Erfahrung mit meiner Gynäkomastie-OP

Hier findet ihr Erfahrungsberichte zum Thema Bodybuilding!

Moderator: Team AAS

sftfred
TA Neuling
 
Beiträge: 8
Registriert: 09 Jul 2018 12:26

Re: Erfahrung mit meiner Gynäkomastie-OP

Beitragvon sftfred » 04 Nov 2018 17:57

Grüßt euch.

Hab am Diestag endlich meine OP. Morgen ist nochmal Vorgespräch mit Anästhesie und dem Chirurgen. Jemand noch Tipps oder irgdwelche Ratschläge was ich vor der op noch beachten sollte. Oder auch nach der op.

Einige Fragen hätte ich noch.
Wie lange wart ihr im KH nach der OP?
Und wie lange wart ihr krank geschrieben? Ich arbeite nebenbei zum Studium. Arbeit ist auf jeden Fall körperlich „anstrengend“. Bin im Einzelhandel. Zumindest sitze ich nicht im Büro rum. Und muss öfter mal schwer heben und tragen. Der Arzt meinte mal was von 4-6 Wochen. Kommt mir recht lange vor. Werde morgen nochmal nachfragen. Wie war das bei euch so.

Eine Sache beunruhigt mich noch. Der Arzt meinte er wird bei mir fett absaugen und die Drüse entfernen. Aber bei der Drüse etwas drinne lassen. Dass sie nicht einfällt. Die Meinungen gehen da wohl recht stark auseinander bei den Ärzten. Er meinte auch zu mir. Die Brustwarzen werden nicht ganz flach werden. Aber auf jeden Fall kleiner als jetzt. Habe natürlich keine Lust dass es wieder so wird wie jetzt. Aber auf eingefallene Brustwarzen hab ich auch keine Lust. #05#
Bin da etwas verunsichert.
Der Arzt an sich macht nen vernünftigen Eindruck. Nen Kumpel ist in der selben Klinik als Arzt tätig. Die kennen sich natürlich alle untereinander. Er meinte er ist wohl recht gut und macht seine Arbeit anständig. Nebenbei hat der Chirurg noch ne private Klinik wo er dann die Schönheits-op‘s macht. Hört sich eigentlich alles gut an. Hoff dass der was feines zaubert aus meinen tittis😬.

Hoffe auf ein paar antworten.

In diesem Sinne.
Schönes Rest-WE


Wer die Werbung nicht mag, der kann sie in seinen Persönl. Einstellungen ausschalten.
 


krider
TA Neuling
 
Beiträge: 58
Registriert: 12 Aug 2004 12:10

Re: Erfahrung mit meiner Gynäkomastie-OP

Beitragvon krider » 06 Nov 2018 16:36

Mahlzeit,

ich habe mal nach potentiellen Krankenhäusern in meiner Umgebung gesucht und bin auf dieses gestoßen

Kaiserswerther Diakonie Florence-Nightingale-Krankenhaus

War hier aus dem Thread schon jemand dort zu OP?

Gruß
k

ammo22
TA Neuling
 
Beiträge: 2
Registriert: 29 Okt 2018 11:17

Re: Erfahrung mit meiner Gynäkomastie-OP

Beitragvon ammo22 » 10 Nov 2018 12:45

Guten Tag Freunde,

habe heute die Bestätigung meiner KK (BKK) bekommen, dass sie die Kosten übernehmen werden. Bin sehr erleichtert und sehe nun Licht am Ende des Tunnels.
Ich kann jedem nur diesen Schritt ans Herz legen. Ich freue mich schon so heftig, dass die Drüsen entfernt werden.

Mein Leidensweg ist eigentlich genau die selbe wie von den meisten hier. Es fing bei mir auch mit 12-13 Jahren an, dass die Brust immer mehr gewachsen ist und eine weibliche Form angenommen hat. Zu erst dachte ich, dass es einfach an meinem (damaligen) Übergewicht lag bis ich irgendwann im TV eine Reportage über Gynäkomastie gesehen habe. Mit 16 bin ich dann zum ersten Mal zum Arzt und er meinte natürlich, dass ich noch warten soll, da die Möglichkeit besteht, dass es von alleine zurückgeht, was natürlich nicht der Fall war. Mit Beginn meines Studiums habe ich in 5 Jahren über 40 Kilo abgenommen aber die Brust hat sich kaum verkleinert so dass es mich noch mehr gestört hat. Bin dann Ende Juli direkt zum Urologen gegangen (den Gang zum Hausarzt habe ich mir erspart) und er hat dann erstmal nen Hormontest veranlasst (alle Werte in Ordnung, bis auf ein leicht erhöhten Prolaktinwert). Der nächste Schritt war dann der Gang zur Mammographie, dort hat die Ärztin zunächst durch Ultraschall sich die Sache angeschaut, meinte aber dass sie außer Fett nichts sehe. Natürlich habe ich mich nicht Lumpen lassen und bestand auf eine Mammo, die wir dann auch direkt gemacht haben und siehe da, Drüsengewebe ist vorhanden (Durchmesser 2,5 cm). Dann hat sie mir ein Bericht geschrieben und ich bin ne Woche später mit allen Unterlagen (Hormonwerte und Mammobericht) zum plastischen Chirurgen Klinikum Bassum gefahren. Diesen hatte mir mein Urologe empfohlen. Als ich dann dort war habe ich mich mit dem Chirurgen unterhalten und über den möglichen Ablauf geredet. Er hat zu dem Fotos von meiner Brust gemacht und diese mit einem Bericht 2 Wochen später geschickt.

