Nicks Vogelnest

Hier könnt ihr eure Trainingspläne posten und über die verschiedenen Trainingssysteme diskutieren

Moderator: Team Bodybuilding & Training

Häään
TA Member
 
Beiträge: 245
Registriert: 09 Mär 2010 21:41

Re: Nicks Vogelnest

Beitragvon Häään » 12 Jun 2012 21:14

Hm. Vielleicht ist Stress auch für mich ein Faktor der mich stagnieren lässt, bin seit längerer Zeit (= einige Monate) mehrere Tage die Woche wirklich sehr gestresst, so sehr, dass ich keinen klaren Gedanken mehr fassen kann und ich im Oberstübchen regelrecht "tot" bin.
(Arbeitsstress, Druck von oben, alles eilt, alles muss fertig werden, aber nix funktioniert)


Wer die Werbung nicht mag, der kann sie in seinen Persönl. Einstellungen ausschalten.
 


Benutzeravatar
One Eight Seven
TA Member
 
Beiträge: 206
Registriert: 01 Jun 2012 16:27
Trainingsbeginn (Jahr): 2009
Ich bin: verletzt

Re: Nicks Vogelnest

Beitragvon One Eight Seven » 12 Jun 2012 21:17

Häään hat geschrieben:Hm. Vielleicht ist Stress auch für mich ein Faktor der mich stagnieren lässt, bin seit längerer Zeit (= einige Monate) mehrere Tage die Woche wirklich sehr gestresst, so sehr, dass ich keinen klaren Gedanken mehr fassen kann und ich im Oberstübchen regelrecht "tot" bin.
(Arbeitsstress, Druck von oben, alles eilt, alles muss fertig werden, aber nix funktioniert)


Das wird daran liegen da bin ich mir sicher , nimm dir am besten mal eine Auszeit vom Training kann mir gut vorstellen das du dir denkst ohgott heute Abend auch noch Training , oder so ähnlich.

Also relax nach der Arbeit einfach nur und lass die Seele baumeln
Bodybuilding ohne Bein Training ist wie Sex ohne reinstecken


LOG

http://www.team-andro.com/phpBB3/muskel ... 37323.html

Benutzeravatar
Nick3000
Schräger Vogel
 
Beiträge: 4669
Registriert: 21 Nov 2010 12:15
Körpergewicht (kg): 87
Körpergröße (cm): 180
Körperfettanteil (%): 10
Trainingsbeginn (Jahr): 1993
Oberarmumfang (cm): 44
Lieblingsübung: Kreuzheben MP
Studio: McFit
Fachgebiet I: Training
Fachgebiet II: Training
Ich bin: Bob Kopf

Re: Nicks Vogelnest

Beitragvon Nick3000 » 13 Jun 2012 06:50

One Eight Seven hat geschrieben:
Häään hat geschrieben:Hm. Vielleicht ist Stress auch für mich ein Faktor der mich stagnieren lässt, bin seit längerer Zeit (= einige Monate) mehrere Tage die Woche wirklich sehr gestresst, so sehr, dass ich keinen klaren Gedanken mehr fassen kann und ich im Oberstübchen regelrecht "tot" bin.
(Arbeitsstress, Druck von oben, alles eilt, alles muss fertig werden, aber nix funktioniert)


Das wird daran liegen da bin ich mir sicher , nimm dir am besten mal eine Auszeit vom Training kann mir gut vorstellen das du dir denkst ohgott heute Abend auch noch Training , oder so ähnlich.

Also relax nach der Arbeit einfach nur und lass die Seele baumeln


Ja, das würde ich hier auch erstmal vorschlagen wollen. Einfach mal zwei Wochen Pause vom Gym, so schwer es auch fällt. Natürlich mußt Du Dir auch des Umstandes bewußr sein / werden, daß Streß in unserer Gesellschaft gern gesehen, da überlebensnotwenig für die Gesellschaft ist. Streß ist der zweite Eckpfeiler unserer Gesellschaft, kommt gleich nach ANGST.

Ich spiele dieses perverse Spielchen schon seit Jahren nicht mehr mit. Habe meinen Job gekündigt, bin Selbstversorger, habe vor nichts im Leben mehr Angst. Also zumindest nicht solche Angst, die künstlich erzeugt und systematísch als Druckmittel gegen die Menschen eingesetzt wird.

Ich weiß, ich weiß, klingt alles ein bißl schräg, aber ich fahre sehr, sehr gut damit. Hier nochmal ein kleiner Auszug aus meinem Buch zum Thema ANGST. Und dann würde ich es hier auch damit gut sein lassen wollen und mit einer Modifikation meines Zweier-GKs fortfahren. Aber hier erstmal ANGST #12# :-o :-) :
Beste Grüße, Nick
______________________________________


www.honkland.de
Immer wenn ich denke, daß es beknackter kaum noch werden kann, weiß ich es kurze Zeit später besser.

