Krafttraining und psychische Gesundheit

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Scale699
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Re: Krafttraining und psychische Gesundheit

Beitragvon Scale699 » 20 Sep 2018 09:08

Toller Artikel #04#
On the Scale from Lauch to Mr. O

LAUCH3D hat geschrieben:Die Storry von Son Goku, 72 Jungfrauen, 1 Rari und der Motivation:
Ritalin für Motivation? Als sei Motivation ein Organ wo der Wirkstoff ansetzen könnte. Motivation ist nur nen theoretisches Konstrukt um Verhalten zu beschreiben. Wenn man schon kausal werden möchte, dann müsste man nicht vom Ritalin reden (das wär das gleiche als wenn man jeden Turnschuh Adidas nennt) Ritalin ist nen Markenname, man müsste schauen was der Wirkstoff macht. Aber das ist viel zu komplex.

Du hast ein Ziel definiert: >>Bodybuilding<<
Das ist aber kein erreichbares Ziel. Daher wird es so etwas wie "Motivation" nicht geben. Hättest du ein Ziel welches du dir visualisieren kannst, ein sehr konkretes und erreichbares Ziel, wie Du mit 110-120kg und 10% KFA, dann --> könntest du darauf eine Motivation aufbauen.

Eine Motivation als Handlungsbereitschaft wäre eine Ansammlung von Motiven also Grundhaltungen. "ein Muskulöser Körper ist gesund *upsmilie* ", "Bodybuilder wirken und sind erfolgreich *upsmilie* " eingbrannte Grundsätze im Glaubenssystem.

Wenn in diesem Glaubenscontainer allerdings drin wäre: "Bodybuilder sehen kacke aus *downsmilie* ", "Muskeln sind hässlich *downsmilie* ", "man muss stoffen um 110-120kg zu erreichen *downsmilie* ", "stoffen ist scheiße *downsmilie* ". Dann ensteht natürlich keine Motivation

Wenn man Menschen dazu bekommt sich in die Luft zu sprengen, sollte es ein Leichtes sein, sich selbst auf Erfolg zu programmieren. Soweit die Theorie. Solange uns irgend ein Scheiß durch die Umwelt (Störfaktor) eingeredet wird, gibt es Wiederstände im Belivesystem/Glaubensaperat. Wenn viele Menschen oder Menschen die uns wichtig sind "Bodybuilder sehen aus wie Affen und sind dumm" was die Medien ja machen. Dann glauben wir das auch. Das ist auch das was jede Frau raushauen wird weil sie darauf programmiert werden. Wir wiederum wurden durch Dragonball, Rambo, Arni und die heutigen Kids durch Karl ess und Co auf das gegenteil programmiert. Eine einfache Glaubenshaltung. Glaube formt unsere Realität. Ob die Jungfrauen im Paradies oder ob uns eingetrichtert wird dass ein Porsche 911 und nen Penthouse in Stuttgart unser Leben verändert, es ist immer eine Sache des Glaubens. Man muss glauben das man irgend was davon hat wenn man das Ziel 120kg erreicht (das dann die Penor länge egal wird, oder dass man dann respektiert wird oder was auch immer) Man muss es glauben.

Die Abkürzung zur Motivation. Chritiane F-Style
muss man das? Nicht unbedingt es gibt auch eine Motivation der Sache selbst. Wenn man einfach anfängt zu Pumpen und merkt dass die Sachse selbst motiviert. Das Erlebniss, De´ Fielink, ju no wenn Blat is rasching in tu jur Massels. Der Pump oder die Sahne-Schnitte auf der Yogamatte vor den Cardiogeräten, der Erfolg und bei manchen bildet der Booster vorm Training auch die Motivation. Der Rausch wird mit dem Training assoziiert und man will es immer wieder. Also ja man könnte sich theoretisch mit Stimulanzien motivieren. Und je stärker abhängig die Substanz macht desto größer wird die Motivation sein. Der selbe Effekt wie wenn man einmal Erfolg hatte, und dort Blut geleckt hat. Bei manchen reicht es nur einmal Aufmerksamkeit von den Eltern zu bekommen, endlich mal. Oder vom Cheff oder von irgendwem. Sich einmal nicht Nutzlos zu fühlen, nicht minderwertig sein.

