Wer gewinnt den Mr. Olympia 2020?

Mr. Olympia 2020 - Die Ergebnisse und Bilder vom Samstag

Die Entscheidungen vom Samstag im Überblick Alle Infos zum Prejudging der Klassen Bikini, Men’s Physique und Classic Physique findet ihr weiter unten im Artikel.

Finals Mr. Olympia: Ramy ist neuer Mr. Olympia


Die Top 5 des Mr. Olympia 2020:
  1. Big Ramy
  2. Brandon Curry
  3. Phil Heath
  4. Hadi Choopan
  5. William Bonac
Die offiziellen Scorecards folgen sobald bekannt.

So liefen die Mr. Olympia Finals


Die Einzelpräsentationen: William Bonac wirkt im Finale etwas härter als im Prejudging, was seine unglaublich dichte Muskulatur noch stärker hervorhebt. Maxx Charles zeigt sich ebenfalls verbessert. Die Frontansicht ist sehr stimmig und erinnert an Toney Freeman, in der Rückansicht fehlt es aber an Details. Hadi Choopan präsentiert einmal mehr ein unfassbares Paket. Super Form, starkes Posing. Gerade von vorne sieht Hadi einfach brutal aus. Big Ramy bestätigt seine Form vom Freitag und versprüht eine enorme Selbstsicherheit. Er glaubt an seine Chance, hier zu gewinnen. Das mit Sicherheit spektakulärste Paket, das wir heute zu sehen bekommen werden. Regan Grimes hat im Grunde keine echte Schwäche. Im Vergleich zu den Topathleten fehlen ihm aber einige Pfund an Muskelmasse. Phil Heath bestätigt einmal mehr seinen Titel als Mr. Saturday Night. Die Farbe ist besser, er hat weniger Öl auf dem Körper, was die feinen Details besser hervorhebt. In der Rückansicht ist er kaum zu schlagen. Die Mittelpartie hat er unter Kontrolle, dennoch kann er seine Probleme in diesem Bereich nicht ganz vergessen machen.

Dexter Jacksons letzte Posingkür bei einer professionellen Show wird mit einem Video, das die Highlights einer Karriere zeigt, eingeleitet und von Jay Cutler auf der Bühne begrüßt. Ein ganz emotionaler Moment. Und auch bei seiner letzten Show zeigt er, was ihn über fast 30 Jahre ausgezeichnet hat: ein sehr ausgewogenes Paket und eine sehr gute Form. Unglaublich wie frisch der 51-jährige immer noch aussieht. Er wird fehlen! Zum Abschied kommt seine ganze Familie auf die Bühne und feiert gemeinsam mit The Blade seine letzten Minuten auf der größten Bühne der Bodybuildingwelt. Eine schöne Geste des Veranstalters. Unter Tränen ergreift er das Wort und nutzt diesen Moment, um sich bei all denjenigen zu bedanken, die diese unglaubliche Karriere begleitet und möglich gemacht haben. A class act!

Hunter Labrada ist ein Athlet, dem die Zukunft gehört. Er hat keine wirkliche Schwäche, hält aber einen leichten Wasserfilm. Dennoch dürfte es für die Top 10 reichen, was ein sehr starkes Ergebnis für seine erste O ist. Seung Chul Lee zeigt ebenfalls eine sehr gute Form. Insbesondere im Rücken fehlt es ihm jedoch an Masse. Juan Morel zeigt im Vergleich zum Prejudging eine klar verbesserte Form. Was ihm aber immer noch fehlt, ist Fleisch auf den Quads. Lukas Osladil wirkt nicht ganz so hart wie am Freitag. Das könnte knapp werden mit den Top 10. Justin Rodriguez ist ein weiterer Athlet, der in der Zukunft von sich reden machen dürfte. Starkes Gesamtpaket, auch wenn es aktuell noch nicht für die vorderen Plätze reicht. Antoine Vaillant zeigt ein sehr klassisches Posing, dürfte aber insgesamt keine Chance auf die Top 10 haben. Ian Valliere konnte sich im Prejudging sehr gut verkaufen und bestätigt das heute. Sehr starke Form und vor allem in den Seitposen ist sein Paket absolut konkurrenzfähig. Ein sicherer Kandidat für die Top 10. Akim Williams kämpfte sich gestern in die Top 6 und bestätigt heute diese Leistung. Brutale Sidshots, enorme Muskeldichte. Ihm fehlen die feinen Details, um noch weiter nach vorne zu kommen, aber ein sehr sehr starkes Paket. Brandon Curry wirkt zugleich voller und härter als im Prejudging. Kampflos wird er seinen Titel ganz sicher nicht hergeben, das zeigt er hier deutlich. Sein Oberkörper ist wohl der beste im Feld, die Beine verbessert, aber immer noch nicht ganz auf dem Niveau des Oberkörpers, insbesondere von hinten.

Weiter geht es mit den Vergleichen.