Dann kam natürlich die bis jetzt größte Hürde. Ich habe alle Unterlagen von den Ärzten mit einem selbst verfassten Antrag an meine KK geschickt und habe zwei Wochen lang gebangt auf eine Nachricht gewartet. In der Zeit habe ich hier alle möglichen Erfahrungsberichte durchgelesen die mir Mut gemacht haben und heute kam die erlösende Nachricht!!

Kurz zu mir

Bin 26 Jahre
1,83 m groß und 89,5 Kg

Werde mich nach der OP hier nochmal melden und weiteres berichten✌🏼

sftfred
TA Neuling
 
Beiträge: 8
Registriert: 09 Jul 2018 12:26

Re: Erfahrung mit meiner Gynäkomastie-OP

Beitragvon sftfred » 10 Nov 2018 16:56

So ich wollte nochmal berichten.
Meine OP war vor 4 Tagen. Wurde gestern ausm KH entlassen.
Bei mir wurde das Drüsengewebe als auch Fett abgesaugt. Op war unter Vollnarkose. 11:45 haben sie mich abgeholt. 17:00 war ich wieder auf Station. (1h davon im aufwachraum). Nach der op ging es mir ziemlich dreckig. Neige generell schnell zu Übelkeit. Das hat sich dann nach ein paar Stunden gelegt. Schmerzen sind schon mehr als gedacht. Aber auszuhalten. Schnelle Bewegungen der arme sind nicht angenehm. Und anspannen von Oberkörper ist auch recht schmerzvoll. Aber alles in allem auszuhalten. Am schlimmsten fand ich das kack Krankenhausbett. Hatte derbe Rückenschmerzen.😬
Soweit sieht alles gut aus. Ich bin bis jetzt sehr zufrieden. Brust ist flach, nippel stehen nicht ab und eingefallene Brustwarzen habe ich auch nicht. Hoffe das bleibt alles so. Momentan ist alles noch ein bissl angeschwollen. Außerdem trage ich eine Kompressionsweste.
Im Anhang noch vorher/nachher Bilder.

Wer noch vor dem Weg steht.
Macht es. Es lohnt sich. Es ist so ein Hammer geiles Gefühl.
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.

BigSmall99
TA Neuling
 
Beiträge: 32
Registriert: 26 Sep 2018 12:03

Re: Erfahrung mit meiner Gynäkomastie-OP

Beitragvon BigSmall99 » 12 Nov 2018 19:40

sftfred hat am 04 Nov 2018 17:57 geschrieben:Grüßt euch.

Hab am Diestag endlich meine OP. Morgen ist nochmal Vorgespräch mit Anästhesie und dem Chirurgen. Jemand noch Tipps oder irgdwelche Ratschläge was ich vor der op noch beachten sollte. Oder auch nach der op.

Einige Fragen hätte ich noch.
Wie lange wart ihr im KH nach der OP?
Und wie lange wart ihr krank geschrieben? Ich arbeite nebenbei zum Studium. Arbeit ist auf jeden Fall körperlich „anstrengend“. Bin im Einzelhandel. Zumindest sitze ich nicht im Büro rum. Und muss öfter mal schwer heben und tragen. Der Arzt meinte mal was von 4-6 Wochen. Kommt mir recht lange vor. Werde morgen nochmal nachfragen. Wie war das bei euch so.

