Anatomische Grundlagen

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dannpowder
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Re: Anatomische Grundlagen

Beitragvon dannpowder » 06 Jul 2010 15:12

Erstmals möchte ich ein großes Lob zum Artikel aussprechen. Sehr informativ und kompakt. Gerade letzte Woche habe ich mir vieles was im Artikel übersichtlich und schön nach der Reihe beschreiben ist, zäh aus dem Internet zusammengelesen, insbesondere den Teil zum M. erector spinae.

Vorwürfe, dass Artikel wie dieser zu gefährlichem Halbwissen führen kann ich so überhaupt nicht teilen. Ich kann schon nachvollziehen, dass das einem als Physiotherapheit oder Fitnesstrainer zum Wahnsinn treiben kann wenn der Kunde/Patient alles hinterfragt, weil auch mehr oder weniger Wissen von der Materie vorhanden ist. Da fühlen sich dann wohl manche "Experte" gekränkt wenn ihre Expertise nicht unwidersprochen akzeptiert wird.

Ich hatte schon ein paar Erlebnisse mit Ärzten und Physiotherapeuten, wo ich mir als halbwissender, Internet und TV gebildeter Laie ziemlich sicher bin, dass das Bockmist war, was von Seiten des Experten kam. Zum Beispiel Sachen wie, das man Muskelkater immer vermeiden sollte, da das zu einer Vernarbung der Muskulatur führt und man dadurch sukzessive immer steifer wird. Von dem gleichen Experten wurde mir Muskelkater auch mit der Entstehung von Milchsäure erklärt und als ich meinte diese Erklärung sei veraltet und Muskelkater hätte eher etwas mit Mikrotraumatas der Muskelfibrilen zu tun hat er nur müde gelächelt. Dafür zahlt man aber dann 40€ in der Stunde.

Als ich mit dem Trainieren angefangen habe und das erste mal im Fitnessstudio war, bin ich wie üblich von dem örtlichen "Experten" (lizenzierter Fitnesstrainer) eingewiesen worden. Gleich zu Beginn hab ich ihm gesagt, dass ich Morbus Schermann (Rundrücken) hätte, damit konnte er aber wenig anfangen, da viele Übungen die er mir gezeigt hat, absolutes Gift für einen Rundrücken sind, insbesonders für unerfahrene Trainingsanfänger.

Na ja, soviel dazu. Wie bereits erwähnt, ich hab ne genetisch bedingte Kyphose, mit allen tollen Sachen die da dazugehören, wie Keilwirbel in der Brustwirbelsäule und Bandscheiben mit schmorlschne Knoten. In meiner Jugendzeit hab ich deswegen auch ein Korsett (so schaut dass aus : http://www.scoliosis-support.org/showthread.php?t=6970) um die 4Jahre lang täglich viele viel h lang getragen (öfters mal mit Pausen, da es mir zu sehr auf den Arsch ging). Dadurch hat sich meine Kyphose zwar wesentlich verbessert, also die meisten Menschen merken rein gar nichts wenn sie mich sehen, auch im Schwimmbad, aber ich hab öfters mal Probleme mit meiner Wirbelsäule wenn ich nicht auf meien Haltung achte und schlampig sitze oder einseitig schwer trage. Dann hab ich dauernd das Bedürftnis meine Wirbelsäule auszuknachsen, so wie manch einer das von den Fingern her kennt. Meine Wirbelsäule ist durch das Korsetttragen im Bereich der Brustwirbelsäule ziemlich ausgeleiert/ instabil, was aber noch immer besser ist als eine versteifte Kyphose mit Hexenbuckeloptik. Das öftere Ausknachsen ist sicher r auch Gift für meine Bandscheiben, dadurch wird alles noch mehr augseleiert, was zu noch mehr Ausknachsen und das wider zu noch mehr Ausleiern führt - ein mit der Zeit an Ggeschwindihkeit zunehmenderTeufelskreislauf.