Benutzeravatar
Nick3000
Schräger Vogel
 
Beiträge: 4669
Registriert: 21 Nov 2010 12:15
Körpergewicht (kg): 87
Körpergröße (cm): 180
Körperfettanteil (%): 10
Trainingsbeginn (Jahr): 1993
Oberarmumfang (cm): 44
Lieblingsübung: Kreuzheben MP
Studio: McFit
Fachgebiet I: Training
Fachgebiet II: Training
Ich bin: Bob Kopf

Re: Nicks Vogelnest

Beitragvon Nick3000 » 13 Jun 2012 07:10

"…An dieser Stelle kommen wir zu einem überaus perversen Paradoxon des Kapitalismus in unserer heutigen Gesellschaft. Hier wird es jetzt mal besonders krass, krasser als eh schon, und Personen mit einem schwachen Herzen oder so sollten mal lieber nicht mehr weiterlesen:

Millionen von Menschen arbeiten Tag für Tag in einem ganz fulminanten Drecksjob. Als Arbeiter, als Angestellter, ganz egal. Ein Drecksjob eben. Ein Drecksjob, in dem sie wahrscheinlich nicht einmal 3.000 Euro brutto pro Monat verdienen, sich stattdessen aber im Idealfall mit Mobbing durch vermeintliche Kollegen oder einem Riesen-Arschloch als Chef auseinandersetzen dürfen. Man muß sich ja nur einmal umsehen. Kritisch umsehen, falls das überhaupt noch geht. Falls man dazu vor lauter Fremdsteuerung und Verblendung überhaupt noch in der Lage ist.

Dann wird man nämlich erschreckt feststellen müssen, daß man weitestgehend von Heuchlern und Arschlöchern umgeben ist. Die einem das Leben in dem eh schon recht anspruchslosen und völlig uninteressanten Job noch zusätzlich erschweren bzw. teilweise sogar zur Hölle machen. Mit denen man bestenfalls tödlich belanglose Gespräche über das Wetter oder über Fußballergebnisse oder die letzte Grillparty führen kann. Ätzend, voll ätzend, aber leider größtenteils wahr. Und man selbst nimmt das auch gern und als gegeben in Kauf. Immerhin verdient man ja damit seinen Lebensunterhalt. Und zwar so üppig, daß man bei MediaMarkt eine neue Glotze auf Pump kaufen kann. Glückwunsch. Oder von seinen liquiden Mitteln einen Röhrenfernseher mit 51 cm Diagonale für 99 Euro in bar. Stößchen. Das ginge auch. Gerade noch so. Das kann man sich dann aussuchen.

Und hier kommt jetzt das überaus Perverse an der ganzen Geschichte: Trotz dieses Wahnsinns rastet der normale Arbeiter oder Angestellte nicht aus und dreht voll durch. Dem Vorarbeiter mal eben so richtig schön die Fresse poliert, und dann ab zum MediaMarkt und ein paar Röhren-TV an die Wand gekickt. Zack. Kick. Dem Chef erzählt, daß man überhaupt keine Lust hat, über Banalitäten wie das aktuelle Scheiß-Wetter zu philosophieren. Dem mobbenden Arschloch aus dem Büro nebenan die Bremsleitung am Auto durchgeschnitten. Oder ähnliche, vergleichbar positiv-aggressive und überaus angemessene Reaktionen. Nein, dies tun wir nicht. Wir lächeln, bleiben höflich und fressen den Bullshit in uns hinein. Und warum? Logisch, aus Angst. Aus tiefgreifender, universeller und allgegenwärtiger Angst.

Aus Angst um unseren Job, aus Angst vor mobbenden Kollegen, aus Angst vor dem Kapitalismus. Denn diese Angst können wir nicht ignorieren. Diese Angst müssen wir so hinnehmen, uns ihr stellen. Und sie akzeptieren. Ganz kompromißlos akzeptieren. Ignoranz geht nicht, Toleranz reicht nicht. Radikale Akzeptanz der Todesangst. Ach was, schlimmer noch als Todesangst. Kapitale Angst! Auweia! Das größtmögliche, vorstellbare Grauen. Kapitale Angst. Und zwar um unseren Job. Nur um unseren Job. Um nichts weiter. Um unseren gottverdammten, voll beschissenen und komplett unterbezahlten Drecksjob. Welchen wir wahnwitzigerweise sogar noch als unsere Existenz oder deren Grundlage bezeichnen. Heiliger Bimbam!

Denn wenn wir heute bereits mit zweieinhalb oder drei Riesen brutto im Monat eine Glotze oder eine Waschmaschine gerade noch so auf Pump kaufen können, wie schlimm kann es dann noch werden?! Horror! Das könnte ja alles noch viel schlimmer werden. Viel, viel schlimmer. Ein Faß ohne Boden. Nicht auszudenken, wenn man seinen Job verlöre. Der Super-GAU! Lieber ein Bein oder einen Arm, aber bitte nicht den Job. Im Kapitalismus lebt es sich besser ohne Beine und Arme als ohne Job. Und ohne Hirn, selbstverständlich. Das sollte nämlich auch besser ausgeschaltet oder betäubt werden. Dafür Angst. Kapitale Angst! Kommt gut. Macht uns gefügig. Gefügig in unser Schicksal. Kapitale Angst macht noch gefügiger als Alkohol. Schwer vorstellbar, aber ist so. Kapitale Angst ist der Grundpfeiler unserer Wirtschaft und ein Eckpfeiler unserer Gesellschaft.