Eine Sache beunruhigt mich noch. Der Arzt meinte er wird bei mir fett absaugen und die Drüse entfernen. Aber bei der Drüse etwas drinne lassen. Dass sie nicht einfällt. Die Meinungen gehen da wohl recht stark auseinander bei den Ärzten. Er meinte auch zu mir. Die Brustwarzen werden nicht ganz flach werden. Aber auf jeden Fall kleiner als jetzt. Habe natürlich keine Lust dass es wieder so wird wie jetzt. Aber auf eingefallene Brustwarzen hab ich auch keine Lust. #05#
Bin da etwas verunsichert.
Der Arzt an sich macht nen vernünftigen Eindruck. Nen Kumpel ist in der selben Klinik als Arzt tätig. Die kennen sich natürlich alle untereinander. Er meinte er ist wohl recht gut und macht seine Arbeit anständig. Nebenbei hat der Chirurg noch ne private Klinik wo er dann die Schönheits-op‘s macht. Hört sich eigentlich alles gut an. Hoff dass der was feines zaubert aus meinen tittis😬.

Hoffe auf ein paar antworten.

In diesem Sinne.
Schönes Rest-WE



Hey Leute. Ich habe in einem Thread von 2008 gelesen dass das durch einen Orthopäden geklärt wurde. Habe mir daher dort einen Termin gemacht. Ist das gut so, oder wo würdet ihr mit empfehlen hinzugehen ? Und was soll ich dem Arzt dann sagen? Bin nie übergewichtig gewesen, ganz im Gegenteil. Schmerzen keine. Nur optisch nervt es extrem. Man sieht quasi die Drüse und die Brust hängt im Normalzustand scheinbar, obwohl ich über die letzten 2 Jahre sehr stark aufgebaut habe..

Daniel_1994
TA Neuling
 
Beiträge: 14
Registriert: 12 Mär 2017 20:00

Re: Erfahrung mit meiner Gynäkomastie-OP

Beitragvon Daniel_1994 » 12 Nov 2018 22:44

BigSmall99 hat am 12 Nov 2018 19:40 geschrieben:
sftfred hat am 04 Nov 2018 17:57 geschrieben:Grüßt euch.

Hab am Diestag endlich meine OP. Morgen ist nochmal Vorgespräch mit Anästhesie und dem Chirurgen. Jemand noch Tipps oder irgdwelche Ratschläge was ich vor der op noch beachten sollte. Oder auch nach der op.

Einige Fragen hätte ich noch.
Wie lange wart ihr im KH nach der OP?
Und wie lange wart ihr krank geschrieben? Ich arbeite nebenbei zum Studium. Arbeit ist auf jeden Fall körperlich „anstrengend“. Bin im Einzelhandel. Zumindest sitze ich nicht im Büro rum. Und muss öfter mal schwer heben und tragen. Der Arzt meinte mal was von 4-6 Wochen. Kommt mir recht lange vor. Werde morgen nochmal nachfragen. Wie war das bei euch so.

Eine Sache beunruhigt mich noch. Der Arzt meinte er wird bei mir fett absaugen und die Drüse entfernen. Aber bei der Drüse etwas drinne lassen. Dass sie nicht einfällt. Die Meinungen gehen da wohl recht stark auseinander bei den Ärzten. Er meinte auch zu mir. Die Brustwarzen werden nicht ganz flach werden. Aber auf jeden Fall kleiner als jetzt. Habe natürlich keine Lust dass es wieder so wird wie jetzt. Aber auf eingefallene Brustwarzen hab ich auch keine Lust. #05#
Bin da etwas verunsichert.
Der Arzt an sich macht nen vernünftigen Eindruck. Nen Kumpel ist in der selben Klinik als Arzt tätig. Die kennen sich natürlich alle untereinander. Er meinte er ist wohl recht gut und macht seine Arbeit anständig. Nebenbei hat der Chirurg noch ne private Klinik wo er dann die Schönheits-op‘s macht. Hört sich eigentlich alles gut an. Hoff dass der was feines zaubert aus meinen tittis😬.

Hoffe auf ein paar antworten.

In diesem Sinne.
Schönes Rest-WE



Hey Leute. Ich habe in einem Thread von 2008 gelesen dass das durch einen Orthopäden geklärt wurde. Habe mir daher dort einen Termin gemacht. Ist das gut so, oder wo würdet ihr mit empfehlen hinzugehen ? Und was soll ich dem Arzt dann sagen? Bin nie übergewichtig gewesen, ganz im Gegenteil. Schmerzen keine. Nur optisch nervt es extrem. Man sieht quasi die Drüse und die Brust hängt im Normalzustand scheinbar, obwohl ich über die letzten 2 Jahre sehr stark aufgebaut habe..


