Aller guten Dinge sind drei

Noch ein paar simple Diät-Tipps

Nachdem vor nun inzwischen zwei Jahren die ersten simplen Diät-Tipps unter das Trainingsvolk gestreut wurden und bereits im letzten Jahr ein paar weitere simple Diät-Tipps folgten, sollen auch 2013 noch ein paar simple Diät-Tipps gegeben werden.

Intervalltraining oder steady and slow? Welches Cardio ist sinnvoller?

In der Offseason soll es Bodybuilder geben, die selbst bei dem Gedanken daran, Treppen zu steigen, in Panik geraten, ihre Beine könnten bis zur nächsten Einheit nicht genug regenerieren. Doch kaum ist der Startschuss zur Freibadfigur gegeben, ist alle Angst vergessen und man macht den Cardiomiezen ihr Revier streitig. Doch was ist die bessere Wahl: Intervalltraining oder niedrige Intensität?

Ohne großartig auf Details eingehen zu wollen, lautet die Antwort auf die Frage: weder Fisch noch Fleisch. Während sich Anfänger noch auf die gleichbleibende Intensität konzentrieren sollten, kann mit zunehmender Trainingserfahrung ein Mix aus beiden Trainingsformen die effektivste Lösung sein.

Wer bisher nur wenig mit Ausdauertraining am Hut hatte, sollte zu Beginn seiner Diät zunächst einmal in der Lage sein, eine 20 bis 30 minütige Cardio-Einheit zu beenden. Nach vier bis fünf Wochen dürfen dann Intervalleinheiten mit 15 bis 30 Sekunden Belastungen ergänzt werden.

Je nach Intensität das Beintrainings sind im Laufe der Zeit bis zu drei Einheiten Intervalltraining in der Woche denkbar. Alles darüber hinaus würde nur die Gefahr des Verlustes von Muskelmasse im Beinbereich erhöhen. Wer hingegen sehr intensiv seine Beine trainiert und möglicherweise sogar einen schweren und einen leichten Beintag in seinem Trainingsplan integriert hat, sollte eher zu einer gleichmäßig niedrigen Intensität greifen, als die Beine zu oft im Intervalltraining zu fordern.

Andererseits: Wer trainiert schon Beine?

Arme wie Wackelpudding..

..sollten nicht das Ergebnis einer Diät sein, aber die von klein auf bekannte Götterspeise ist auch für Sterbliche ein interessanter Süßigkeitenersatz, der dazu richtig zubereitet nahezu keinerlei Kalorien besitzt.

Unerklärlicherweise bietet das Internet hunderte Rezepte, wie Götterspeise zubereitet werden kann, was jedoch niemanden abschrecken sollte. Götterspeise herstellen ist so simpel, wie das Kochen eines Hühnereis, was jedes Lebewesen, das über den Status eines Einzellers hinausgekommen ist, umsetzen können sollte. Das Geheimnis ist also, dass es keines gibt. Der Zucker wird bei der Zubereitung durch Süßstoff der eigenen Wahl ersetzt und dem Konsum der wackelnden Ambrosia sollte nichts mehr im Weg stehen.

Ich habe heute (leider k)ein Foto für Dich!

Während alljährlich auf einem großen deutschen Privatsender junge Damen mit dem BMI eines Kindes aus der Sahel-Zone um die Gunst der Tochter eines Chemiefacharbeiters kämpfen, solltest auch du dir darüber Gedanken machen, ob du nicht wöchentlich ein Foto für dich hast.

simple Diät-Tipps

Wenn du nicht gerade Tobey Maguire heißt, wird sich das morgendliche Spiegelbild leider kaum von dem Anblick unterscheiden, den du Tags zuvor genießen durftest. Um so größer könnte allerdings die Veränderung zum Anblick einen Monat zuvor sein. Wie groß dieser tatsächlich sein mag, werden wir allerdings aufgrund von Gedanken an Lebensmittel, die wir in der Diät nicht essen dürfen, vergessen haben. Diese haben schlichtweg keinen Platz für solche Informationen im Hirn hinterlassen. Oder weißt du noch, welche Bild-Schlagzeile vor vier Wochen für Aufruhr sorgte?