Wir machen Jobs, die wir hassen, und kaufen dann Scheiße, die wir nicht brauchen. Hurra, hoch lebe Tyler Durden! Oder vielmehr so: Wir machen Jobs, die wir hassen, und können uns dann gerade mal die nötigste Scheiße zum Überleben kaufen. Noch besser. Das trifft es für die meisten von uns wohl am ehesten, das trifft den Kern. Und weil das so ist, weil das so alle machen, weil das so keiner hinterfragt, drehen auch nur die wenigsten Fremdopfer durch oder mutieren gar zum Honk. Aus Angst. Nicht mehr, nicht weniger. Aus kapitaler Angst. Denn heute hat man keine Angst mehr vor Krebs oder vor Seuche oder vor Krieg, nein, heute hat man Angst um seinen Job. Drauf geschissen, ob irgendwo eine Atombombe runterballert oder der Regenwald komplett abfackelt. Hauptsache, wir behalten unseren Job. Idealerweise bis wir 80 oder 90 sind. Phantastisch. Phantastisch für alle Beteiligten, denn nur so kann der endgeile Kapitalismus funktionieren. Ohne kapitale Angst und Ausbeutung wäre dieser längst nicht mehr möglich.

Und darauf Stößchen, ein Stößchen auf den Kapitalismus.

Mal unter uns: Ich möchte nicht als Arbeiter oder Angestellter in so einer maroden Drecksbude sitzen, die letztes Jahr noch Millionen- oder gar Milliarden-Gewinne eingefahren hat und nun um staatliche Subventionen und finanzielle Hilfe betteln muß. Damit man nur 10.000 Mitarbeiter entlassen und nicht komplett Insolvenz anmelden muß. Was für ein horrender Bullshit. Wenn man beispielsweise bedenkt, daß bei Porsche der Gewinn im Geschäftsjahr 2008 höher war als der Umsatz, muß es sich ja zwangsläufig um Magie handeln. Magie, pure Magie. Gewinn höher als Umsatz, wer kennt das nicht?! VW macht`s möglich, Stößchen. Oder auch nicht.

Also selbst in den einstigen Vorzeige-Unternehmen mit einstigen Vorzeige-Managern ist dicke Luft und dünne Liquidität angesagt. Oder kurz: Angst. Kapitale Angst. Der schwarze Mann geht um! Sogar bei Porsche. Das wäre in 2007 noch ein ziemlich guter Witz gewesen. Der schwarze Mann bei Porsche. Aber heute? Heute eher ein schlechter Witz. Beziehungsweise überhaupt kein Witz mehr, sondern ganz bittere Realität. Und es kommt noch viel bitterer. Denn wie reagieren nun die normalen Arbeiter und Angestellten auf solch ein Wechselbad der Gefühle und Finanzen?! Was machen die betroffenen Schäfchen in solchen oder ähnlichen Buden?! Richtig. Gehen artig mit Trillerpfeife und selbstgemaltem Plakat auf die Straße. Und warum? Richtig, weil es so viel bringt. Das bringt fast so viel, wie sich beim Castor auf die Schienen zu legen. Das macht ja auch immer besonders viel Sinn, das hat bisher noch jeden Castor-Transport verhindert.

Man kann hier eigentlich nur mutmaßen: Die jahrelange Zwangsarbeit hat den meisten mittlerweile ganz offensichtlich völlig den Verstand vernebelt. Die arbeiten jahrelang unter dem Scheffel der Angst, verdienen zum Leben zu wenig und zum Sterben zu viel und fliegen dann zur Belohnung auch noch raus. Glückwunsch. Oder sie gehören zu denjenigen, die tagtäglich registrieren müssen, wo überall anders die Leute rausfliegen. Und sind infolgedessen total froh, den eigenen Drecksjob behalten zu dürfen. Natürlich mit gekürztem Lohn, aber dafür mit noch mehr Angst im Nacken. Denn wie gesagt, Angst ist durch nichts zu ersetzen. Außer durch noch mehr Angst. Stößchen.

Insoweit könnte man eigentlich ganz unverfroren die These aufstellen, daß sich die meisten Angestellten und Arbeiter im Kapitalismus emotional wie Viecher behandeln lassen. Wie Hühner oder Melkkühe. Nein, eigentlich noch schlimmer als Viecher. Denn kein Viech muß in so elementarer Angst leben. Höchstens ein chinesischer Tanzbär. Wenn überhaupt. Und wenn man es jetzt noch auf die Spitze treiben wollte, könnte man durchaus die kühne Theorie vertreten, daß der Kapitalismus in seiner gegenwärtigen Form nicht mehr mit dem Grundgesetz vereinbar ist. Artikel 1 Abs. 1 GG kann ja wohl unter Berücksichtigung der aktuellen Gegebenheiten und Zustände lediglich als eine wohlklingende, inhaltlich hohle Phrase interpretiert werden.