Also ich habe meine Operation jetzt am 28.12.2018. Meine Vorgehensweise war wie folgt:

1. Zum Hausarzt und ihr meine Probleme erklärt mit der Gynäkomastie.
2.Eine Sonographie machen und dann zum Hausarzt gehen und den Befund besprechen (bei mir sind auf beiden Seiten ein Drüsen Körper von 5cm vorhanden)
3.Sie hat mich zu einem Krankenhaus weitergeschickt, die eine eigene Abteilung für plastische Chirurgie besitzt, die Brustoperationen fast täglich machen.
4. Da der Termin sehr lange gedauert hat, habe ich mir selbstständig einen Termin noch beim Urologen gemacht, um meine Blutwerte checken zu lassen.
5. Beim Termin im Krankenhaus, alle Unterlagen mitgenommen und sie haben fotos von meiner Gynäkomastie gemacht und mir einen ärztlichen Brief zwei Wochen später für die Kostenübernahme geschickt.
6. Zum Chefarzt von meiner Krankenkasse gegangen und er hat mir dann sein OK für die Operation und für die Übernahme gegeben.

Alles in allem haben diese Wege ca. 9 Monate Zeit in Anspruch genommen und ich war sehr hartnäckig. Schlussendlich bin ich froh, diesen Weg gemacht zu haben, auch wenn die Operation noch vor mir liegt. Kann mir gar nicht ausmalen wie es sein wird, ohne weibliche Brust im nächsten Sommer am Strand oder am See zuliegen.

Bei Fragen kannst du mir ansonsten privat auch schreiben.

LG Dani

Paddstala
TA Neuling
 
Beiträge: 4
Registriert: 01 Aug 2017 13:03
Geschlecht (m/w): m
Körpergewicht (kg): 69
Körpergröße (cm): 174
Trainingsbeginn (Jahr): 2018
Wettkampferfahrung: Nein
Steroiderfahrung: Nein
Trainingsort: Studio
Ernährungsplan: Ja
Kampfsport: Nein
Ziel Gewicht (kg): 75
Ziel KFA (%): 10

Re: Erfahrung mit meiner Gynäkomastie-OP

Beitragvon Paddstala » 13 Nov 2018 12:56

Hallo zusammen,

kann jemand in Ingolstadt oder Umgebung eine Empfehlung für eine Klinik aussprechen?

Danke im voraus.

LG Patrick

jillmirro
TA Neuling
 
Beiträge: 2
Registriert: 15 Nov 2018 20:20

Re: Erfahrung mit meiner Gynäkomastie-OP

Beitragvon jillmirro » 15 Nov 2018 20:49

Hallo Leute,

ich verfolge diesen Thread schon ziemlich lange und da ich heute nun auch operiert wurde, habe ich mich angemeldet um meine Erlebnisse mit euch teilen zu können.

Ich leide schon seit mehr als 10 Jahren an einer Gynäkomastie. Als meine Brust damals mit 13/14 begann zu wachsen und immer größer zu werden machte ich mir schon einige Gedanken, da ich wirklich sehr dünn war. So eine Brust kam mir nicht normal vor. Der Hausarzt vertröstete mich nur und sagte, dass dies in dem Alter normal sei und die schmerzenden "Knubbel" wieder verschwinden würden.

Dem ganzen habe ich auch wirklich lange vertraut und habe die vielen Sprüche über mich ergehen lassen.
Mit 19 fing ich das Krafttraining an um der Umfangreichen Brust auch einen Umfangreichen Körper bieten zu können (Scherz). Ich dachte einfach, dass das dadurch nicht so blöd aussehen würde.
Ich wurde auch breiter, jedoch wuchs auch meine Brust mit, somit gingen die Sprüche oft weiter.
Ich bin ziemlich Selbstbewusst, habe also mit den Sprüchen nicht unbedingt so ein Problem gehabt, jedoch war mir selbst das auch unangenehm. Gerade auch vor Mädchen.
Mit 21 ging ich nochmal zum Arzt, der auch einen Ultraschall machte und mir sagte, dass das nur Fetteinlagerungen seien. Manche haben sie an der Hüfte, ich eben an der Brust. Hilfreiche Antwort.
Ich gab mich damit aber zufrieden. Hörte aber mit dem Krafttraining auf, weil für mich die Motivation dahingehend nichtmehr existent war.

