ihn bis zur letzten Sekunde gefordert, ihm alles abverlangt. Und eines dürfte Phil schon jetzt klar sein: Seinen achten Titel wird er nicht einfacher bekommen. Sichtlich bewegt nimmt er nun den Titel entgegen.

212 Showdown

Auch in der 212 geht die Action mit den Küren der Top 5 los. Den Anfang macht Ahmad Ashkanani, der ein gutes Paket bringt, aber der nicht so gefährlich wirkt wie im Vorjahr, was vor allem an den nicht ausgeprägt vorhandenen Teilungen in den Quads liegt. Platz 2 dürfte er sicher haben, aber für Flex wird das eng. Mit dem Sieg dürfte David Henry nichts zu tun haben, dafür fehlt ihm einfach das Fleisch, vor allem in den Beinen. Dennoch wieder einmal eine starke Leistung und ein bewundernswerter Oberkörper. Derek Lunsford hat einen Raketenstart in der Pro League hingelegt. Vor wenigen Monaten war er noch Amateur, nun steht er unter den Top 5 der 212 beim Mr. Olympia. Starke Performance, wenngleich er für die Plätze ganz vorne noch ein wenig Zeit braucht. Dennoch ein extrem gutes und verdientes Ergebnis. Im Gegensatz zu Derek ist Jose Raymond natürlich ein Urgestein und er bringt das Paket, das man von ihm erwartet: Massiv, kompakt, vaskulär und in guter Form. Motiviert ist er, das ist zu spüren. Er will mehr als Platz 3. Und dann Flex Lewis, der gestern nicht so dominant war wie in den Vorjahren. Davon ist heute nichts mehr zu sehen. Flex ist in diesem Feld nicht zu schlagen.

Es folgt der Vergleich der Top 5:
  • Flex Lewis
  • Jose Raymond
  • Ahmad Ashkanani
  • David Henry
  • Derek Lunsford
Sehr enges Feld, aus dem vor allem Jose heraussticht, der hier Flex wirklich einen Kampf liefert. Ahmad gefällt, es ist jedoch fraglich, ob er Flex vom Thron stürzen können wird.

212 1st Callout
Derek Lunsford, Jose Raymond, Flex Lewis, Ahmad Ashkanani, David Henry


Ergebnis

  1. Flex Lewis
  2. Ahmad Ashkanani
  3. Jose Raymond
  4. David Henry
  5. Derek Lunsford
Wenig Überraschungen hier. Flex verteidigt seinen Titel, Ahmad setzt sich knapp gegen Jose durch. Die große Überraschung im Feld: Derek Lunsford. Flex widmet seinen Sieg im Anschluss seinem verstorbenen Freund Dallas McCarver.

Bikini Olympia

Wie gewohnt ein sehr enges Feld in dem Nuancen entscheiden. Wir dürfen sehr gespannt sein, wie die Judges die Leistungen der Damen heute bewerten. Auch in den Vergleichen wird deutlich, wie dicht dieses Feld beisammen ist.

Ergebnis

  1. Angelica Teixeira
  2. Jennifer Ronzitti
  3. Romina Basualdo
  4. Casey Samsel
  5. Narmin Assria

Top 5 Bikini Olympia
Casey Samsel, Jennifer Ronzitti, Angelica Teixeira, Romina Basualdo, Narmin Assria


Men’s Physique

Bereits am späten Nachmittag fanden die Entscheidungen in den Klassen Men’s Physique und Women’s Physique statt. In der Men’s Physique setzte sich erwartungsgemäß Topfavorit und Titelverteidiger Jeremy Buedina durch.

Ergebnis

  1. Jeremy Buendia
  2. Andre Ferguson
  3. Brandon Hendrickson
  4. Raymont Edmonds
  5. Jeremy Potvin

Top 2 Men's Physique
Andre Ferguson und Jeremy Buendia


Women’s Physique

In der Klasse kommt man einfach nicht an Juliana Malacarne vorbei. Auch in diesem Jahr dominiert sie die Klasse nach Belieben und holt sich ungefährdet ihren nächsten Titel.

Ergebnis

  1. Juliana Malacarne
  2. Jennifer Taylor
  3. Heather Grace
  4. Kira Neuman
  5. Sheronica Henton

Top 5 Women's Physique
Kira Neuman, Jennifer Taylor, Juliana Malacarne, Heather Grace, Sheronica Henton

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