Eine simple Lösung besteht darin, sich selbst wöchentlich unter immer gleichbleibenden Lichtverhältnissen zu fotografieren. Ich rede hier von ehrlichen Fotos. Fotos, die keiner sehen will, die dir aber deine tatsächliche Veränderung um so mehr vor Augen führen werden.

Vielleicht wirst du nie mit deiner aktuellen Form endgültig zufrieden sein, aber die Fotos von dem fetten Schwabbelsack, der angeblich zu Beginn der Diät noch du gewesen sein sollst, werden dir helfen, dich realistisch einschätzen zu können.


Glutamin

Willkommen in unserer kleinen Werbeveranstaltung, in der ich Ihnen Supplements andrehen werde, von denen Sie vorher noch nicht wussten, dass Sie diese unbedingt benötigen. In unserer heutigen Ausgabe: Glutamin.

Gerade in Diäten ist die Angst, wertvolle Muskelmasse zu verlieren, bei vielen Trainierenden besonders groß. Das katabole Gespenst scheint hinter jeder Ecke zu lauern und manch einer kann Abends nur noch mit Casein-Shake auf dem Nachtschrank einschlafen. Es steht außer Frage, wir sind in der Diät verletzbarer als während den satten Monate und viel gefährlicher: Die Versprechen und Verlockungen so mancher Supplementanbieter scheinen in der Diät bisher unbekannte Ausmaße anzunehmen und ein Superlativ übertrifft den nächsten, wenn es über Sinn und Nutzen in der Diät geht.

Ein Klassiker, der für mich jedoch einen simplen Diät-Tipp wert sein soll, ist Glutamin. Diese semi-essentielle Aminosäure ist nicht nur empfehlenswert im Einsatz gegen Übertraining, sondern kann für eine verbessere Zellhydration sorgen, was wiederum in pralleren Muskeln resuliert. Gerade in Diätphasen, in denen die Kohlenhydrate reduziert werden, ist eine zusätzliche Glutaminsupplementation einen Versuch wert, selbst wenn die tatsächlich wahrgenommene Wirkung positiv durch einen Placebo-Effekt begünstigt wird.

simple Diät-Tipps

Die 5-4-3-2-1-Regel

Dass der exzessive Konsum von Gemüse ein Geheimtipp von Diät-Gott Dave Tate ist, wurde bereits im ersten Teil der simplen Diät-Tipps geklärt. Doch kaum ist ein Problem gelöst, steht ein nächstes vor der imaginären Tür. Wie soll man es schaffen das Kilo Brokkoli jeden Tag herunter zu bekommen, wenn dieses bisher das einzige Grünzeug war, dass dem Reis und der Pute auf dem Tellerrand den Platz streitig machen durfte. Die Lösung liegt wie so oft im sprichwörtlichen Blick über denselben: die Welt besteht aus mehr als Reis, Pute und Brokkoli.

Wer nun aufgrund mangelnder Phantasie Probleme hat, täglich die Sorten zu variieren, um so den maximalen Vorteil des Gemüsekonsums zu genießen, kann die simple 5-4-3-2-1-Regel heranziehen:
  • Mindestens 5 verschiedene Gemüsesorten sollten pro Woche vom Teller über den Mund in den Verdauungstrakt ihren Weg finden.
  • Zu 4 Mahlzeiten pro Tag sollte Gemüse auf dem Teller landen.
  • 3 verschiedene Farben sollte das Gemüse an einem Tag abdecken, wobei braun niemals ein gutes Zeichen für den Frischegrad ist.
  • 2 verschiedene Pflanzen mit unterschiedlichen Farben dürfen bei einer der vier Mahlzeiten gleichzeitig konsumiert werden.
  • Und schließlich sollte 1 neues Pflänzlein, was in der Woche zuvor noch nicht auf dem Teller kam, auf die Speiseliste hinzugefügt werden, um so die Variation und den bereits geforderten Blick über den Tellerrand auch in Zukunft sicher zu stellen.

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