Jetzt nahm ich normal zu, auch an fett und die Brust begann zu "hängen". Ich konnte dann mit 24 wirklich kaum ein T Shirt tragen, ohne dass mich jemand auf meine Brüste angesprochen hat. Hier war dann der Zeitpunkt gekommen, wo es mir gereicht hat.
Im Juni diesen Jahres ging ich zu meinem neuen Hausarzt in Ludwigshafen. Dieser hatte den Fall noch nicht und war deshalb wirklich sehr engagiert. Erst schickte er mich zum Urologen, da man hier auch erstmal Hodenkrebs, etc. ausschließen müsse. War ein komisches Gefühl eine ältere Dame, an seinen Eiern spielen zu lassen, aber Naja..Sie konnte nichts feststellen. Machte ein Ultraschall von der Brust --> Nur Fett. In Google gab sie dann vor mir ernsthaft Gynäkomastie ein um mir dann zu zeigen, dass ich das nicht habe sondern eine Pseudo. Sie kannte beide Begriffe vorher auch nicht. Sie hat nur eine Diagnose suchen wollen.
Mit dieser Diagnose gaben mein Hausarzt und auch ich mich nicht zufrieden. Also schickte er mich zum Brustzentrum in der Uniklinik Heidelberg.
Dort angekommen machten sie auch einen Ultraschall und sagten das gleiche wie die Urologin vorher. Jedoch bestand dort ein Arzt vorsorglich darauf eine Mammographie zu machen.
Diese Mammographie hat dann alles verändert. Es wurde vermehrtes Brustdrüsengewebe festgestellt. Also eine echte Gynäkomastie.
Daraufhin schickte man mich noch zum Endokrinologen. Dort auch alles unbedenklich, also alles zur Krankenkasse geschickt, zusammen mit einem kleinen Brief in dem ich alles schilderte und zwei!! Tage später hatte ich bereits die Kostenübernahme-Zusage im Briefkasten.
Mein Hausarzt und ich waren natürlich sehr erfreut darüber.
Was ich damit sagen möchte: Gibt nicht auf. So viele Ärzte meinen es besser zu Wissen, jedoch wissen sie garnichts.

Daraufhin vereinbarte ich ein Vorstellungstermin bei einem Arzt meiner Wahl , bei dem mir alles erklärt wurde und heute war dann die OP. Mir wurde Fett abgesaugt, das Brustdrüsengewebe fast komplett entfernt (Anscheinend darf nicht alles weg, sonst klebt der Nippel direkt auf dem Muskel und dann sieht es eingefallen aus) und gleichzeitig auch der Nippelvorhof verkleinert, da dieser wirklich sehr groß geworden ist und mir das zu weiblich aussah.

Da jetzt noch alles in Verband ist konnte ich da noch keinen Blick draufwerfen jedoch ist die komplette Brust wirklich flach und schon allein dafür bin ich unendlich Dankbar.
Ich bin mit allem bisher vollkommen glücklich und zufrieden und kann wirklich allen das nur wärmstens ans Herz legen.
Ich habe noch Schmerzen und werde voraussichtlich bis Samstag im Krankenhaus bleiben. Die Nacht heute wird sicher schrecklich.
Wenn ihr wollt halte ich euch gerne auf dem Laufenden.

Liebe Grüße und allen Viel Erfolg,

jillmirro

BigSmall99
TA Neuling
 
Beiträge: 32
Registriert: 26 Sep 2018 12:03

Re: Erfahrung mit meiner Gynäkomastie-OP

Beitragvon BigSmall99 » 16 Nov 2018 00:50

Freut mich sehr für dich und Danke für de Motivation weiter zu machen. Bin jetzt 19 und mit 15 war ich diesbezüglich das erste mal beim Hausarzt, der hat mir das gleiche erzählt wie dein Arzt dir. Erst als ich mit Ende 15 anfing zu trainieren und auch ein wenig fett aufbaute fiel es mir immer mehr auf. Ich war immer extrem Dünn, sportlich durch Fußball. Daher könnte mir das vorher nicht auffallen.
Hoffe ich kann ebenso erfolgreich zur OP kommen wie du. Denn ich war nie übergewichtig, wie viele hier geschrieben haben.
Glückwunsch dazu erstmal, vielleicht bekommen wir ja noch vorher/nachher Bilder.
PS: Kannst ja nun mit Training wieder anfangen sobald alles verheilt ist. Bodybuilder muss man ja nicht werden, der Sport lässt einen sich einfach gut fühlen. LG

jillmirro
TA Neuling
 
Beiträge: 2
Registriert: 15 Nov 2018 20:20

Re: Erfahrung mit meiner Gynäkomastie-OP

Beitragvon jillmirro » 20 Nov 2018 18:30

Hallo,

die OP ist nun 5 Tage her und ich würde gerne berichten.

