Bodybuilding und gesellscaftsfähig bleiben?

Smalltalk rund ums Bodybuilding

Moderator: Team Wettkampf

xPrimatic
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Bodybuilding und gesellscaftsfähig bleiben?

Beitragvon xPrimatic » 20 Mär 2018 16:50

Hey Leute,

seit einiger Zeit beschäftigt mich ein Thema bzw. eine Problematik, die womöglich vielen Gleichgesinnten bekannt sein wird.
Wie kann man (ernsthaft) Bodybuilding betreiben und trotzdem noch (zumindest einigermaßen) gesellschaftsfähig bleiben.

Ich bin momentan 23 Jahre alt und befinde mich momentan wohl in einer Art Selbstfindungsphase. Ins Fitness Studio gehe ich seit ich ca. 18 bin und habe recht schnell festgestellt, dass ich die Sache wesentlich ernster nehme als viele Andere. Wenn meine Trainingspartner 3 Wiederholungen zu früh aufhören, weil sie das Muskelbrennen "nicht mehr aushalten", mache ich noch 4 Wiederholungen. Während meine Trainingskollegen durch Aldi, Rewe und Co laufen und sich nur Sachen kaufen, die ihnen schmecken, suche ich immer wieder neue Lebensmittel mit einem besseren Nährstoffverhältnis und suche nach Wegen diese irgendwie essbar zuzubereiten. Mit anderen Worten ich lebe für den Sport...

Trotzdem habe ich in letzter Zeit diverse andere Sportarten wie Boxen, Thaiboxen, American Football usw. ausprobiert, die mir aber alle auf kurz oder lang nicht wirklich Spaß gemacht haben - eben auch, weil sie oftmals in Konflikt mit dem Bodybuilding standen (Stichwort: Regeneration).

Jetzt aber zur eigentlichen Frage und dem Thema, das mich am meisten belastet: WIe schafft man es, trotz der Liebe zum Sport gesellschaftsfähig zu bleiben?

Mal ein paar Beispiele:
Freundin finden: Fast alle Kumpels um mich rum haben ihre bessere Hälfte gefunden, teilweise sogar geheiratet und Kinder. Ich kann mir sowas überhaupt nicht vorstellen... Wann soll ich zwischen Arbeit, 5-6x Training die Woche, Essen vorkochen und dem ganzen Haushalt (putzen etc.) auch noch Zeit für eine Freundin aufbringen? Noch dazu kommt, dass die meisten Frauen in dem Alter einfach in den Tag hineinleben, keine Ziele haben, am WE saufen und rumhuren und und und, was für mich schon ein absolutes NoGo ist...

Kumpels:
Wie gesagt fast alle Kumpels haben eine Freundin, teilweise Kinder etc. womit die Verfügrbarkeit schonmal massiv eingeschränkt ist. Dazu kommt noch, dass ich selbst kaum Zeit habe. Wenn am Ende doch der ein oder Andere übrig bleibt, der doch mal Zeit hat, steht zu 99% saufen, Drogen nehmen, feiern oder einfach nur rumlungern auf dem Plan, was mit Sicherheit auch mal ganz chillig ist aber auch nur so 2-3x im Jahr und das ist schon ein bisschen wenig Kontakt zur Aussenwelt, wie ich finde ;)

Ich könnte diese Liste jetzt natürlich noch ewig weiter führen aber ich denke, ihr wisst wovon ich rede.
Gibt es hier Leute, die diese Phase auch schon durchgemacht haben? Ist das alles so normal und wie habt ihr das alle geregelt bekommen mit: Training, Essen, Arbeit, Erholung, Gesellschaft oder ist es einfach alles nicht zu schaffen und man muss Abstriche machen?

Bin selbst schon genervt, dass ich so vielen Leuten mit meinem Lifestyle auf die Nerven gehen muss und trotzdem irgendwie unzufrieden bin.

LG und danke für Antworten


 


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P. C.
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Re: Bodybuilding und gesellscaftsfähig bleiben?