Klingt nicht gerade stark aber das ist Motivation. Biopsychologisch kann man sie auf verschiedene Strukturen zurückführen. Meist hat das Belohnungssystem (Nucleus Accumbens...ganz viele dopaminerge Neuronen) seine Finger im Spiel. Bei jeder Sucht und jedem starken Verlangen. Auch bei Hunger und Durst, bei Sex usw. Eigentlich alles relativ Primitiv. Hat man eine Substanz wie Nikotin, Amphetamin, Kokain, Opioide dann kann man sich ganz easy motivieren. Wenn man erst eine Verknüpfung aufbauen muss, dann wird es unsexy. >>Jeden Morgen um 5Uhr aufstehen und im klapprigen Golf zur Arbeit zu fahren wo man für den Cheff, sachen erledigen muss, wo man arschkriechen muss (nett sein ohne Grund zu höhergestellten ist Arschkriechen), wo man deren Autos, deren Erfolg, deren Männlichkeit und alles admiren muss, Tag für Tag. Wo man sich durchsetzen und beweisen muss, nur um irgendwann auch mal bewundert zu werden, wenn man alt und grau ist (was ja sehr männlich und erfahren ist, oder halt keine Haare mehr hat wegen dem Stress) DANN bekommt man genau die selben Neurotransmitter wie der Assi der sich sein Pepp für 6 Euronen das Gramm gönnt und den ganzen Tag die Chantal und ihre Mutter knallt.

Fazit: Du kannst dir die Ritalin auch einfach so geben, wird neurochemisch nichts anderes sein, als auf der Mr Olympia Bühne zu stehen und den eingeölten Kai Greene zu umarmen #yeah# . Von den Erfahrungen und vom Status her ist es dann ein Niemand vs eine Legende (aber alles eine Sache des Glaubens) #03#

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ichMASCHINE
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Re: Krafttraining und psychische Gesundheit

Beitragvon ichMASCHINE » 20 Sep 2018 09:16

vielen dank TA für den tollen beitrag #10#
`?


" The Iron never lies to you. You can walk outside and listen to all kinds of talk, get told that you're a god or a total bastard. The Iron will always kick you the real deal. The Iron is the great reference point, the all-knowing perspective giver. I have found the Iron to be my greatest friend. It never freaks out on me, never runs. Friends may come and go. But two hundred pounds is always two hundred pounds."
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Re: Krafttraining und psychische Gesundheit

Beitragvon Negroni » 21 Sep 2018 11:16

Hey, in dem Artikel wird das Thema Sportsucht angeschnitten, habt ihr dazu einen Artikel eingeplant oder gibt es bereits einen? Insbesondere Themen wie der Adonis Komplex und ähnliches sind höchst spannend.
Und sollte ich vergessen haben, jemanden zu beschimpfen, dann bitte ich um Verzeihung!

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Re: Krafttraining und psychische Gesundheit

Beitragvon Black-sheep » 21 Sep 2018 14:47

Negroni hat am 21 Sep 2018 11:16 geschrieben:Hey, in dem Artikel wird das Thema Sportsucht angeschnitten, habt ihr dazu einen Artikel eingeplant oder gibt es bereits einen? Insbesondere Themen wie der Adonis Komplex und ähnliches sind höchst spannend.


Wenn Interesse an solch einem Artikel besteht?! Wollte erst einmal schauen, wie verhaltenspsychologische Themen ankommen.

@Frank Ist so einer schon in der Pipeline?

Wenn nicht, setze ich mich gerne dran :)

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Re: Krafttraining und psychische Gesundheit

Beitragvon zylar » 28 Sep 2018 13:55

Die Vorstufe von Serotonin, das Tryptophan, teilt sich mit den verzweigtkettigen Aminosäuren (branched chain amino acids, den BCAAs) einen Transporter in der Blut-Hirn-Schranke.

Die Einnahme von BCAAs von Teilnehmern eines Militär Bootcamps und eines Fußballteams führte zu einer angehobenen Stimmung, wenn diese Getränke angereichert mit BCAAs während des Sports tranken.

Der Grund dafür sei, dass die BCAAs den Transporter blockieren, das freie Tryptophan länger im Blut verweilt und damit mehr davon zu Serotonin umgewandelt werden kann.


Das ergibt keinen Sinn..

Passiert Tryptophan die Schranke nicht, tut sich auch nicht viel bezügl. Serotoninspiegel im Gehirn, da Serotonin an sich die Schranke nicht passiert.
Der Serotoninspiegel im Blut hat kein Einfluss auf die Stimmung.

Wobei eben ohnehin gar nicht genau geklärt ist wie Serotonin (bzw. der Serotoninspiegel) auf die Stimmung wirkt..

Ich meine es gibt auch Studien, nach denen BCAAs angeblich die Müdigkeit verringern, gerade weil sie durch Blockierung des Tryptophans den Serotoninspiegel im Gehirn reduzieren.

(Vllt. sind beide Studien von Supplementherstellern aufgesetzt, um je nach Bedarf ihre Produkte zu vertreiben..)


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