Die erste Nacht war wirklich die Hölle für mich. Ich hatte unfassbare Schmerzen, die kaum auszuhalten waren. Ich weiß nicht, wie die meisten hier darauf kommen, sie mit einem Muskelkater in der Brust zu vergleichen. Dem war definitiv nicht so. Ohne das Piritramid (Schmerzmittel), welches ich über die Infusion bekommen habe, hätte ich die Nacht dauerhaft geschrien.
Bei mir wurde noch der Vorhof verkleinert. Ob davon die Schmerzen kommen weiß ich nicht. Vorhanden waren sie allemal.
Ich möchte hier niemandem den Mut nehmen. Eher das Gegenteil. Die Schmerzen der ersten Tage nehme ich sehr gerne in Kauf, wenn ich dadurch mein Lebensgefühl zurückerhalte und glücklich bin, wenn ich ein T-Shirt trage.
Die Schmerzen lassen täglich nach und ich nehme inzwischen auch keine Schmerztabletten mehr. Also bin ich da schon mal beruhigt.
Am Freitag, also ein Tag nach der OP bekam ich dann meine Kompressionsweste. Diese liegt wirklich sehr eng an und ist nicht gerade bequem, aber man gewöhnt sich dran. Ich schlafe lediglich auf dem Rücken, was für mich auch sehr schlimm ist, da ich ansonsten immer auf dem Bauch schlafe, aber man gewöhnt sich auch hieran :-).
Gestern (Montag) habe ich dann das erste Mal wieder geduscht, worauf ich mich auch sehr gefreut habe. Die Pflaster habe ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht gewechselt gehabt und war sehr vorsichtig. Nach dem Duschen habe ich die Pflaster entfernt und konnte den ersten richtigen Blick auf meine neue Brust werfen. Zur Sicherheit habe ich mir vom Krankenhaus die selben Kompressen/Pflaster mitgeben lassen und nach dem Duschen wieder die selben Stellen abgedeckt, damit durch die Weste keine Reibung entsteht.
Ich bin wirklich unglaublich glücklich zu diesem Zeitpunkt. Meine Brust ist so so unglaublich flach. Natürlich noch blau und grün, aber flach. Und das war für mich das wichtigste. Meine Brustwarzen konnte ich noch nicht begutachten, da um die Stelle noch so "GitterPflaster" kleben. Diese sollte ich nicht entfernen, also mache ich das auch nicht. Die Fäden werden nächsten Dienstag gezogen, dann werde ich vorher/nachher Bilder hier rein stellen.

Momentan bin ich wie gesagt sehr glücklich und möchte euch alle nur dazu ermutigen. Es ist der richtige Schritt! Für mich beginnt mit ablegen der Kompressionsweste in 5 Wochen ein neuer Lebensabschnitt.
Unter den T-Shirt sieht man die Weste übrigens nicht, wenn man keinen Ausschnitt trägt.
Freunde fragten mich schon, wo meine Titten sind.
Ein schöneres Kompliment hätte mir niemand machen können.
Traurig, aber wahr :)

Liebe Grüße und ihr hört von mir

jillmirro

ted2014
TA Neuling
 
Beiträge: 17
Registriert: 23 Nov 2017 18:52

Re: Erfahrung mit meiner Gynäkomastie-OP

Beitragvon ted2014 » 26 Nov 2018 20:51

Hallo Leute

Ich hab am 13.12 meinen OP Termin. Operierten wird Dr Wingenbach im heiligen Geist Hospital in Frankfurt ( Schönheitschirurg mit Belegsarzt)

In jedem Krankenhaus wo ich war , wollte man mir die Drüse entnehmen und Fettabsaugen. Und jeder hätte es so gemacht .
Frankfurt will es auch so machen , allerdings möchte er explizit auf der Kostenübernahme stehen haben , dass die Absaugung auch übernommen wird.

Und genau da macht die Barmer mir ein Strich durch die Rechnung. Obwohl vorher per Mail alles zugesagt wurde ( inkl absaugung).

Macht eine OP ohne Fettabsaugung überhaupt Sinn ?

Hattet ihr vergleichbares ?

ted2014
TA Neuling
 
Beiträge: 17
Registriert: 23 Nov 2017 18:52

Re: Erfahrung mit meiner Gynäkomastie-OP

Beitragvon ted2014 » 26 Nov 2018 20:56

Achja , laut Versicherung muss alles neu geprüft werden . Da die Fettabsaugung ja ein ganz anderer Teil wäre

Was für ein Schwachsinn

ironviking
TA Neuling
 
Beiträge: 5
Registriert: 06 Dez 2018 20:02

Re: Erfahrung mit meiner Gynäkomastie-OP

Beitragvon ironviking » 06 Dez 2018 20:39

"Also, wenn ich Sie so im Schwimmbad sehen würde, würde ich einfach denken "Joar, der ist gut trainiert"" - Hausarzt, erster Arztbesuch wegen Gyno.
"Heben Sie Gewichte? Das ist ein pectoralis und keine Gynäkomastie! Hier sehen Sie *zeigt die Brust sonographisch*, da ist die Brustdrüse, aber das ist doch keine Gynäkomastie." - Urologe, zweiter Arztbesuch wegen Gyno - der hatte mal wirklich wenig Ahnung.
"Naaaa? Bisschen was reingepfeffert?" (Direkt beim Reinkommen nach ca 5 Sekunden) - Plast. Chrirurg, dritter Arztbesuch wegen Gyno.

