Euer Werdegang

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Jag.uar
 

Re: Euer Werdegang

Beitragvon Jag.uar » 30 Okt 2015 23:40

Generell würde mich es ja mal interessieren:
Ist es wirklich was "wert", dass man sein Studium innerhalb der Regelstudienzeit durchgezogen hat oder ists völlig egal, ob man 4 Semester länger für den Bachelor gebraucht hat?

Auch interessant wäre, wie mit relativ jungen Bewerbern umgegangen wird?
Wer heute mit 18 Abi macht und danach nen Bachelor, ist ja grade mal 22 bei Berufseinstieg - wird da eher der ältere Bewerber genommen? Wenn ja, warum? Wenn nein, warum? ;)


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Re: Euer Werdegang

Beitragvon klamm » 30 Okt 2015 23:58

Jag.uar hat geschrieben:Generell würde mich es ja mal interessieren:
Ist es wirklich was "wert", dass man sein Studium innerhalb der Regelstudienzeit durchgezogen hat oder ists völlig egal, ob man 4 Semester länger für den Bachelor gebraucht hat?

... lies doch, was ich geschrieben habe ;)
den meisten ist das ziemlich egal. Klar, bei 10 Semestern für den Bachelor solltest du schon ne gewisse Erklärung haben, aber 1-2 Semester mehr jucken keinen. Solltest halt eine kecke Antwort parat haben, wenn du drauf angesprochen wirst :)
Log: Fit werden als Unternehmensberater - https://www.team-andro.com/phpBB3/fit-w ... l#p9901268

Just remember: Somewhere, a little Chinese girl is warming up with your max!

abergau hat geschrieben:
Sherwo hat geschrieben:Kfz ca 14%

Na ja - lieber 14 % Kfz als gar kein Auto, hm ...!?

abergau hat geschrieben:
Chris011991 hat geschrieben:mein kfz weis ich nicht .

Ist auch nicht relevant; kein Mensch interessiert sich dafür, was für ein Auto du fährst.

Jag.uar
 

Re: Euer Werdegang

Beitragvon Jag.uar » 31 Okt 2015 00:03

klamm hat geschrieben:
Jag.uar hat geschrieben:Generell würde mich es ja mal interessieren:
Ist es wirklich was "wert", dass man sein Studium innerhalb der Regelstudienzeit durchgezogen hat oder ists völlig egal, ob man 4 Semester länger für den Bachelor gebraucht hat?

... lies doch, was ich geschrieben habe ;)
den meisten ist das ziemlich egal. Klar, bei 10 Semestern für den Bachelor solltest du schon ne gewisse Erklärung haben, aber 1-2 Semester mehr jucken keinen. Solltest halt eine kecke Antwort parat haben, wenn du drauf angesprochen wirst :)


Ja, ich meinte abgesehen von Dir, was die anderen davon denken. Grade bei Leuten die Personalverantwortung haben bzw. Leute einstellen. ;)
Ich habs auch schon öfter gehört, dass es wohl völlig egal ist, ob man ein paar B-Semester eingelegt hat. Das geht nur nicht mit meiner Denke konform, deshalb würde mich mal interessieren, wie das andere so sehen.

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Ich bin: working on it

Re: Euer Werdegang

Beitragvon klamm » 31 Okt 2015 00:06

Karate4Life hat geschrieben:
klamm hat geschrieben:Edit: @K4L: nö, ist auch kein Kriterium. Aber das sind das Speisen der Bedürftigen, das ehrenamtliche Nachhilfeerteilen für Flüchtlingskinder und zwei Olympiateilnahmen während des Studiums auch nicht - Vorteile bringen diese trotzdem *jaja*


Das ist nett, dass Du mir meinen Job erklären möchtest.

...? :-)

Bitte nicht falsch verstehen ;)
Kann deine Aussage, dass eine AS kein Kriterium ist, voll nachvollziehen. Trotzdem - wie Lord Gold geschrieben hat - verbindet man eben mit einem AS gewisse Dinge (Engagement, Komfortzone, ...), die man durchaus an zukünftigen Arbeitnehmern schätzt. Wenn sich jmd bei dir bewirbt, der neben dem Studium noch erfolgreich Hochleistungssport betrieben hat, findest du das ja auch positiv - ohne, dass es ein Kriterium bei der Wahl wäre, ob der Bewerber Sportler ist.

Man könnte ja auch mal anders fragen: Warum kein AS? Studium verlängert sich? Kein Ding. Kein Interesse am Ausland? Mag okay sein - aber was, wenn der Job das beinhaltet? Zudem: warum kein Interesse? Neugierde ist oft eine wichtige Eigenschaft. Keine Lust das zu organisieren? Keine Lust zu Hause auszuziehen? Keine guten Gründe...

Bin auch der letzte, der jedem ums Verrecken ein AS aufschwatzen wollte, aber hier kommt es mMn schlechter weg, als es ist.


Edit: @Jaguar: ist ja nicht meine Meinung, sondern die vieler (fast aller, die ich kenne - und das sind einige) Personaler von allen möglichen Unternehmen aus Finanzdienstleistung und Industrie...
Log: Fit werden als Unternehmensberater - https://www.team-andro.com/phpBB3/fit-w ... l#p9901268

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abergau hat geschrieben:
Sherwo hat geschrieben:Kfz ca 14%

Na ja - lieber 14 % Kfz als gar kein Auto, hm ...!?

abergau hat geschrieben:
Chris011991 hat geschrieben:mein kfz weis ich nicht .

Ist auch nicht relevant; kein Mensch interessiert sich dafür, was für ein Auto du fährst.

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Re: Euer Werdegang

Beitragvon LordGold » 31 Okt 2015 00:29

Karate4Life hat geschrieben:Ein Auslandssemester macht aus einem schlechten Ingenieur keinen guten Ingenieur. Leute, die für so etwas Zeit haben, sind entweder sehr engagiert (selten) oder schlicht im Studium nicht fokussiert (deutlich häufiger). Diese Meinung mag nicht jedem schmecken, hat sich aber nach 15+ Jahren Arbeit mit Studenten und 300+ Bewerbungsgesprächen manifestiert.


Absolut richtig das es nicht über fachliche Mängel wegtäuschen kann. Was heisst "Zeit für sowas haben"? Wir sprechen in den meisten Fällen von einem Aufenthalt der 5 Monate dauert und dementsprechend dein Studium nicht wesentlich verlängert. Dazu kommt das du vielerorts im vornerein die Anrechnung von Modulen im Ausland regeln kannst. Wenn du willst kannst du dort auch Vorlesungen besuchen, Projektarbeiten machen oder Klausuren schreiben. Einige Unis schreiben das sogar verpflichtend vor. Der Zeitverlust ist also eher zu vernachlässigen.
Es kann natürlich sein das besonders Bummelstudenten nochmal 1 Jahr im Ausland genießen, aber die wären sowieso nicht in Regelstudienzeit fertig...

@Jaguar

In Umfragen geben Arbeitgeber die Studiendauer meistens als unwichtigeres Kriterium an. 1 oder 2 Semester länger als die Regelstudienzeit sind selten ein Problem und schon gar kein Problem wenn diese Zeit sinnvoll genutzt wurde (Auslandsaufenthalte oder Praktika z.B)

M.I.T.
 