Und als wäre das alles nicht schon Hohn genug, greifen die direkt Betroffenen zu Trillerpfeife und Mahnwache. Oder bleiben in ihrer Mischung aus Angst und zugleich Dankbarkeit ganz zu Hause sitzen. Weil ja morgen schließlich der eigene Job dran sein könnte, man aber bis dahin zumindest immer noch einen hat. Keine Ahnung, was hiervon krasser ist. Mit Pfeifen gegen Windmühlen oder dankbare Angst. Beides heftigst. Und selbstverständlich beides keine Optionen für einen Honk. Für einen Honk kann ein Tun oder Unterlassen aus Angst niemals in Betracht kommen. Niemals! Denn als Honk hat man sich von Angst und Grausen jedweder Art befreit. Dazu später mehr. Angst ist jedoch für den Kapitalismus zwingend notwendig. Wir erinnern uns an dieser Stelle an die drei schönen großen A: Armut, Angst, Arbeitslosigkeit. Ach, komm` her, machen wir vier. Sagen wir vier A, nehmen wir noch Ausbeutung dazu, der Theatralik wegen. So, und da haben wir sie, die vier geilen A. Stößchen!

Sobald die Menschen morgen keine Angst mehr haben, ist das der Tod des Kapitalismus. Scheiß auf die anderen drei A, sobald die Angst weg ist, rollen Köpfe. Nur wird die Angst so schnell nicht weg sein. Dafür trägt Vater Nachtwächter Staat schon Sorge, das sollte allen klar sein. Und deswegen sind Idioten und Fremdopfer auch so elementar, so überlebenswichtig für unsere Gesellschaft: Sie erfüllen ihren Zweck und stellen keine Fragen. In fast allen Fällen sind sie noch dazu in irgendein soziales Gefüge wie z. B. eine eigene Familie eingebettet, wodurch das Ausbrechen aus dem System nahezu unmöglich wird. Absolut verständlich, absolut nachvollziehbar. Alles nur Menschen.

Man muß sich nur einmal Frau und Kinder vorstellen, wie sie im trauten Eigenheim, welches irgendwann mit 60 oder 90 abbezahlt ist, vor der Glotze sitzen und auf Papa warten, wegen Abendbrot essen und so. Und auf einmal sehen sie den Papa mitten in der Glotze, wie er gerade von der Spielvereinigung Grün-Weiß als Staatsfeind Nummer Eins oder Zwei abgeführt wird, während im Hintergrund zeitgleich der lichterloh brennende Hypo-Real-Estate-Tower das Firmament des Münchener Abendhimmels hell erstrahlen läßt. Auweia. Das wäre dann aber mal eine ganz schöne Überraschung. Bißchen krass, sicher, aber mal ein gelungener Kontrast zum üblichen TV-Einheitsbrei.

So weit wird es aber nie kommen. Denn als Mittdreißiger mit eigener Familie und pulsierenden, beruflichen Panikattacken bricht man nicht mehr aus dem System aus. Wer so lange das Spielchen mitgespielt hat, kommt nicht mehr raus. Der kann nicht mehr raus, und der will auch gar nicht mehr. Und falls doch, steckt ihn die eigene Sippe mal eben ganz nonchalant in die Klapsmühle, das sollte auch klar sein. Dann geht`s ab ins Kuckucksnest, zack, Zwangseinweisung, bißl plemm plemm und weg. Zack, weg, ab. Und die Sippe macht ein betroffenes Gesicht dazu und verfeiert nebenbei das schöne Krankengeld. Stößchen. Eine beunruhigende Vorstellung. Aber sehr lustig und durchaus möglich und auch wahrscheinlich. Und deswegen hält man besser gleich die Fresse. Ist besser. Schön Ruhe bewahren und gar nichts machen. Man kann sich das ja alles in der Phantasie ausmalen. Was man gern alles anzünden möchte oder wen man gern abknallen würde. Bloß nie laut aussprechen. Sonst ist man gleich weg vom Fenster! Schön ruhigbleiben, geht anderen auch nicht anders.

Es wird nämlich jeder irgendwie ruhiggehalten, alle werden irgendwo ruhiggehalten. Damit man nicht gegen die stetig immer krasser werdenden Mißstände Amok läuft und durchdreht, so wie es der Franzose so gern praktiziert. Ja, ganz genau, der Franzose! Von den Franzosen mag man halten, was man will. Die meisten stinken. Aber wenn die ihre Schnauze voll haben, dann brennt es, und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Wenn die das Gefühl haben, verarscht oder gar beschissen zu werden, dann fackeln die nicht lange. Paar Gläschen Rotwein rein, zack, bißchen Mut antrinken, und ab geht die Post. Aber richtig. Für den verängstigten, trillerpfeifenden Deutschen natürlich keine Option, versteht sich von selbst. Widerstand muß immer gewaltfrei sein, ganz klar. Schöne Mahnwache, schöne bunte Plakate, schöne Lichterkette, geht ja nur um die Existenz. Sehr schön.

So, jetzt ist die Katze aus dem Sack, wurde auch Zeit. Ruhigstellung ist das Wort der Stunde! Neben Sicherstellung haben wir nun also die zweite Stellung, nämlich die Ruhigstellung. Läuft eigentlich ganz simpel ab, viel simpler als die Sicherstellung. Denn die meisten halten sich bereits selbst ruhig, durch Kompensation. Sie wollen ihre Angst verdrängen, kompensieren, ersetzen. Durch extrem viel Sport oder Fressen oder Suff oder fragwürdige Freunde und dergleichen. Andere werden mit HartzIV und Aso-TV ruhiggestellt. Bißchen Miete und Kohle und Scheiße ohne Sinn in der Glotze, und Ruhe ist. Kann man sein Leben abseits der Realität schön weiterführen. Chatrooms, WOW, bißchen Internet-Flirt und kiffen und ficken dazu, paßt, reicht.