Das ist mal ne kleine Zusammenstellung aus den Lieblingszitaten, die ich bisher von meinen Ärzten zu hören bekam. Zu mir: 20 Jahre alt, seit 2 Jahren Training, 83kg auf 1,76 bei noch akzeptablen Körperfett. Nie mit Hormonen o.Ä. gespielt. Habe ne pubertätsbedingte Gyno (Hypothyreose + damals Übergewicht), die sich, wie bei den meisten, leider nicht von selbst verabschieden wollte. Also hab ich endlich den Beschluss gefasst, was dagegen zu unternehmen und mich schlau gemacht. Dabei bin ich natürlich auf diesen Beitrag gestoßen, durch dessen 215 Seiten ich mich dann gequält habe. War sehr hilfreich, um ne Vorstellung davon zu bekommen, welche Arztbesuche man über sich ergehen lassen muss, in welcher Reihenfolge, wie es mit Kostenübernahme aussieht usw.
Bei mir war die Reihenfolge bisher: Hausarzt -> Überweisung Urologie -> Urologe: Einmal befummeln lassen, großes Blutbild machen (alles halbwegs ok, zumindest nichts, was total aus dem Rahnen fällt*1) + anhören, dass ich ja gar keine Gyno habe -> Überweisung plast. Chirurgie, weil ich drauf bestanden habe -> Plast. Chirurg: Bestätigt Gyno, stichelt blöd rum und meint ich hätte in die hormonelle Zauberkiste gegriffen, lässt sich dann nach vernünftiger Argumentation und Vorlage des Blutbilds überzeugen, und schlägt OP vor. Jetzt bin ich an dem Punkt, wo ich überlegen könnte, schon nen Antrag an die KK zu senden. Habe das Blutbild + die Bitte um Kostenübernahme vom plast. Chirurg. Was aber noch fehlt, und sicher sinnvoll wäre, wäre ne vernünftige radiologische Diagnose. Auf dem Schreiben vom Chirurg (ist nur nen Zweizeiler, nichts dolles) steht zwar "Diagnose: Gynäkomastie, Behandlung: Subkutane Masektomie bds.", aber das wird doch sicher nicht reichen oder? Muss ich jetzt wirklich nochmal zum Hausarzt latschen, um mir ne Überweisung in die Radiologie zu holen, oder meint Ihr, ich könnte es so schon mit dem Antrag probieren?
Der Chirurg nimmt bei Gyno nen Pauschalpreis von 3500€ - das ist saftig, wenn man bedenkt, dass bei mir nur Drüsengewebe entfernt würde (Liposuktion muss nicht sein, da ist nicht viel Fett und das würde ich vor der OP noch runterdiäten). Dafür sind Korrektur-Ops bei suboptimalem Ergebnis enthalten. Er hat mir auch Vorher/Nachher Bilder gezeigt, die gut aussahen und allgemein hat er auf dem Gebiet wohl schon etwas Erfahrung. Nur schlug er als Behandlungsmethode die Absaugung des Drüsengewebes vor. Ich meinte dann zu ihm, ich hätte es wenn lieber per Schnitt entfernt, doch er sagte, das gäbe unschöne Dellen usw. Hat hier schon jemand Erfolg mit der Absaugmethode gehabt? Erscheint mir komisch, schließlich ist das Drüsengewebe ganz schön zäh, das kann man sicher nicht einfach absaugen, vor allem wenn man bedenkt, dass Absaugen schon bei Fett ganz schön derbe ist ... Per Schnitt würde er aber auch operieren, wenn ich das unbedingt will, seine Hauptargumente dagegen waren 1. die Delle und 2. dass man bei diesem Eingriff quasi "blind" herausschneidet und immer was über bleiben kann.
Was meint ihr, noch nen weiteren plast. Chirurg besuchen? Da müsste ich dann wahrscheinlich Beratungsgebühr blechen und der Chirurg bei dem ich jetzt war ist für mich gut zu erreichen, hat sehr gute Bewertungen, Erfahrungen auf dem Gebiet, und nur seine Sticheleien und der Preis gefallen mir nicht so. Sollte die Kasse ablehnen, würde ich die Kosten selbst tragen, den Eingriff dann aber erst nächstes Jahr im Herbst machen lassen. Dafür müsste ich als Student nämlich noch nen Weilchen mindestlöhnen ....