Beitragvon P. C. » 20 Mär 2018 17:13

Also kurz und knapp die Bereiche, nach denen du gefragt hast:

Training:
Je nach Phase mal mehr (5-6x Krafttraining pro Woche, teilweise zusätzlich noch Cardio), mal weniger (2-3x Gym pro Woche sind so ziemlich das Minimum, darunter fühle ich mich nicht wohl). Ich würds aber wahrscheinlich auch nicht schaffen, das ganze Jahr 5x oder öfter pro Woche ins Studio zu gehen, ab und an braucht es einfach "entspanntere" Phasen. Dann kann man z.B. in einer Diät auch mal richtig Gas geben und das Sportpensum erhöhen.

Essen:
Läuft sehr unkompliziert. Ich fange mittags an zu essen, dann gibts oft nachmittags einen Snack, nach der Arbeit ab ins Training und danach kommt das Abendessen. Z.B. mit IIFYM kannst du relativ flexibel essen, auch wenns im Job mal eine Veranstaltung oder ein Geschäftsessen gibt. Für mich aktuell am besten dauerhaft umsetzbar (man sollte klarerweise trotzdem darauf achten, größtenteils "gute" Lebensmittel zu essen).

Erholung:
Läuft momentan gut. Wichtig ist, dass man genug Schlaf bekommt. Das heißt, nach dem Training wird gegessen und danach nicht noch 2 Stunden vor dem TV verbracht, sondern geschlafen. Ich merke ziemlich stark, wie der Erschöpfungsgrad steigt, wenn ich weniger schlafe.

Gesellschaft:
Der Kontakt mit Freunden nimmt logischerweise ab, wenn man mal mit der Schule/Uni/Whatever fertig ist, voll im Leben steht und den eigenen Verpflichtungen nachkommen muss. War bei mir und meinen Kumpels genauso. Kontakt gibt es halt dauerhaft in einer gemeinsamen Whatsapp-Gruppe, aber Treffen mit mehr als einer Person im echten Leben gibts auch nur noch vll. alle 2 Monate. Wenn bei deinen Freunden aber nur Trinken/Party/Drogen am Programm stehen, dann ist das natürlich ein Problem. Musst du dann für dich entscheiden, ob du mitziehen möchtest, oder ob du die "nüchterne Spaßbremse" sein willst.

Freundin:
Meine Freundin trainiert glücklicherweise genauso konsequent, wie ich. Daher gehts immer gemeinsam ins Gym, muss mich somit vor niemandem rechtfertigen. Ein Kind könnte ich mir - ganz, wie du es beschreibst - aktuell auch nicht vorstellen. Bin froh, wenn ich mein eigenes Leben auf die Reihe bekomme :-)

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Re: Bodybuilding und gesellscaftsfähig bleiben?

Beitragvon 3Zero » 20 Mär 2018 17:17

xPrimatic hat am 20 Mär 2018 16:50 geschrieben:
Ich könnte diese Liste jetzt natürlich noch ewig weiter führen aber ich denke, ihr wisst wovon ich rede.
Gibt es hier Leute, die diese Phase auch schon durchgemacht haben? Ist das alles so normal und wie habt ihr das alle geregelt bekommen mit: Training, Essen, Arbeit, Erholung, Gesellschaft oder ist es einfach alles nicht zu schaffen und man muss Abstriche machen?