Oder die Vollopfer. Die läßt man einfach machen, dann halten sie die dumme Fresse. Zumindest bei ernsten oder wichtigen Themen. Denn das tödlich banale Dummschwätzen wird niemals aufhören können. Niemals. Ist aber vielleicht auch besser so, denn wenn man sie machen und sabbeln und feiern läßt, spielen sie brav mit, Stößchen. Der überwiegenden Mehrheit fehlt sowieso jedwedes grundlegendes Verständnis für das, was überhaupt abgeht. Die haben ganz andere Sorgen, die müssen sich um ganz tolle andere Sachen kümmern.

Wiederum andere stecken all ihre Gedanken und Energien in ihr Auto, in ihre Familie, in ihr Hobby oder in ihren faszinierenden Job. Ist auch eine Möglichkeit der Ablenkung und Akzeptanz, ganz klar. Und die überwiegende Mehrheit? Klar, die animiert man zum Saufen. Zu was denn auch sonst?! Drei Millionen Alkoholiker können nicht lügen. Die sprechen eine ganz deutliche Sprache, nämlich die Suff-Sprache. Keine Frage, Alkoholiker sind gern gesehen. Gut für jede Statistik und auch sehr dienlich zur Abschreckung. Uiuiui, kann ja doch alles noch viel schlimmer kommen, kann ja noch Alkie werden. Na das wäre ja was. Wäre man aus politischer Sicht wirklich und wahrhaftig gewillt, dem bösen Alkohol-Problem Herr zu werden, dann wäre das schon längst passiert. Dessen sollte sich mittlerweile jeder bewußt sein. Das läßt man aber lieber bleiben, denn das Problem an sich soll ja gar nicht gelöst werden. Alkies erfüllen ihren Zweck und halten die Fresse. Und nur darum geht es. Also lieber ganz tolle Aufklärungs-Kampagnen starten. Macht keinen Sinn, sieht aber wichtig aus. Problem gelöst.

Und der Honk? Ja, jetzt kommt der Honk. Wie sieht der das wohl? Ganz klar, natürlich lehnt unser Honk den Kapitalismus samt seiner Auswirkungen und Marionetten grundlegend ab. Keine Angst. No Fear. Niemals, unter keinen Umständen. Politische Halbleichen und korruptes Manager-Gesockse gehen dem Honk sowieso komplett am Allerwertesten vorbei. Nimmt er erst gar nicht wahr. Vollständige Ingnoranz heißt das Zauberwort. Der Honk unterwirft sich niemals einem Ausbeutungs- und Unterdrückungsverhältnis für schmale Kohle und auf Kosten seiner Menschenwürde, seiner Honkwürde. Keine Verängstigung, keine Ausnutzung eines Honk zugunsten einer positiveren Bilanz einiger Größenwahnsinniger mit Gottes-Komplex. Nie im Leben. Bevor es so weit kommt, baut der Honk selbst Kartoffeln und Gurken und Hanf an. Sorry, Frau Schaeffler, aber da kommen wir leider nicht zusammen.

Hört sich ganz nach alternativem Lebensstil an? So von wegen mit ein paar anderen durchgeknallten Figuren zusammen in Badelatschen durch den Wald rennen, Beeren sammeln, Liedchen singen, Holz hacken, Eintopf kochen, Tischgebet aufsagen und dergleichen? Ach woher denn! Benz fahren macht Spaß, selbstgebrautes Bier schmeckt wie Katzenpisse, und auch Kokapalmen brauchen ein ganz spezielles Klima, die wachsen hier nicht. Alternativ können diejenigen leben, die das auch wollen. Die auch entsprechend alternative Bedürfnisse haben. Aber nicht der Honk, der hat andere Bedürfnisse…"
Beste Grüße, Nick
______________________________________


www.honkland.de
Immer wenn ich denke, daß es beknackter kaum noch werden kann, weiß ich es kurze Zeit später besser.

Benutzeravatar
Nick3000
Schräger Vogel
 
Beiträge: 4669
Registriert: 21 Nov 2010 12:15
Körpergewicht (kg): 87
Körpergröße (cm): 180
Körperfettanteil (%): 10
Trainingsbeginn (Jahr): 1993
Oberarmumfang (cm): 44
Lieblingsübung: Kreuzheben MP
Studio: McFit
Fachgebiet I: Training
Fachgebiet II: Training
Ich bin: Bob Kopf

Re: Nicks Vogelnest

Beitragvon Nick3000 » 13 Jun 2012 07:12

So, und damit würde ich es in diesem Thread hier gern belassen wollen :) .

Fragen und Kritik dazu bitte in dem anderen Thread oder gern auch per PN!

Hier jetzt erstmal weiter mit einigen gewünschten Modifikationen meines 2er-GKs:
Beste Grüße, Nick
______________________________________


www.honkland.de
Immer wenn ich denke, daß es beknackter kaum noch werden kann, weiß ich es kurze Zeit später besser.