Also nochmal kurz: Kostenübernahmeantrag ohne radiologischen Befund absenden und auf die Überzeugungskraft meiner Argumentationsfähigkeit setzen oder noch mehr Ärzte abklappern (hab jetzt schon keinen Bock mehr, nach meinen bisherigen Erfahrungen, von keinem einzigen halbwegs ernst genommen zu werden ...)?
Und: Erfahrungen mit "Absaugen des Drüsengewebes"?


*1 Ich fand das schon etwas merkwürdig, wie mir der Urologe, der sich auch offiziell Androloge schimpfen darf, sagt, alles sei super und direkt verschwindet und als mir die Helferinnen dann das Blutbild geben ich nen Prolaktinwert von 17,7 (normal ist je nach verwendeter Toleranzskala maximal 15-17) und nen Oestradiolwert von 45 (maximaler Normalwert beim Mann ist bei 52 oder so) sehe. Ist zwar jetzt nichts drastisches, aber dass er da kein Wort drüber verloren hat, wunderte mich schon. Ich hab mir extra diesen Urologen ausgesucht, weil er absolut geniale Bewertungen hatte, aber da sieht man mal wieder, dass sowas nicht unbedingt aussagekräftig sein muss ... Da zeigt er mir Brustdrüsengewebe, das so groß ist wie ne kleine Pflaume und meint jeder Mann habe das! :-) *welldone*
Zuletzt geändert von ironviking am 06 Dez 2018 21:58, insgesamt 1-mal geändert.

FCBforever1991
TA Neuling
 
Beiträge: 7
Registriert: 29 Jun 2015 17:53

Re: Erfahrung mit meiner Gynäkomastie-OP

Beitragvon FCBforever1991 » 06 Dez 2018 21:05

Hallo zusammen, liege bei Dr. Giesler in Braunschweig komplett schmerzfrei einen Tag nach der OP und kann ihn bisher sehr weiterempfehlen. Danke für die Empfehlung! @chrisbraunschweig
Meine einseitige Gynäkomastie hatte eine Ausprägung von 10x10x3 cm (Drüsengewebe). @ironviking Wenn man sich entsprechende YouTube Videos anschaut, kann man eigentlich nur zu dem Schluss kommen, dass ein Absaugen des Drüsengewebes auf Grund der hartnäckigen Verwachsungen und festeren Struktur je nach Drüsengrösse nicht funktionieren kann.
https://youtu.be/IjblNxogUIA
https://youtu.be/HjEte3pIT-k
Aber das ist nur meine Meinung und ich selbst hatte ja auch überdurchschnittlich großes Drüsengewebe.

Meine komplette OP Geschichte wird die Tage noch folgen. Das ist man diesem tollen Informationsthread einfach schuldig.

LG

ironviking
TA Neuling
 
Beiträge: 5
Registriert: 06 Dez 2018 20:02

Re: Erfahrung mit meiner Gynäkomastie-OP

Beitragvon ironviking » 06 Dez 2018 21:19

FCBforever1991 hat am 06 Dez 2018 21:05 geschrieben:Hallo zusammen, liege bei Dr. Giesler in Braunschweig komplett schmerzfrei einen Tag nach der OP und kann ihn bisher sehr weiterempfehlen. Danke für die Empfehlung! @chrisbraunschweig
Meine einseitige Gynäkomastie hatte eine Ausprägung von 10x10x3 cm (Drüsengewebe). @ironviking Wenn man sich entsprechende YouTube Videos anschaut, kann man eigentlich nur zu dem Schluss kommen, dass ein Absaugen des Drüsengewebes auf Grund der hartnäckigen Verwachsungen und festeren Struktur je nach Drüsengrösse nicht funktionieren kann.
https://youtu.be/IjblNxogUIA
https://youtu.be/HjEte3pIT-k
Aber das ist nur meine Meinung und ich selbst hatte ja auch überdurchschnittlich großes Drüsengewebe.

Meine komplette OP Geschichte wird die Tage noch folgen. Das ist man diesem tollen Informationsthread einfach schuldig.

LG

Besten Dank für deine Einschätzung bezüglich Absaugen des Gewebes, das sehe ich ähnlich ... Wünsche dir noch gute Genesung und bin gespannt auf die ganze Geschichte !

VorherigeNächste

Zurück zu Erfahrungsberichte

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste