Glykogen, Fruktose und die Leber: Kohlenhydrate für alle

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H_D
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Re: Glykogen, Fruktose und die Leber: Kohlenhydrate für alle

Beitragvon H_D » 28 Aug 2015 12:40

Hast du auch "Biochemie der Ernährung" gelesen :-)
Was ich da gefunden habe:
Kurz nach einer
kohlenhydratreichen Mahlzeit ist die maximale Speicherkapazität erreicht, bereits nach
einer Nahrungskarenz von 12 bis 18 Stunden ist die Leber fast glykogenfrei.


Im Hinblick auf die Stabilisierung des BZS macht Obst zum Frühstück also schon allein daher Sinn
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Frank
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Re: Glykogen, Fruktose und die Leber: Kohlenhydrate für alle

Beitragvon Frank » 28 Aug 2015 12:55

H_D hat geschrieben:Hast du auch "Biochemie der Ernährung" gelesen :-)

nein, das ist natürlich nur fürs aufblähen der quellen mit aufgeführt :o

H_D hat geschrieben:Was ich da gefunden habe:
Kurz nach einer
kohlenhydratreichen Mahlzeit ist die maximale Speicherkapazität erreicht, bereits nach
einer Nahrungskarenz von 12 bis 18 Stunden ist die Leber fast glykogenfrei.

die angaben zur speicherkapazität schwanken von 80 bis 150 gramm in der literatur (80 hab ich bewußt im artikel außen vor gelassen), so dass ich solche zeitspannen für zahlenspielereien halte. die regelangabe in der literatur ist 1 tag. das ist pi*daumen denke ich eine gute pauschale antwort, da 80 gramm und straßenbauer 8 h arbeit was anderes ist als 150 gramm und bettlägrig vor dem tv liegen, weil man zwei gebrochene beine hat :)

H_D hat geschrieben:Im Hinblick auf die Stabilisierung des BZS macht Obst zum Frühstück also schon allein daher Sinn

hilf mir: BZS?

niemand hat was gegen obst, frühstück oder essen gesagt. man stirbt auch nicht ohne. naja, nicht so schnell und ohne das dritte vermutlich eher als ohne das zweite... das erste dann irgendwo dazwischen :-)

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Soul
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Re: Glykogen, Fruktose und die Leber: Kohlenhydrate für alle

Beitragvon Soul » 28 Aug 2015 15:13

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Frank
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Re: Glykogen, Fruktose und die Leber: Kohlenhydrate für alle

Beitragvon Frank » 28 Aug 2015 15:17

Der Blutzucker beträgt insgesamt knapp 5 gramm. Wenn der Körper die nicht halten kann, wird man die hypoglykämie schon spüren 😄

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H_D
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Re: Glykogen, Fruktose und die Leber: Kohlenhydrate für alle

Beitragvon H_D » 28 Aug 2015 15:26

Die Angabe in den quellen hab ich gar nicht gelesen. Hat mich aber schon sehr an das Buch erinnert, weil ich das die Tage auch gelesen habe und das mit der Gluconeogenese auch im thread von Taimes gepostet hatte.

Kannst du was Näheres zu dem Buch sagen: Wührer, Klaus (2015): Prophylaxe und Therapie durch Artgerechte Ernährung
Hört sich fast nach Eikelmeier an..

Hier übrigens noch was Allgemeines zur Leber:
http://edubily.de/2015/08/fettleber-heilen/
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Re: Glykogen, Fruktose und die Leber: Kohlenhydrate für alle

Beitragvon Frank » 28 Aug 2015 17:28

er stellt n paar biochemische vorgänge ganz praktisch und anschaulich dar. man muss das buch halt unter der prämisse lesen, dass er damit schon sein konzept begründen will und die entsprechende argumentation so aufbaut. find das insgesamt sehr lesenwert, hatte ich ja schon mal zusammen mit "der feind in meinem topf?" als gegenpol in meinem newsletter angepriesen

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Re: Glykogen, Fruktose und die Leber: Kohlenhydrate für alle

Beitragvon H_D » 28 Aug 2015 19:50

Danke dir! Kann ja nicht schaden mal reinzulesen
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Re: Glykogen, Fruktose und die Leber: Kohlenhydrate für alle

Beitragvon sebsto » 30 Aug 2015 17:18

Danke für alle Artikel! Trotz gehasster Chemie im Studium liest sich das hier Dank Interesse und Wissensdurst sehr gut!