Benutzeravatar
Nick3000
Schräger Vogel
 
Beiträge: 4669
Registriert: 21 Nov 2010 12:15
Körpergewicht (kg): 87
Körpergröße (cm): 180
Körperfettanteil (%): 10
Trainingsbeginn (Jahr): 1993
Oberarmumfang (cm): 44
Lieblingsübung: Kreuzheben MP
Studio: McFit
Fachgebiet I: Training
Fachgebiet II: Training
Ich bin: Bob Kopf

Re: Nicks Vogelnest

Beitragvon Nick3000 » 14 Jun 2012 08:42

Modifikationen Zweier-GK3000

Moin Freunde *winkeneusmilie* *nabend* ,

an dieser Stelle weiter mit einem speziellen Zuschauer-Wunsch. Und zwar bekomme ich viele PNs von Usern hier, denen zwar mein schöner Zweier-GK3000 sehr gut gefällt und den sie auch trainieren möchten, meist dreimal die Woche, aber nicht so, wie er da steht. Also so:

Trainingseinheit 1
Kniebeugen
Bankdrücken oder Dips mit weitem Griff
LH- oder KH-Rudern
Überkopfdrücken sitzend

Trainingseinheit 2
Kreuzheben gestr.
Schrägbankdrücken
Klimmzüge mit schulterweitem Untergriff
Partielles Rudern aufrecht oder High Pulls

Bzw. die Variante davon mit einer Drückübung weniger und stattdessen Überzüge. Also so:

Trainingseinheit 1
Kniebeugen
Überkopfdrücken sitzend
LH- oder KH-Rudern
Überzüge
(optional: Bizeps, Waden)

Trainingseinheit 2
Kreuzheben gestr.
Schrägbankdrücken oder Bankdrücken
Klimmzüge mit schulterweitem Untergriff
Partielles Rudern aufrecht oder High Pulls
(optional: Trizeps, Bauch)

Und jetzt kriege ich also sehr oft zu hören / zu lesen, daß man einen dieser Pläne zwar gern trainieren würde, zumeist MO-MI-FR, was ja auch sehr empfehlenswert und erfreulich ist, jedoch irgendetwas fehle. Und NATÜRLICH handelt es sich hierbei um

ARME und / oder BRUST #10# #10# #10# .

Die Option, als Abschluß von TE1 ein wenig Bizeps und als Abschluß von TE2 ein wenig Trizeps zu machen, ist vielen hier offensichtlich nicht ausreichend. Ähnlich der ganze Spaß mit Brust, viele von Euch möchten diesen putzigen kleinen Muskel gern noch ein paar satz mehr bzw. gar eine eigenen Einheit in diesem Zweier-GK widmen.

Zum Thema "Brust" möchte ich mich mal selbst aus einem anderen Thread zitieren:

Nick3000 hat geschrieben:...Naja, und Brust?! Viel wichtiger als die Frage nach der richtigen Übung ist gerade bei Brust die Frage der richtigen Körperpositionierung. Man kann mit JEDER Brustübung aufbauen, wenn insbesondere der Brustkorb richtig positioniert ist. Also Schultern zurück und nach unten, Schulterblätter "zusammen", Kopf als Verlängerung des Halses, und dann Brustkorb hoch und Brust raus. Und dann bankdrücken oder Schrägbank oder Fliegende - whatever. Das ist der ganze Zauber :) ...


Das heißt also nichts anderes, als daß Ihr noch so viel Brust trainieren könnt, jedoch nicht viel passiert, solange Ihr dies nicht beachtet. 3 Satz RICHTIG Schrägbankdrücken bringen mehr als 15 Satz irgendwas in submaximaler Körperpositioniereung.

Aber völlig egal, hier will man Brust trainieren. Und Arme, na klar.

Also was tun?! Ich stehe nun vor dem Dilemma, Euch zwanghaft eintrichtern zu wollen, daß Sinn und Zweck des schönen Zweier-GKs ein anderer ist. Nämlich der, mit 2-3 TE pro Woche und einer Handvoll Grundübungen pro TE den Körper bestmöglich mit geringstem Zeit- und Energieaufwand aufzubauen und dabei saustark zu werden.

Das bringt aber herzlich wenig, wenn der Trainierende das zwar versteht, aber nicht will. Bzw. wollen schon, aber nicht so. Also will ich mal drei Modifikationen dieses Zweier-GKs vorstellen, die zwar dem Grundprinzip des regulären Zweier-GKs widersprechen, jedoch dessen Fundament und Idee zumindest in zwei der drei Trainingseinheiten berücksichtigen.

Hintergrund ist ganz einfach der, daß ich im Laufe der Jahre eingesehen habe, daß die Spaß-Komponente im Training auch niemals zu kurz kommen oder gar fehlen darf :) . Und dann bastel´ ich doch lieber eine Mischung aus strukturiertem, effektiven Plan in Kombi mit einer "Spiele-Einheit", als daß ich es ablehne und die Leute frustriert sind oder den Plan ganz verwerfen und irgendeinen anderen Scheißdreck suchen.

Der Plan basiert also auf zwei alternierenden Ganzkörper-Einheiten mit maximal-möglichem Zeitabstand dazwischen (also jeweils zwei Tage) zzgl. einer Spezial-Einheit für Euch Spezialisten hier *sonstsmilie* #03# . Sieht so aus:

MO: GK-Einheit 1
DI: Spezial-Einheit
MI---
DO: ---
FR: GK-Einheit 2
SA: ---
SO ---

Gleich vorab mal mit der Peitsche. Über die beiden GK-Einheiten wird nicht diskutiert! Also Fragen und ähnliches schon, aber da wird nicht mehr gebastelt oder ergänzt oder sonstwas. Und nein, eine vierte Einheit ist NICHT MÖGLICH. Wer eine vierte Einheit haben möchte, der macht bitte meinen tollen Dreier, der hat sowieso schon so eine ganz tolle separate Disco-Einheit Brust-Arme. Hier gibt`s nur zwei GK-Einheiten und eine Spezial-Einheit.

Nachdem das jetzt wohl auch geklärt wäre, kommen wir mal zu den einzelnen Einheiten. Ich beschränke mich mal auf den Standard Zweier-GK von oben als Basis. Also der mit den drei Drückübungen.

Trainingseinheit 1
Kniebeugen
Bankdrücken oder Dips mit weitem Griff
Beincurls
LH-Rudern vorgebeugt
Überkopfdrücken sitzend
(optional: als Abschluß 2 Satz Überzüge oder
Latzüge mit engem Parallelgriff und 12-15 Wdh.)

Trainingseinheit 2
Kreuzheben mit gestr. Beinen
Schrägbankdrücken
Beinpresse
Klimmzüge mit schulterweitem Untergriff
Partielles Rudern aufrecht oder High Pulls
(optional: als Abschluß 2 Satz Rudern
mit gestützter Brust und 12-15 Wdh.)

So, das erstmal zu den beiden Basis-Einheiten. Wie Ihr seht, hat sich da nicht viel verändert. Dadurch, daß wir "nur" noch zwei Basis-Einheiten haben, müssen wir natürlich in den Einheiten ein klein wenig mehr tun. Aber nix Wildes, in TE1 halt ein paar Satz Beinbeuger / Beincurls hinzu zzgl. bißl Lat- oder Überzüge zum Schluß, und in TE2 kommt die schöne Beinpresse hinzu, ferner bißl Rudern am Ende, wenn man möchte.

Also natürlich etwas mehr Volumen für Beine und Rücken. Für den Schultergürtel natürlich NICHT, denn der kriegt ja seine famose Spezial-Einheit *jaja* *sonstsmilie* .

Hier mal die drei Varianten, selbstverständlich in drei separaten Beiträgen, also idiotensicher für den Fall aller Fälle. Um Verwirrung zu vermeiden, benenne ich die drei Varianten mal nach meinem liebenswerten Hausvogel "Pupugui". Das ist der auf meinem Avatar *liebhabensmilie* .
Beste Grüße, Nick
______________________________________


www.honkland.de
Immer wenn ich denke, daß es beknackter kaum noch werden kann, weiß ich es kurze Zeit später besser.

Benutzeravatar
Nick3000
Schräger Vogel
 
Beiträge: 4669
Registriert: 21 Nov 2010 12:15
Körpergewicht (kg): 87
Körpergröße (cm): 180
Körperfettanteil (%): 10
Trainingsbeginn (Jahr): 1993
Oberarmumfang (cm): 44
Lieblingsübung: Kreuzheben MP
Studio: McFit
Fachgebiet I: Training
Fachgebiet II: Training
Ich bin: Bob Kopf

Re: Nicks Vogelnest

Beitragvon Nick3000 » 14 Jun 2012 08:44

Pupu-Arme

Die denkbar einfachste Variante! Einfach diesen modifizierten Plan hier nehmen:

Trainingseinheit 1
Kniebeugen
Bankdrücken oder Dips mit weitem Griff
Beincurls
LH-Rudern vorgebeugt
Überkopfdrücken sitzend
(optional: als Abschluß 2 Satz Überzüge oder
Latzüge mit engem Parallelgriff und 12-15 Wdh.)

Trainingseinheit 2
Kreuzheben mit gestr. Beinen
Schrägbankdrücken
Beinpresse
Klimmzüge mit schulterweitem Untergriff
Partielles Rudern aufrecht oder High Pulls
(optional: als Abschluß 2 Satz Rudern
mit gestützter Brust und 12-15 Wdh.)

Und dann einfach am Tag nach TE1 Arme trainieren. Und das war´s. Gibt`s nix weiter zu beachten. Wer clever ist, beginnt die Arm-Einheit mit ein paar Satz Bauch und Waden im satzweisen Wechsel. Oder wenigstens paar Satz Waden, die kommen sonst nämlich schnell mal zu kurz.

Der ganze Mist sieht dann so aus:

MO: GK-Einheit 1
DI: Waden, (Bauch), Arme
MI---
DO: ---
FR: GK-Einheit 2
SA: ---
SO ---

Hurra! Und wer jetzt aber glaubt, daß ich hier noch `ne Anleitung für eine Muster-Arm-Einheit hinschreibe, der kann sich mal schön die Hose mit der Kneifzange zumachen. Wer schon einen separaten Armtag braucht / brauchen will, der darf sich jetzt mal ruhig selbst ein paar Gedanken machen. Außerdem stehen hier allein im Vogelnest etliche Infos zum Armtraining.

Fragen hierzu bitte gern im Fragen-Anregungen-Kritik-Thread.
Beste Grüße, Nick
______________________________________


www.honkland.de
Immer wenn ich denke, daß es beknackter kaum noch werden kann, weiß ich es kurze Zeit später besser.