Re: Euer Werdegang

Beitragvon M.I.T. » 01 Nov 2015 13:15

Jag.uar hat geschrieben:Auch interessant wäre, wie mit relativ jungen Bewerbern umgegangen wird?
Wer heute mit 18 Abi macht und danach nen Bachelor, ist ja grade mal 22 bei Berufseinstieg - wird da eher der ältere Bewerber genommen? Wenn ja, warum? Wenn nein, warum? ;)


Die Frage hat sich für uns nach den ersten Testläufen mit Bachelorstudenten sehr schnell beantwortet - wir laden keine Bachelor-Absolventen mehr zum Bewerbungsgespräch ein. Der Bachelor ist ein besseres Vordiplom, die Leute sind zu jung und zu unreif. Der Bachelor ist in unserem Arbeitsgebiet nicht berufsqualifizierend.

klamm hat geschrieben:
Karate4Life hat geschrieben:
klamm hat geschrieben:Edit: @K4L: nö, ist auch kein Kriterium. Aber das sind das Speisen der Bedürftigen, das ehrenamtliche Nachhilfeerteilen für Flüchtlingskinder und zwei Olympiateilnahmen während des Studiums auch nicht - Vorteile bringen diese trotzdem *jaja*


Das ist nett, dass Du mir meinen Job erklären möchtest.

...? :-)

Bitte nicht falsch verstehen ;)
Kann deine Aussage, dass eine AS kein Kriterium ist, voll nachvollziehen. Trotzdem - wie Lord Gold geschrieben hat - verbindet man eben mit einem AS gewisse Dinge (Engagement, Komfortzone, ...), die man durchaus an zukünftigen Arbeitnehmern schätzt. Wenn sich jmd bei dir bewirbt, der neben dem Studium noch erfolgreich Hochleistungssport betrieben hat, findest du das ja auch positiv - ohne, dass es ein Kriterium bei der Wahl wäre, ob der Bewerber Sportler ist.

Man könnte ja auch mal anders fragen: Warum kein AS? Studium verlängert sich? Kein Ding. Kein Interesse am Ausland? Mag okay sein - aber was, wenn der Job das beinhaltet? Zudem: warum kein Interesse? Neugierde ist oft eine wichtige Eigenschaft. Keine Lust das zu organisieren? Keine Lust zu Hause auszuziehen? Keine guten Gründe...

Bin auch der letzte, der jedem ums Verrecken ein AS aufschwatzen wollte, aber hier kommt es mMn schlechter weg, als es ist.


Edit: @Jaguar: ist ja nicht meine Meinung, sondern die vieler (fast aller, die ich kenne - und das sind einige) Personaler von allen möglichen Unternehmen aus Finanzdienstleistung und Industrie...


Gut, mit dem Post kann ich mehr anfangen. Nur kurz: Ich halte ein Auslandssemester für eine großartige Sache zur Bildung der Persönlichkeit, halte es aber für überhaupt kein Kriterium bei der Auswahl meiner Mitarbeiter. Ganz im Gegenteil schreckt es mich inzwischen ein wenig ab: Die Bewerber, die einen solchen Auslandsaufenthalt hinter sich gebracht hatten, hoben sich nicht im Geringsten durch irgendetwas gegenüber ihren Mitbewerbern ab, und wenn doch, dann in einer Sache: Das Studium nicht hinreichend ernst genommen zu haben und sich die Sache durch einen Auslandsaufenthalt ein wenig versüßt zu haben. Diese Meinung mag auch nicht jedem schmecken, aber nunja, das ist eben meine Beobachtung über Jahre.

klamm hat geschrieben:...Solltest halt eine kecke Antwort parat haben, wenn du drauf angesprochen wirst :)


Mit kecken Antworten befördert man sich so manches Mal schneller ins Aus, als einem lieb sein kann. Im Gegenteil sollte man einen guten Grund für signifikantes Überschreiten der Regelstudienzeit haben. Bei 1-2 Semestern frage ich auch nicht nach dem "Warum?", aber wenn es länger als das gedauert hat, dann reicht mir keine kecke Antwort, sondern dann will ich handfeste Gründe hören.

Jag.uar
 

Re: Euer Werdegang

Beitragvon Jag.uar » 01 Nov 2015 13:32

Danke Dir für die Antwort @Karate4Life

Was wären denn bspw. "handfeste Gründe" für eine längere Studiendauer?

M.I.T.
 