Mit 23 musst Du dir da keine Sorgen machen. Ich habe schon ein paar Jahre mehr auf dem Buckel und bekomme es auch gut hin. Klar, es ist manchmal zum Ko**en, wenn man alles unter einen Hut bringen muss, aber es geht, wenn man will. Ich renne rund 50 Stunden die Woche arbeiten (mit vielen Reisen) und schaffe es dennoch Essen, Erholung und Training zu managen. Letztlich ist es eine Frage der Organisation und der Prioritäten. Bei mir leidet am ehesten noch das Gesellschaftsleben aber hey, was wir machen, ist nicht nur ein Sport, sondern eine Lebenseinstellung. Die Frage ist: Ist es Dir wichtig genug auf das ein oder andere zu verzichten? Ich habe mir die Frage mit ja beantwortet und bislang nicht bereut. Weggehen kann ich am WE (wobei nächtelanges Partymachen bei mir ohnehin vorbei ist), an Alk und Zigaretten habe ich keine Freude (mehr). Klar ist es manchmal nervig, die rare Freizeit, wenn spät am Abend aus dem Büro kommt, noch dafür zu opfern, um für den nächsten Tag vorzukochen oder entsprechenden Kram einzukaufen. Auch würde ich lieber nicht zwei Stunden früher als Kollegen aufstehen (und am Abend davor früher schlafen zu gehen, um meine acht Stunden zu bekommen), um vor dem Job noch zum Training zu gehen. Aber ich könnte ohne den Sport nicht leben und der ganze Rest gehört nunmal mit dazu. Halbe Sachen kann ich nicht.

Kinder habe ich (noch) keine, dafür eine Partnerin, die ebenfalls Wert auf ihren Freiraum legt - ohne das ginge es nicht. Ein bisschen gestört und Ich-bezogen muss man in diesem Metier schon sein. #guenni#

Von daher: mach Dir keinen Kopf, das ist normal.

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Re: Bodybuilding und gesellscaftsfähig bleiben?

Beitragvon Izma » 20 Mär 2018 17:36

xPrimatic hat am 20 Mär 2018 16:50 geschrieben:Gibt es hier Leute, die diese Phase auch schon durchgemacht haben? Ist das alles so normal und wie habt ihr das alle geregelt bekommen mit: Training, Essen, Arbeit, Erholung, Gesellschaft oder ist es einfach alles nicht zu schaffen und man muss Abstriche machen?


Würde ich auch gern wissen.
Hoffentlich gibts hier bald noch mehr Antworten von Älteren.
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Re: Bodybuilding und gesellscaftsfähig bleiben?

Beitragvon tavel » 20 Mär 2018 18:37

Wenn man das liest könnte man ja meinen ihr seid Geiseln :-)
„Die Menschen urteilen im Allgemeinen nach dem Augenschein, nicht mit den Händen. Sehen nämlich kann jeder, verstehen können wenige. Jeder sieht, wie du dich gibst, wenige wissen, wie du bist. Und diese wenigen wagen es nicht, sich der Meinung der vielen entgegen zu stellen. Denn diese haben die Majestät des Staates zur Verteidigung ihres Standpunkts.“

– Niccolò Machiavelli



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" Losing weight if it's fat is ok, but be careful of your back. From my experience, every lifter that loses over 5% bdwt quickly tends to get lower back injuries. not sure why, but there seems to be some connection with waistline girth and lower back health."

"To quote Antonio:"the day will never come when you can't lift the bar"

To quote my first coach:" If you wait til you feel good with no aches or pains to train, you will never be here"


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Re: Bodybuilding und gesellscaftsfähig bleiben?

Beitragvon Izma » 20 Mär 2018 18:38

tavel hat am 20 Mär 2018 18:37 geschrieben:Geiseln


Geiseln der eigenen Selbstkasteiung
#guenni#

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Re: Bodybuilding und gesellscaftsfähig bleiben?

Beitragvon ibgegur » 20 Mär 2018 20:30

wenn man im bb und im "privatleben" alles gibt dann kann man auch gesellschaftsfähig bleiben und beides bestens unter einen hut bekommen.

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Re: Bodybuilding und gesellscaftsfähig bleiben?

Beitragvon MP-Mann » 27 Mär 2018 12:22

Izma hat am 20 Mär 2018 17:36 geschrieben:
xPrimatic hat am 20 Mär 2018 16:50 geschrieben:Gibt es hier Leute, die diese Phase auch schon durchgemacht haben? Ist das alles so normal und wie habt ihr das alle geregelt bekommen mit: Training, Essen, Arbeit, Erholung, Gesellschaft oder ist es einfach alles nicht zu schaffen und man muss Abstriche machen?


Würde ich auch gern wissen.
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Solang man keine Wk Ambitionen hat bekommt man den Sport doch gut in den Alltag integriert. Soziales Unfeld hat bei mir über die Jahre auch gelitten. Jedoch liegt das nicht nur am Sport sondern generell an unterschiedlichen Lebenswegen, obwohlnwir mittlerweile alle Kinder und Familie haben. Mit 23 bin ich zum ersten Mal Vater geworden. Den Sport habe ich aber nie aufgegeben.
Du bist fort, und dein Platz bleibt jetzt leer. Und die Erinnerung an dich entfacht den Schmerz
Du bist vorgegangen doch ich komm nach. Dann werden wir uns wiedersehen, eines Tages.
Du wirst immer leben, solang ich lebe. In mir drin, glaub mir, bis ich gehe,
gehe und dich voller Hoffnung wiedersehe.

Auf Wiedersehen, mein Freund... RIP Helmut Schardt 1956 - 2017

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Re: Bodybuilding und gesellscaftsfähig bleiben?

Beitragvon fabian_gymfood » 28 Mär 2018 15:18

Gutes Thema *upsmilie*


Also erstmal würde ich mir mit 23 Jahren keine Sorgen um Frau, heiraten und Kinder machen... das hat absolut gar nichts mit dem Alter zu tun sondern nur mit dir, wie weit du bist, wie bereit du dafür bist und die Hauptfrage... willst du überhaut heiraten und Kinder etc?

Weißt du jetzt noch nicht? Ja dann lass es halt, wenn ne Frau dir die Pistole auf die Brust setzt bei dem Thema ist sie 1. eh die falsche und 2. bist du sonst dann bald der Dumme der Unterhalt zahlt :D

Training und Gesellschaft sehe ich 0 kaum als Problem an, du kannst ja theoretisch 7x die Woche trainieren gehen und hast immer noch genug Zeit für alles andere ... wenn man dann noch Bock darauf hat :) Der Tag hat 24 Stunden, zieh davon mal 16 Stunden für Arbeit und Schlaf ab dann haste immer noch 8 Stunden Zeit für alles andere.

Gesellschaftlich sehe ich eher das Essen als das größte Problem, unabhängig wie man sich nun ernährt.

Wenn du dich 100% clean ernährst ist es am schwersten, dann bist du extrem eingeschränkt was das ausgehen mit Freunden etc. angeht ...Feiertage, Essen gehen, Kino ... überall musste dann diskutieren warum du X jetzt nicht essen willst.

Einfacher wird es da wenn du dich eher in Richtung IIFYM ernährst, aber auch hier hast du ja einen Rahmen an den du dich halten willst (Makros / KCAL).

Das schlimmste beim Thema Ernährung ist aber, dass alle anderen dir damit auf den Sack gehen ;) nicht du den anderen.
Wenn dein Kumpel kein Bock auf Pizza hat, dann ist das OK und juckt keinen...aber wehe DU isst mal keine Pizza, dann gehts nämlich los mit "machst du wieder Diät?" oder "isst du keine Kohlenhydrate mehr" oder "musst du wieder übertreiben wegen deinem Training, die eine Pizza bringt dich schon nicht um" etc :D

Meistens haben die anderen ein Problem damit wenn man Disziplin zeigt die andere nicht haben.
Daher ist meiner Erfahrung nach das Essen bzw. die Disziplin das größte gesellschaftliche Problem mit dem du einfach leben musst *upsmilie*


Ich kann aus meiner Erfahrung sagen dass es möglich ist mit Job, Kind und Frau 4-5 die Woche zum Training zu gehen ohne dass die Familie darunter leidet, Freundschaften sind da eher das Problem weil vielen das Verständnis fehlt, darum hat sich bei mir das Freundschaftsumfeld verkleinert und verändert - ob das aber nun wirklich am Hobby liegt oder einfach am Lauf der Dinge weiß ich nicht.
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Jim55 hat am 02 Aug 2018 10:57 geschrieben:immer weiter am Ball bleiben....es sind immer die vielen kleinen Schritte die sich nach und nach summieren. Und das ist schließlich auch das wirkliche Geheimnis des Bodybuilding


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Re: Bodybuilding und gesellscaftsfähig bleiben?

Beitragvon Dovakin » 28 Mär 2018 16:07

fabian_gymfood hat am 28 Mär 2018 15:18 geschrieben:Freundschaften sind da eher das Problem weil vielen das Verständnis fehlt, darum hat sich bei mir das Freundschaftsumfeld verkleinert und verändert - ob das aber nun wirklich am Hobby liegt oder einfach am Lauf der Dinge weiß ich nicht.

Was war da deren Problem ? Vor allem die Ernährung wohl ?

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Re: Bodybuilding und gesellscaftsfähig bleiben?

Beitragvon fabian_gymfood » 28 Mär 2018 17:28

kommt nicht wieder hat am 28 Mär 2018 16:07 geschrieben:
fabian_gymfood hat am 28 Mär 2018 15:18 geschrieben:Freundschaften sind da eher das Problem weil vielen das Verständnis fehlt, darum hat sich bei mir das Freundschaftsumfeld verkleinert und verändert - ob das aber nun wirklich am Hobby liegt oder einfach am Lauf der Dinge weiß ich nicht.

Was war da deren Problem ? Vor allem die Ernährung wohl ?



Also ich hatte zb ein Freundeskreis mit denen hatte ich nen gemeinsames Hobby Autos

Irgendwann hab ich mich dann mehr für Bodybuilding interessiert und irgendwann war es dann mal so dass ich Fotos aufm Handy gezeigt hab vom Auto und da war dann nen Bodybuilder zwischen der poset

Für die Jungs war das dann direkt ey der guckt sich halt nackte Männer in Unterwäsche an, da hatte keiner Verständnis fürs Hobby

Training war da nie so das Problem aber spätestens mit der ersten Diät war dann kein Verständnis dafür da warum ich beim Treffen nicht bei Mc Donalds esse :D

Mal so als Beispiel
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Jim55 hat am 02 Aug 2018 10:57 geschrieben:immer weiter am Ball bleiben....es sind immer die vielen kleinen Schritte die sich nach und nach summieren. Und das ist schließlich auch das wirkliche Geheimnis des Bodybuilding


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Re: Bodybuilding und gesellscaftsfähig bleiben?

Beitragvon Izma » 28 Mär 2018 18:14

kommt nicht wieder hat am 28 Mär 2018 16:07 geschrieben:Was war da deren Problem ? Vor allem die Ernährung wohl ?

Einfach Unverständnis seitens meines Umfeldes:
Ich beispielsweise hab mir grade irgendeinen Magendarm-Virus eingefangen. Ergo: nur noch kotzen und scheißen seit 2 Tagen.
Meine Familie sieht das natürlich wieder sehr eingeschränkt: Grund sei kein Infekt, sondern mein Training+meine Ernährungsweise bla bla. Ich solle einfach das Training einstellen, dann würde es mir auch sofort besser gehen (??!)
Diese zusammenhangslosen/unqualifizierten Aussagen nerven extremst. Zu jedem Thema die 'absoluten Wahrheiten' verkünden, obwohl der Behauptende nicht mal den blassesten Schimmer einer Ahnung hat.

;(

Nerv.

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Re: Bodybuilding und gesellscaftsfähig bleiben?

Beitragvon fabian_gymfood » 28 Mär 2018 19:23

Unverständnis und Ignoranz trifft’s echt ganz gut *uglysmilie*

Mich interessiert es ja auch nicht ob Person X jeden Morgen Stulle mit Wurst isst, Mittags Kantine und abends Stulle mit Käse ... da würde ich auch nicht auf die Idee kommen und ständig Person X auf den Sack gehen

Aber wehe man ernährt sich gesund :D dann muss man über jede Mahlzeit diskutieren etc
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Jim55 hat am 02 Aug 2018 10:57 geschrieben:immer weiter am Ball bleiben....es sind immer die vielen kleinen Schritte die sich nach und nach summieren. Und das ist schließlich auch das wirkliche Geheimnis des Bodybuilding


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Re: Bodybuilding und gesellscaftsfähig bleiben?

Beitragvon Izma » 28 Mär 2018 20:42

fabian_gymfood hat am 28 Mär 2018 19:23 geschrieben:Unverständnis und Ignoranz trifft’s echt ganz gut *uglysmilie*

Mich interessiert es ja auch nicht ob Person X jeden Morgen Stulle mit Wurst isst, Mittags Kantine und abends Stulle mit Käse ... da würde ich auch nicht auf die Idee kommen und ständig Person X auf den Sack gehen

Aber wehe man ernährt sich gesund :D dann muss man über jede Mahlzeit diskutieren etc

Nur weil man seine geplanten Mahlzeiten hat, ist man (laut meiner Familie) schon essgestört. Auch ja, und sportsüchtig natürlich auch.

;(

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Re: Bodybuilding und gesellscaftsfähig bleiben?

Beitragvon Nachtmensch » 28 Mär 2018 21:25

Mache dir kein Kopf.Solange du noch keine Verpflichtungen hast und den Fokus ganz auf den Sport und auf dich selbst legen kannst,würde ich einfach weiter machen wie gehabt.Das ändert sich wenn du Vater wirst und ein liebender Ehemann :) .Zumindest sollte der Sport dann nur als schönes Hobby nebenbei betrieben werden und nicht das Familienleben beeinträchtigen.


Ich war früher auch so verbissen.Jedes Gramm Fett habe ich abgewogen,die Makros genau analysiert und die Trainingstage und Übungen genau eingehalten.Parties,Soziale Kontakte habe ich über Bord geworfen die meinen Sportlichen Interessen im Weg standen.Die meisten Leute hatten einfach kein Bock auf einen Typen der nur über Bodybuilding philosophiert und nur Training und dicke Muskeln im Kopf hat.Was ich Rückblickend gut nachvollziehen kann. ;)

Der Sport war mein Lebensmittelpunkt.Flex,Sport Revue,Tupperdosen mit Reis,Fisch/Hähnchen und Gemüse mein täglich Gift.


Aber über die Jahre habe ich gelernt,das es viel mehr gibt als nur das Bodybuilding.Das der Sport nicht das Einzige sein darf was mich im Leben ausfüllt.

Inzwischen gehe 3x die Woche zum Training mit meiner Frau.Wenn es hochkommt auch mal 4x die Woche und ansonsten wenn es mal nicht klappt dann ist das halt so.Ich lasse mich davon selbst auch nicht mehr geißeln.
Der Sport wird immer ein Teil von mir bleiben und eine grosse Leidenschaft sein,aber meine Familie und das Sozialleben werde ich dafür nicht mehr opfern nur um trockene definierte Mukkis zu haben. :-)
Duojet hat geschrieben:
eine engstirnige aussage der ich allerdings zustimme.....in den "goldenen jahren" (50er-70er) ging es darum mit brutalem training , und üppigen mahlzeiten einen überirdischen körper zu entwickeln....dieses ziel hatte jeder der gewichte hob....dann kam fitness....die verwaschene und massentaugliche variante von bodybuilding.....der trend liegt heute bei körpern mit ultra definition und deutlich weniger masse als ein frank zane damals....für ernsthaftes training wird man in fast jedem studio zu 50% ausgelacht und zu 50% bestaunt.....das was bodybuilding zu der herausforderung macht das es ist ist das training das nötig ist um wirkliche muskeldichte zu entwickeln....das wozu nur sehr wenige trainierende bereit sin

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