1st Callout
  • Lukas
  • Regan
  • Seung
  • Juan
  • Maxx
  • Antoine
Das dürften die Plätze 11 bis 16 sein. Ein sehr enger Vergleich, in dem Maxx, Antoine und Lukas die besten Karten haben.

2nd Callout
  • Dexter
  • Justin
  • Ian
  • Hunter
Die Plätze sieben bis zehn. Hunter und Ian in der Mitte. Beeindruckend ist aber auch, wie frisch Dexter immer noch neben den teils über zwanzig Jahre jüngeren Konkurrenten aussieht.

3rd Callout
  • William
  • Hadi
  • Ramy
  • Phil
  • Akim
  • Brndon
Die Top 6. Phil und Ramy in der Mitte. Es scheint als würden die beiden den Sieg unter sich ausmachen. Brandon und Hadi wohl auf drei und vier, dahinter William und Akim. Sehr eng, sehr spannend mit leichten Vorteilen für Ramy.

4th Callout
  • Hadi
  • Ramy
  • Phil
  • Brandon
Die Top 4 haben sich klar abgezeichnet. Jetzt Ramy in der Mitte zusammen mit Brandon. Die Front Double Biceps dürfte an Brandon gehen, der Front Latspread an Ramy, ebenfalls die Side Chest. Die Back Double Biceps ist Phils Signatur Pose. Der Back Latspread dürft ebenfalls an Ramy gehen, die Side Triceps Brandon oder Ramy. Die Abdominal and Thigs geht an Brandon, die Most Muscular wohl an Hadi. Der wechselt nun die Position mit Brandon. Und Hadi wird mit jeder Pose besser. Kann er Brandon und vielleicht sogar Phil verdrängen? Den Sieg hat Ramy wohl sicher.



Bevor es weitergeht, wird Flex Wheeler ein Sonderpreis verliehen: der 1st Olympian Inspiration and Courage Award. Sichtlich gerührt nimmt Flex, der von seiner Tochter auf die Bühne geleitet wird, den Pokal entgegen und macht mit seiner folgenden Ansprache seinem gerade verliehenen Preis alle Ehre.

Einen Titel hat Big Ramy auf jeden Fall schon einmal: Er wird zum People’s Champion gekürt.

Zum Ende der Show werden dann noch einmal alle Athleten für das Posedown auf die Bühne geholt.

Die Platzierungen:
  1. Big Ramy
  2. Brandon Curry
  3. Phil Heath
  4. Hadi Choopan
  5. William Bonac

Ein Wettkampf voller Überraschungen! Phil nur auf Platz drei ist sicher weniger als er sich ausgerechnet hat. Der Blick auf die Scorecards wird sicher spannend sein, denn es dürfte zwischen den Top 4 sehr eng zugegangen sein. Der Sieg für Big Ramy ist in jedem Fall absolut verdient, ein großartiger Erfolg für ihn.

Finals Classic Physique: Chris Bumstead verteidigt seinen Titel

Chris Bumsteadt und Breon Ansley sind sehr eng beisammen. Chris hat im Vergleich zum Vorjahr noch einmal sichtbar Muskeln draufgepackt, insbesondere im Rücken. Breon hat einen einzigartigen Look und die etwas bessere Form, beeindruckend. Im finalen Vergleich stehen dann auch die beiden in der Mitte. Und das führt bei der Back Double Biceps dann auch gleich zu kleinen Kämpfen, die Headjudge Steve Weinberger veranlassen, Terence Ruffin und Breon die Plätze tauschen zu lassen. Und Terence nutzt seine Chance: brutales Paket. Sehr starke Performance auch von Bryan Jones. Alex Cambronero vervollständigt die Top 5.

Ein absoluter Hochgenuss sind die Küren der Top 5: Klassisches, sehr elegantes Posing, alle in Topform.

Sehr schade ist einmal mehr, dass es nicht für einen Platz in den Top 10 für David Hoffmann gereicht hat. David sah im Prejudging beeindruckend aus. Das spricht aber natürlich auch für die unglaubliche Leistungsdichte in diesem Feld.



Die Platzierungen:
  1. Chris Bumstead
  2. Terence Ruffin
  3. Breon Ansley
  4. Alex Cambronero
  5. Bryan Jones

Unglaubliche Leistungsdichte in den Top 5. Breon wird mit dem dritten Platz sicher nicht zufrieden sein und dürfte ernsthaft darüber nachdenken, in die 212 zu wechseln. Terence hat seine Chance ergriffen und zeigt die wohl beste Form aller Athleten im Feld. Chris am Ende mit dem besten Gesamtpaket und dem verdienten Sieg.

Finals Men’s Physique Olympia: Brandon Hendrickson holt sich seinen Titel zurück

Die Sieger von 2018 und 2019 Brandon Hendrickson und Raymont Edmonds machen den Sieg unter sich aus.



Die Platzierungen:
  1. Brandon Hendrickson
  2. Raymont Edmonds
  3. Kyron Holden
  4. Jeremy Potvin
  5. Andrei Lincan

Brandon holt sich den Titel von Raymont zurück. Überraschend ist Andre Ferguson nicht unter den Top 5.

