Erfahrung mit meiner Gynäkomastie-OP

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krider
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Re: Erfahrung mit meiner Gynäkomastie-OP

Beitragvon krider » 08 Nov 2019 17:00

Hat jemand nochmal nachher Bilder nach einigen Monaten? Mich würde interessieren wie die Narben dann aussehen.

Madost
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Re: Erfahrung mit meiner Gynäkomastie-OP

Beitragvon Madost » 13 Nov 2019 09:31

Hallo zusammen,

ich möchte gern meine Erfahrung bzgl. Gynäkomastie mit euch teilen.

Seit meiner Pubertät hat sich bei mir langsam aber stetig die Brust entwickelt. Ich bin derzeit 24 Jahre alt und kämpfe also schon seit fast 10 Jahren damit.
Ich habe mich schon mal ein paar Jahre vorher mit dem Thema beschäftigt, da hieß es aber, dass es kaum eine Chance auf Kostenübernahme gibt und als Jugendlicher hat man selten Geld für so eine Operation, zu dem hatte ich noch die Hoffnung, dass die Gyno sich zurück entwickelt.

Die Hoffnung ist in den letzten Jahren gestorben, somit habe ich mich wieder mit dem Thema befasst, da ich die OP hätte jetzt auch gut selbst zahlen können.
Ich wollte trotzdem versuchen eine Kostenübernahme genehmigt zu bekommen. Also bin ich erstmal zum Hausarzt gegangen für eine Überweisung an einen Urologen. Die Urologin hat dann ein Hormontest gemacht und sich Hoden und Brust per Ultraschall angesehen. Ergebnis: Hormonwerte im Normbereich, stark vergrößertes Drüsengewebe und Fettansammlung. Ich habe mir dann schon mal einen Chirurgen rausgesucht, der sich nochmal alles angesehen hat, aber eine Kostenübernahme ausgeschlossen hat. Trotzdem habe ich einen Brief mit allen Befunden und meinen Beschwerden sowie Fotos der Brust verfasst und meiner KK (Knappschaft) zugeschickt. Nach ein paar Wochen hatte ich eine Antwort und eine Einladung zum MDK, da dachte ich, das ist schon mal mehr als eine sofortige Ablehnung.

Also bin ich voller Hoffnung zum MDK hin. Dieser hat nochmal ein Ultraschall gemacht und eine kurze Befragung durchgeführt zu Alkoholmissbrauch und Steroiden um herauszufinden, ob die Gyno in irgendeiner Art selbstverschuldet sein könnte. Da das bei mir nicht der Fall war, hat mir der MDK sofort mitgeteilt, dass er es befürwortet, dass die OP übernommen wird.

Weitere zwei Wochen habe ich gewartet und dann kam die Zusage auf Kostenübernahme. Mit der bin ich dann nochmal zum Chirurgen gegangen und es wurde alles Dingfest gemacht. Freitag hole ich die Einweisung ins Krankenhaus beim Hausarzt ab. Am Montag habe ich das Vorgespräch und am 26.11 werde ich dann operiert. Ein bisschen Bange ist mir bei der OP schon, da es meine allererste ist und ich Sorge wegen der Narkose habe. Trotzdem werde ich es durchziehen, da ich einfach das Leiden satt habe und mich endlich wohl fühlen möchte.

Zum OP-Verlauf kann ich gern nach der OP nochmal was sagen. Aber dazu gibt es ja auch schon genug Beiträge, könnte jedoch wegen meiner sehr starken Gyno nochmal interessant sein. Der Plan ist auf jeden Fall, dass trotz Ausmaß die OP via Halbmondschnitt gemacht wird und nicht wie bei einer klassischen Brust OP eine große Narbe unterhalb der Brust.

Die Beschwerden die ich im Brief genannt habe sind:

- sozialer Rückzug
- Schmerzen bei Druck auf die Brust
- Jucken der Nippel
- Schweißausbrüche bei Kommunikation mit anderen
- geminderte sexuelle Aktivität

Nach der OP kann ich auch gern noch vorher/nachher Fotos liefern.

Beste Grüße

Madost

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Re: Erfahrung mit meiner Gynäkomastie-OP

Beitragvon _Karsten » 13 Nov 2019 12:09

Hi Madost,

viel Glück für die OP.

Bei mir lief es ganz ähnlich. Jedoch hat der MDK bei mir eine operative Behandlung abgelehnt und mir nahegelegt einen "Sport BH" zu tragen und verschiedene Salben zu benutzen. Haben dann mal bei Krankenkasse gefragt wie die sich das vorstellen und die KK hat dann der Kostenübernahme für die OP doch zugestimmt.

Lustigerweise werde ich ebenfalls am am 26.11. operiert.

Beste Grüße
Karsten

KevRock
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Re: Erfahrung mit meiner Gynäkomastie-OP

Beitragvon KevRock » 13 Nov 2019 20:02

@KArsten und @MAdost wo last Ihr euch operieren?

Zur engeren Auswahl der Chirurgen habe ich nun

Florence Nightingale Krankenhaus, Düsseldorf
Dr. Wingenbach, Frankfurt
Agaplesion Markus Krankenhaus, Frankfurt
Ethianum, Heidelberg
Marienhospital, Oelde
Der PC aus dem Ethianum möchte zuerst das Fett und Drüsengewebe absaugen und dann abwarten ob sich die Haut von alleine zurückzieht. Wenn ja, müsste man keine weitere OP vornehmen um meine Unterbrustfalte zu entfernen. Sollte die Haut sich nicht zurückziehen, muss ich nochmal operiert werden.
Ich bin mir nicht sicher ob meinen KK, die DAK da mitspielt, da ja die Hautstraffung nicht medizinisch indiziert ist.
Was denkt ihr?


Ich hatte am 25.09.2019 meine Bauchdeckenstraffung im Florence Nightingale KKH in Düsseldorf. Hier sind Bilder am Morgen vor der OP und dann eins von heute.
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Re: Erfahrung mit meiner Gynäkomastie-OP

Beitragvon _Karsten » 18 Nov 2019 16:56

Anrufen oder Termin machen und mit medizinischen befunden konkret das Vorgehen besprechen.

Ich lasse es in der Chirurgie im hier ansässigen Krankenhaus machen. Der Arzt hat gute Referenzen. Da die KK bezahlt habe ich mich für diesen Weg entschieden.

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Re: Erfahrung mit meiner Gynäkomastie-OP

Beitragvon KevRock » 18 Nov 2019 18:06

Wie weisst das krankenhaus?

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Re: Erfahrung mit meiner Gynäkomastie-OP

Beitragvon Madost » 27 Nov 2019 22:08

Ich wurde gestern im Johannes Hospital in Dortmund vom Chef der plastischen Chirurgie operiert. Liege derzeit noch im Krankenhaus, morgen geht es hoffentlich nachhause. Die linke Drainage ist noch drin weil dort noch Flüssigkeit abläuft. Op ist an sich gut verlaufen, jetzt heißt es abwarten, ob die Haut sich strafft. Das Ergebis ist für mich aber jetzt schon mehr als zufriedenstellend. So eine flache Brust, ich bin überglücklich!

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Re: Erfahrung mit meiner Gynäkomastie-OP

Beitragvon _Karsten » 02 Dez 2019 10:29

Bin auch seit Freitag wieder raus. Hatte beidseitig Drainagen liegen für 48h, aber waren jeweils <15ml über den gesamten Zeitraum.
Bewegungsumfang wird täglich besser, Schmerzen hatte ich gar keine.

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