Na ja, seit einiger Zeit denke ich mir, dass ich jetzt wirklich ganz gezielt was dafür tun sollte um meine Wirbelsäule ordentlich zu stabilisieren, ich denke dass es dazu am besten wäre die Museln die direkt die Wirbel miteinander verbinden besonders zu trainieren (so allgemeines Rückentraining bringt mich nicht willich gut weiter was die Stabilität betrifft), also: Intertransversales System, Spinotransversales System, Interspinales System, Transversospinales System. Nur hab ich noch nichts gefunden wie man durch bestimmtes Training Reize setzen könnte, die ordentlich auf diese Muskeln abzielen. Was ich bisher so gelesen habe ist, dass man diese Muskeln durch Gerätetraining überhaupt nicht gezielt trainieren kann. Am besten funktioniert es diese Muskeln durch Reflextraining anzusprechen, also Training mit Rüttelplatten, instabilen Matten oder so.

Hat vielleicht jemand von euch Tipps: Trainingsmethoden, Übungen wie man die oben genannten Muskeln gut ansprechen kann. Ist jetzt vielleicht hier nicht ganz die richtige Stelle um sowas zu fragen, aber wegen den ihm Artikell vorkommenden Muskeln vielleicht doch.


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Re: Anatomische Grundlagen

Beitragvon Thomas » 06 Jul 2010 16:17

Ist halt wirklich sehr schwer, da einzuwirken, da die meisten der genannten Muskeln kleinste Bewegungen ermöglichen oder primär stabilisieren. Grundsätzlich sollte aber ein Training der Rumpfmuskulatur i.A. Dir schon einmal immens weiterhelfen. Tiefenmuskulatur erreichst Du wiederum mehr durch propriozeptorisches Training, da hast Du ja schon Bsp genannt. Ich würde das aber dennoch in Absprache mit einem Therapeuten machen.

Ich werde Platysma mal den Link zu dem Post hier schicken, er kann Dir da sicher noch spezifischer helfen.
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Re: Anatomische Grundlagen

Beitragvon Platysma » 06 Jul 2010 18:32

CookinT hat da recht... propriozeptives/ sensomotorisches, angepasstes Train ist dort angezeigt
man kann versuchen die Multifidii und Rotatores durch Rotationsimpulse und gegansinnige Verdrehungen noch mehr zu beteiligen da sie wirklich diagonal über die Gelenkfacetten ziehen.
Dann kann man noch mit den Geschwindigkeiten spielen... Das leben ist schnell und Verletzungen passieren auch immer bei schnellen Bewegungen. Von daher macht es für mich auch sinn nicht alles immer langsam und kontrolliert zu trainieren sonderan auch mal schnell und KONTROLLIERT!!

Studien haben gezeigt, dass die fast nicht willkührlich ansteuerbare kurze Muskulatur, automatisch anspringt wenn quadratus abdominis und Beckenboden anspannt werden, welche ja willkührlich ja ganz gut gehen. Ist so ne Art "Feed Forward Kontollmechanismus" wo einfach schon vor Bewegung die Kurzen anspannen um zu sichern. So sollte es ja auch sein nur haben wir das meist verlernt und nutzen das nicht richtig.
Die Studien haben auch ergeben, dass Patienten (auch bei Mb. Scheuermann), keine Probleme haben wenn dieser Mechanismus funktioniert aber "gesunde" Personen umso mehr wenn es nicht richtig klappt.
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abergau hat geschrieben:In dem Musterplan sind die Übungen Kreuzheben, Klimmzüge und Langhantelrudern enthalten - mit diesen kannst du deinen Rücken so "geil" machen, dass das T-Shirt schon beim Überstreifen feucht wird. Mehr Übungen brauchst du nicht.

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Re: Anatomische Grundlagen

Beitragvon dannpowder » 07 Jul 2010 00:14

CookinT hat geschrieben:Ist halt wirklich sehr schwer, da einzuwirken, da die meisten der genannten Muskeln kleinste Bewegungen ermöglichen oder primär stabilisieren. Grundsätzlich sollte aber ein Training der Rumpfmuskulatur i.A. Dir schon einmal immens weiterhelfen. Tiefenmuskulatur erreichst Du wiederum mehr durch propriozeptorisches Training, da hast Du ja schon Bsp genannt. Ich würde das aber dennoch in Absprache mit einem Therapeuten machen.