Finals Bikini Olympie: Janet Layug holt sich endlich den Titel

Ein unglaublich dichtes Feld. Es sieht nicht wirklich danach aus, als könnte Elisa Pecini ihren Titel verteidigen. Janet Layug und Jennifer Dorie stechen aus diesem Feld heraus.



Die Platzierungen:
  1. Janet Layug
  2. Jennifer Dorie
  3. Etila Santiago Santos
  4. Angelica Teixeira
  5. Lauralie Chapados

Janet hat es endlich geschafft und sich zur Königin der Bikiniklasse gekürt. Sehr starke Leistung auch von Jennifer Dorie. Etwas überraschend kommt die Titelverteidigerin Elisa Pecini nicht in die Top 5.




Der Mr. Olympia am Samstag bringt unter anderem die Classic Physique mit David Hoffmann. Auch Men's Physique, Bikini und Wheelchair suchen neue Champions

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Prejudging Classic Physique mit David Hoffmann


Aus dem 26 Athleten umfassenden Teilnehmerfeld mit viel geballter Qualität wurden während des Prejudgings die 10 Finalteilnehmer ermitteln, aber auch schon ein Ausblick auf den Titelkampf gegeben. Die einminütigen Einzelpräsentationen vermittelten bereits einen guten Eindruck davon, dass die Starter zum größten Teil ihre Hausaufgaben gemacht hatten.

In den ersten Vergleich wurden gleich acht Athleten berufen. Darunter viele vorher erwartete Namen, ein bis zwei Überraschungen und zum Leidwesen der deutschen Fand leider nicht David Hoffmann. Der First Callout im Überblick:

  • Chris Bumstead
  • Breon Ansley
  • Alex Cambronero
  • Terrence Ruffin
  • Bryan Jones
  • Logan Franklin
  • Deontrai Campbell
  • Dani Younan

Breon Ansley, seines Zeichens zweimaliger Champion, zeigte eine gewohnt starke Form und wurde prompt in die Mitte gesetzt. Dort traf er auf seinen Dauerrivalen und amtierenden Classic Physique Champion Chris Bumstead. Dass die beiden eine Klasse für sich sind wurde kurz darauf deutlich, als die Judges die beiden aus dem Topvergleich wegschickten und stattdessen Wesley Vissers und Divine Wilson dazuholten - ein klares Indiz, dass sich die beiden auch dieses Jahr einen Zweikampf um den Titel liefern würden.

David Hoffmann wurde schließlich als elfter Athlet in den Callout geholt, bekam jedoch leider keine weiteren Vergleiche in mittigerer Position. Damit verpasst David wohl auch dieses Jahr denkbar knapp einen Top 10-Platz. Hier geht's zum Bericht.

Davids Vergleich u.a. mit Logan Franklin und Wesley Vissers:

Top-Vergleich 212-Prejudging

Davids Einzelpräsentation:



Der Top-Callout. Chris Bumstead könnte seinen Vorjahrestriumph wiederholen, wirkt sichtbar verbessert:

Top-Vergleich 212-Prejudging

Prejudging Men's Physique - Raymont Edmonds wieder on top?


In der Men's Physique scheint der Titelträger Raymont Edmonds beste Chancen auf eine Titelverteidigung zu haben. Doch seine beiden ärgsten Konkurrenten, Brandon Hendrickson und Andre Ferguson, sind auf dem Posten und werden in den Finals jede Schwäche Ramyonts ausnutzen.

Top-Vergleich 212-Prejudging

Prejudging Bikini - Ist es Janet Layugs Jahr?


Das mit 40 (!) Starterinnen umfangreichste Starterfeld kommt in der Bikini-Klasse auf die Bühne. Die Ansage der Judges von unten: Hier einen Top-Callout ausrufen, sei die schwierigste Aufgabe des gesamten Wochenendes! Im Top-Callout finden sich dann prompt die erwarteten Namen um Titelträgerin Eilsa Pecini, die Vorjahreszweite Janet Layug und die frühere Bikini Olympia Angelica Teixeira. Im Feld dieser sechs Athletinnen hingegen fehlte Ashley Kaltwasser - "nur" der zweite Vergleich für die mehrfache Titelträgerin.

Während der Vergleiche teilten sich Angelica Teixeira und Janet Layug die Mitte, wobei letztere die meiste Zeit dort verbrachte und die meisten Athletinnen mit ihr gemessen wurden. Elisa Pecini blieb erstmal nur eine Außenposition. Ein gutes Zeichen für Layug? Möglicherweise erreicht heute eine bisher von zweiten und dritten Plätzen geprägte Olympia-Karriere ihren Höhepunkt: Den Triumph in den nächtlichen Finals.

Top-Vergleich 212-Prejudging

Die Finals des Wheelchair Olympia - Wer kommt an Harold Kelley vorbei?


Die Antwort ist kurz und knapp: Niemand. Auch dieses Jahr sichert sich der Rekordchampion den Titel.

Top-Vergleich 212-Prejudging

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