Re: Euer Werdegang

Beitragvon M.I.T. » 01 Nov 2015 14:24

Jag.uar hat geschrieben:Danke Dir für die Antwort @Karate4Life

Was wären denn bspw. "handfeste Gründe" für eine längere Studiendauer?


Hm. Ich liste hier mal völlig selektiv Dinge auf, die mir im Laufe der Zeit begegnet sind:

- Weder reiche Eltern noch BAFöG, daher Notwendigkeit des eigenen Verdienstes, um über die Runden zu kommen. Beeindruckt mich deutlich mehr als ein Auslandsaufenthalt.
- Nachwuchs. Leute, die mit Kindern ein Studium durchziehen und dabei Leistung bringen, sind schlicht und einfach anzuerkennen und hoch einzustufen, und zwar was Leistung, Reife und zwischenmenschliche Kompetenz angeht.
- Krankheit. Scheiße passiert, und darüber wird dann auch nicht weiter diskutiert.
- Studierende, die aus dem Ausland kommen und sich hier durch die deutsche Sprache sowie das deutsche Studiensystem kämpfen. Beeindruckt mich ebenfalls sehr. Ich ziehe den Hut z.B. vor einem Pakistani, der mal eben auf die andere Seite der Welt zieht, um hier ein Ingenieurstudium aufzunehmen und dann mal eben nebenbei verhandlungssicheres Deutsch lernt. Da ist es fast folgerichtig, dass solche Leute nicht innerhalb der Regelstudienzeit aus der Uni rauskommen. Dennoch sind sie meist schneller als der durchschnittliche deutsche Student. Warum wohl?
- Sonstige Gründe, die sich aus dem ergeben, das man "Leben" nennt und die man sich nicht aussucht, z.B. Pflege kranker Angehöriger oder eine Scheidung (!), habe ich auch schon alles gehört. Das sind Dinge, die man nicht hinterfragt, die sind eben passiert, und dann dauert das Studium eben länger.

Du merkst, worauf das hinausläuft. Ich bin daran interessiert, mit erwachsenen Menschen zu arbeiten, die sich ein Ziel gesetzt und es dann auch erreicht haben, potentiell auch angesichts widriger Umstände. Das sind Kollegen, auf die ich mich dann später auch verlassen kann.

Noch etwas, was vermutlich den meisten Lesern nicht schmecken wird. Ich bin völlig dagegen, die Studienzeit als die Zeit des lockeren Lebens zu verklären. Letztlich ist es eine Ausbildung, genauso wie eine Schreinerausbildung, und mit solchen Leuten muss man sich hinsichtlich Arbeitsethos und Leistung schlicht mal vergleichen. Du hast zuviel gefeiert und gehst wegen Kater nicht zur Vorlesung? Geschenkt. Du gehst als Lehrling nicht zur Arbeit, weil Du gesoffen hast? Du fliegst, und zwar schnell. Viele Studierende täten gut daran, stetig ihre Motivation und ihre Gründe für ein Hochschulstudium zu hinterfragen. Jemand, der in Regelstudienzeit mit guten Noten durchs Studium kommt ist kein widerlicher lebensfremder Streber, sondern hat potentiell erst einmal Ehrgeiz und die Fähigkeit sich zu fokussieren. Zudem warten Millionen von indischen und chinesischen Kollegen darauf, uns den Rang abzulaufen. Es wird m.E. in 1-2 Generationen soweit sein, dass die uns das Fürchten lehren. Die sind nicht schlechter als wir hier in Europa, arbeiten aber für einen Bruchteil dessen, was wir in Deutschland verdienen. Und die verlängern ihr Studium nicht, weil sie anderes zu tun haben.

Jag.uar
 

Re: Euer Werdegang

Beitragvon Jag.uar » 01 Nov 2015 15:09

Alles klar, wie immer danke für die Erläuterung. Wenn ich mal in HH bin, melde ich mich, mit Dir möcht ich mal ein Bier trinken gehn. :-)

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Re: Euer Werdegang

Beitragvon cdskk » 01 Nov 2015 15:32

Ich gebe da auch noch kurz meine Erfahrung weiter bzgl. Bachelor/Master, Auslandssemester, Regelstudienzeit.
Weil ich die Meinung die hier vorher vertreten wurde so nicht teile.

Bachelor und Master ist heute eher nebensächlich, vorausgesetzt man hat genügend Praxiserfahrung gesammelt und die akademische Leistung stimmt (dh. man kann gut Wissen aufnehmen).
Wer im Bachelor in einem Unternehmenspraktikum überzeugt und analytisch und lösungsorientiert arbeitet, der braucht auch keinen Master mehr. Wofür? Akademische Spezialisierung? Besser wäre praktische Spezialisierung. Wer den Bachelor mit guten Noten abgeschlossen hat, dem traut jeder zu, dass er sich on-the-job weiter bilden kann in den Projekten. Praktikanten, mit denen man gute Erfahrung gemacht hat möchte man idR schnellstmöglichst an das eigene Unternehmen binden. Für viele Unternehmen ist die Kombination aus Ausbildung + Bachelor sogar interessanter als nur ein Master mit kaum (oder ganz schlimm keiner) Praxis. In dem Sinne sage ich auch immer, wer nach dem Bachelor auf einer angemessen Position einsteigen kann sollte das auch tun. Bachelor + 2 Jahre anständiger BE schafft mehr Möglichkeiten am Arbeitsmarkt als ein Master ohne BE.

Auslandsaufenthalt kommt eben auch sehr darauf an wo und in welchem Umfang. Wer mit Erasmus nach Polen, Ungarn oder Holland fährt nimmt für seine persönliche Qualifzierung weniger mit als jmd, der sein Auslandsstudium selbstständig und idealerweise in einem englischsprachigen Land oder einem interessanten Markt wie einem BRIC-Staat organisiert (wo man ggf. Geschäftsbeziehung hin unterhält). In Unternehmen mit einer internationalen Ausrichtung wird da natürlich mehr Wert darauf gelegt als bei einem kleinen Zulieferer, der nur für VW produziert und Englisch im Unternehmensalltag keine Bedeutung spielt, sollte klar sein.

Für ein Überschreiten der Regelstudienzeit braucht man Gründe. Praktika sind immer ein Grund, selbst wenn es 3-4 waren und dafür das Studium 2 Jahre länger dauert.. Wer neben dem Studium arbeiten muss und das gut belegen kann, der kann auch länger studieren. Und selbst wenn deine längere Studienzeit aus Party usw. besteht, wenn man im Praktikum überzeugt und da 100% Engagement zeigt wird das nicht stark ins Gewicht fallen. Die Unternehmen interessiert was man bei ihnen zeigt und wenn das passt ist alles im Studium sekundär. Am Ende interessiert, ob du im Job bestehen kannst.

M.I.T.
 

Re: Euer Werdegang

Beitragvon M.I.T. » 01 Nov 2015 18:13

Let's agree to disagree. Vermutlich sind Deine Argumente in Deinem Bereich absolut gültig, in meinem hingegen überhaupt nicht. Wär ja auch zu einfach. :)

Jag.uar hat geschrieben:Alles klar, wie immer danke für die Erläuterung. Wenn ich mal in HH bin, melde ich mich, mit Dir möcht ich mal ein Bier trinken gehn. :-)


Ich bin so diszipliniert, ich trinke kein Bier! :D Aber jederzeit gerne!