Ich werde Platysma mal den Link zu dem Post hier schicken, er kann Dir da sicher noch spezifischer helfen.


Hey CookinT, vielen Dank fürs weiterleiten und den Begriff "propriozeptorisch", der Begriff war mir bis dato nicht bekannt. Werde damit mal das Googelbeast füttern.



Platysma hat geschrieben:CookinT hat da recht... propriozeptives/ sensomotorisches, angepasstes Train ist dort angezeigt
man kann versuchen die Multifidii und Rotatores durch Rotationsimpulse und gegansinnige Verdrehungen noch mehr zu beteiligen da sie wirklich diagonal über die Gelenkfacetten ziehen.
Dann kann man noch mit den Geschwindigkeiten spielen... Das leben ist schnell und Verletzungen passieren auch immer bei schnellen Bewegungen. Von daher macht es für mich auch sinn nicht alles immer langsam und kontrolliert zu trainieren sonderan auch mal schnell und KONTROLLIERT!!

Studien haben gezeigt, dass die fast nicht willkührlich ansteuerbare kurze Muskulatur, automatisch anspringt wenn quadratus abdominis und Beckenboden anspannt werden, welche ja willkührlich ja ganz gut gehen. Ist so ne Art "Feed Forward Kontollmechanismus" wo einfach schon vor Bewegung die Kurzen anspannen um zu sichern. So sollte es ja auch sein nur haben wir das meist verlernt und nutzen das nicht richtig.
Die Studien haben auch ergeben, dass Patienten (auch bei Mb. Scheuermann), keine Probleme haben wenn dieser Mechanismus funktioniert aber "gesunde" Personen umso mehr wenn es nicht richtig klappt.


Danke auch dir für dein Antwort. Schön, dass du das mit dem Beckenboden erwähnst. Hab mir zwar vor kurzem zum Thema Beckenbodentraining das Buch "Tiger Feeling" über Amazon aufgrund einer Empfehlung einer Bekannten gekauft. Beim ersten Durchblättern und drinnen schmöckern musste ich aber feststellen, dass alles sehr blumig und mit viel blablabla geschrieben ist, zur Zielgruppe des Buches gehören wohl reifere Frauen, deswegen konnte ich mich bis jetzt noch nicht durchringen das Buch auch ernsthaft zu lesen. Na ja ich werd das jetzt mal in Angriff nehmen.

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Re: Anatomische Grundlagen

Beitragvon Platysma » 07 Jul 2010 10:30

Ja, das mit dem Beckenboden ist immer so eine total toll und für das weibliche gechlecht sehr sehr blumig beschriebene Sache.
Wenn ich dann immer von Kollegen solche Sachen höre:

.... Stellen sie sich vor --->
- sie versuchen mit ihren Schamlippen einen Ball festzuhalten
oder
- sie versuchen sie eine Murmel/ Spagetti in ihr Vagina zu saugen und sie dort zu halten
usw

muss ich immer übelst lachen. Wer zum Teufel kann sich bitte vorstellen sowas zu machen... Die spielen dann glaub in paar ordentlich schmutzigen Filmchen mit :-) :-)

Was für meine "Patienten" und auch für dich wichtig ist ist die Aussage:

- Bauch(nabel) ein bzw zur Wirbelsäule hin ziehen ohne Luft anzuhalten
- Stell dir vor du musst aufs Klo und darfst ne... Anhalten damit nix rausläuft
- Arsch richtig fest machen

Ich glaub das triffts ganz gut und man muss sich ne zum Affen machen wenn man das erklärt #04#
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abergau hat geschrieben:In dem Musterplan sind die Übungen Kreuzheben, Klimmzüge und Langhantelrudern enthalten - mit diesen kannst du deinen Rücken so "geil" machen, dass das T-Shirt schon beim Überstreifen feucht wird. Mehr Übungen brauchst du nicht.

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