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Re: Glykogen, Fruktose und die Leber: Kohlenhydrate für alle

Beitragvon Noooob » 31 Aug 2015 12:45

Also 200gr carbs ist ja easy.

Das läuft wirklich unter low carb.

Allein mit Gemüse und einem Stück Obst komm ich auf 100gr carbs.

Da bleibt nicht mehr viel für reis und Nudeln über...

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Re: Glykogen, Fruktose und die Leber: Kohlenhydrate für alle

Beitragvon Madi » 17 Apr 2016 15:46

Ich hol den Thread mal wieder hoch :)
Kann mir jemand sagen, wie genau die Leber aus Fructose Glykogen macht? Bzw. warum der Muskel dazu nciht in der Lage ist?
Generell wird ja Fructose sowohl im Muskel als auch in der Leber bis z.B Glycerinaldehyd-3-Phophat verstoffwechselt und kann dann ganz normal in die Gluconeogenese geschafft werden, bis Glucose-6-Phosphat umgewandelt werden und dann in die Glycogensynthese eingeschleust werden, oder?
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Re: Glykogen, Fruktose und die Leber: Kohlenhydrate für alle

Beitragvon Soul » 17 Apr 2016 16:01

Madi hat am 17 Apr 2016 15:46 geschrieben:Ich hol den Thread mal wieder hoch :)
Kann mir jemand sagen, wie genau die Leber aus Fructose Glykogen macht? Bzw. warum der Muskel dazu nciht in der Lage ist?
Generell wird ja Fructose sowohl im Muskel als auch in der Leber bis z.B Glycerinaldehyd-3-Phophat verstoffwechselt und kann dann ganz normal in die Gluconeogenese geschafft werden, bis Glucose-6-Phosphat umgewandelt werden und dann in die Glycogensynthese eingeschleust werden, oder?

stimmt soweit. die leber kann fructose in fructose-1-phosphat umwandeln (über eine spez. fructo-kinase, hat der muskel nicht), daraus wird dihydroxyacetonphosphat + entweder glycerinaldehyd oder (über umweg von fructose-1,6-biphosphat) glycerinaldehyd-3-phoshpat gebildet, beides substrate der glykolyse. ab da gehts normal weiter zur glukose wie bei der gluconeogenese.
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Re: Glykogen, Fruktose und die Leber: Kohlenhydrate für alle

Beitragvon Madi » 17 Apr 2016 16:39

Soul hat am 17 Apr 2016 16:01 geschrieben:
Madi hat am 17 Apr 2016 15:46 geschrieben:Ich hol den Thread mal wieder hoch :)
Kann mir jemand sagen, wie genau die Leber aus Fructose Glykogen macht? Bzw. warum der Muskel dazu nciht in der Lage ist?
Generell wird ja Fructose sowohl im Muskel als auch in der Leber bis z.B Glycerinaldehyd-3-Phophat verstoffwechselt und kann dann ganz normal in die Gluconeogenese geschafft werden, bis Glucose-6-Phosphat umgewandelt werden und dann in die Glycogensynthese eingeschleust werden, oder?

stimmt soweit. die leber kann fructose in fructose-1-phosphat umwandeln (über eine spez. fructo-kinase, hat der muskel nicht), daraus wird dihydroxyacetonphosphat + entweder glycerinaldehyd oder (über umweg von fructose-1,6-biphosphat) glycerinaldehyd-3-phoshpat gebildet, beides substrate der glykolyse. ab da gehts normal weiter zur glukose wie bei der gluconeogenese.


Okay verstehe!
Aber Muskelzellen können Fructose doch ebenfalls bis zu Pyruvat abbauen oder? Wie kann das gehen, wenn sie keine Fructokinase haben?
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