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Re: Euer Werdegang

Beitragvon michelangelosdavid » 01 Nov 2015 19:10

Karate4Life hat geschrieben:
Jag.uar hat geschrieben:Auch interessant wäre, wie mit relativ jungen Bewerbern umgegangen wird?
Wer heute mit 18 Abi macht und danach nen Bachelor, ist ja grade mal 22 bei Berufseinstieg - wird da eher der ältere Bewerber genommen? Wenn ja, warum? Wenn nein, warum? ;)


Die Frage hat sich für uns nach den ersten Testläufen mit Bachelorstudenten sehr schnell beantwortet - wir laden keine Bachelor-Absolventen mehr zum Bewerbungsgespräch ein. Der Bachelor ist ein besseres Vordiplom, die Leute sind zu jung und zu unreif.Der Bachelor ist in unserem Arbeitsgebiet nicht berufsqualifizierend.


Was hältst du denn dann eigentlich von so Kombinationen wie Wirtschaftsingenieurwesen? Selbst nach einem Master hat man da im jeweiligen Fachgebiet ja nicht mehr Fachwissen als die jeweiligen Absolventen eines Ingenieur/BWL-Bachelors?

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Re: Euer Werdegang

Beitragvon cdskk » 01 Nov 2015 19:29

Karate4Life hat geschrieben:Let's agree to disagree. Vermutlich sind Deine Argumente in Deinem Bereich absolut gültig, in meinem hingegen überhaupt nicht. Wär ja auch zu einfach. :)


Sorry, wenn ich das hier irgendwo überlesen habe, aber von welchem "Bereich" oder Arbeitsgebiet sprichst du eigentlich?

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Re: Euer Werdegang

Beitragvon klamm » 02 Nov 2015 12:56

Karate4Life hat geschrieben:Diplom als Bauingenieur, Promotion und Habilitation über Themen der Luft- und Raumfahrt. Derzeit technischer Leiter für Forschung & Entwicklung. Nebenbei Lehrbeauftragter an 2 Hamburger Universitäten. Habe nie etwas bereut und meinen Werdegang von Tag 1 an todernst genommen.
Log: Fit werden als Unternehmensberater - https://www.team-andro.com/phpBB3/fit-w ... l#p9901268

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abergau hat geschrieben:
Sherwo hat geschrieben:Kfz ca 14%

Na ja - lieber 14 % Kfz als gar kein Auto, hm ...!?

abergau hat geschrieben:
Chris011991 hat geschrieben:mein kfz weis ich nicht .

Ist auch nicht relevant; kein Mensch interessiert sich dafür, was für ein Auto du fährst.

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Re: Euer Werdegang

Beitragvon Teilzeitgott » 02 Nov 2015 13:47

mal in.

bisher nur Abi, dann Studium abgeschlossen (Gymnasium-Lehrer), länger gedauert als gedacht (mit für mich klarer Begründung privater Natur).

Neben dem Studium (schon eher am Ende) in der Sozialarbeit mit Jugendlichen gearbeitet und viel schöne Momente mit Kids erlebt (und u.a. mein Hobby mit eingebracht - Fitnessraum mit aggressiven Jugendlichen eingerichtet, ihnen das Training und die Technik näher gebracht und nun verwalten sie den Raum in Betreuung von Sozialarbeitern selbst und bekommen als "Trainer" dafür gezahlt andere Jugendliche zu coachen).

In der gesellschaftlichen Definition von "Erfolg" betrachtet keine großen Erfolge bisher - die Erlebnisse mit den Kids die nix und niemanden hatten und ihnen positive Veränderungen in ihr Leben zu bringen sind für mich allerdings nicht mit persönlichem Erfolg aufzurechnen und unbezahlbar.

Werde noch 2-3 Jahre in dem Bereich tätig sein und nebenher noch etwas studieren, was genau muss ich mir noch überlegen - zu viele Interessen auf zu vielen Gebieten. Aber wird wohl was pädagogisches sein. Meine Definition von Erfolg ist eigentlich recht unabhängig von dem, was gesellschaftlich als Erfolg betrachtet wird.

Ich will in einem Beruf arbeiten, der für mich Sinn ergibt und mich immer wieder aufs Neue herausfordert.
Zuletzt geändert von Teilzeitgott am 02 Nov 2015 13:50, insgesamt 1-mal geändert.

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