Benutzeravatar
Nick3000
Schräger Vogel
 
Beiträge: 4669
Registriert: 21 Nov 2010 12:15
Körpergewicht (kg): 87
Körpergröße (cm): 180
Körperfettanteil (%): 10
Trainingsbeginn (Jahr): 1993
Oberarmumfang (cm): 44
Lieblingsübung: Kreuzheben MP
Studio: McFit
Fachgebiet I: Training
Fachgebiet II: Training
Ich bin: Bob Kopf

Re: Nicks Vogelnest

Beitragvon Nick3000 » 14 Jun 2012 08:46

Pupu-Brust

Hier wird`s schon etwas kniffliger. Aber auch kein Problem, geht alles. Wieder nehmen wir unseren modifizierten Basis-Plan:

Trainingseinheit 1
Kniebeugen
Bankdrücken oder Dips mit weitem Griff
Beincurls
LH-Rudern vorgebeugt
Überkopfdrücken sitzend
(optional: als Abschluß 2 Satz Überzüge oder
Latzüge mit engem Parallelgriff und 12-15 Wdh.)

Trainingseinheit 2
Kreuzheben mit gestr. Beinen
Schrägbankdrücken
Beinpresse
Klimmzüge mit schulterweitem Untergriff
Partielles Rudern aufrecht oder High Pulls
(optional: als Abschluß 2 Satz Rudern
mit gestützter Brust und 12-15 Wdh.)

Da wir nun aber den Tag nach TE1 Brust trainieren wollen, nehmen wir Bankdrücken und Überkopfdrücken einfach aus TE1 raus und packen es in die Spezial-Einheit rein.

Die Spezial-Einheit sollte wieder Bauch-Waden anfangs enthalten bzw. zumindest Waden, naja, und dann eben Brust und die Überkopfdrück-Variante. Wer will, kann auch Brust im satzweisen Wechsel mit Bauch und Waden machen. Also ein Satz Brust, Pause, ein Satz Waden, Pause, ein Satz Brust, Pause, ein Satz Waden usw… Und wenn die Waden durch sind, dann das Spielchen mit Brust und Bauch.

Plan sieht dann also so aus:

MO: GK-Einheit 1
DI: Waden, (Bauch), Brust
MI---
DO: ---
FR: GK-Einheit 2
SA: ---
SO ---

In der Brust-Einheit bitte nicht übertreiben. Bißl Bank- und / oder Schrägbankdrücken, paar Satz Überkopfdrücken, paar Fliegende oder Crossovers und gut.

Am Ende von TE1 geht dann natürlich ein bißl Bizeps, am Ende von TE2 ein bißl Trizeps.

Dies also die Variante für alle Brust-Fetischisten.

Ach ja: Wenn ihr die Pläne irgendwem zeigt oder weitergebt, dann bitte immer mit der Anmerkung, daß das eine NOTLÖSUNG ist, speziell für Euch zusammengebastelt, und daß der Ersteller dieser Pläne sonst im Leben nie sowas gemacht hätte, wenn Ihr ihn nicht lange genug -sagen wir mal subtilerweise- "überzeugt" hättet :D #03# .

Vielen Dank.
Beste Grüße, Nick
______________________________________


www.honkland.de
Immer wenn ich denke, daß es beknackter kaum noch werden kann, weiß ich es kurze Zeit später besser.

Benutzeravatar
Nick3000
Schräger Vogel
 
Beiträge: 4669
Registriert: 21 Nov 2010 12:15
Körpergewicht (kg): 87
Körpergröße (cm): 180
Körperfettanteil (%): 10
Trainingsbeginn (Jahr): 1993
Oberarmumfang (cm): 44
Lieblingsübung: Kreuzheben MP
Studio: McFit
Fachgebiet I: Training
Fachgebiet II: Training
Ich bin: Bob Kopf

Re: Nicks Vogelnest

Beitragvon Nick3000 » 14 Jun 2012 08:48

Pupu-Brust-Arme

Hier jetzt wieder ganz einfach. Wir nehmen einfach den Brust-Plan von eben und packen da die Arme noch mit in die Brust-Einheit. Waden und Bauch machen wir dann dafür als Abschluß der beiden Basis-TEs. Sieht dann so aus:

MO: GK-Einheit 1 plus Waden
DI: Brust-Arme
MI---
DO: ---
FR: GK-Einheit 2 plus Waden
SA: ---
SO ---

Die Brust-Arme Einheit sollte wie oben nicht viel mehr enthalten wie bißl Bank- und / oder Schrägbankdrücken, paar Satz Überkopfdrücken, paar Fliegende oder Crossovers. Und dann jeweils zwei Übungen Bizeps und zwei Übungen Trizeps mit jeweils 2-3 Satz.

Hier mal ein Beispiel, wie die Brust-Arme-Einheit aussehen könnte:

Bankdrücken 3 x 10-8-6
Überkopfdrücken 3 x 10-8-6
Kabelcrossovers 2 x 12-10
Schrägbankdrücken 2 x 12-10
Schrägbank- oder Schrägbank-Hammercurls 2 x 12-10
LH- oder SZ-Curls oder Kabelcurls liegend 3 x 10-8-6
Trizepsstrecken hinter Kopf am Kabelzug 2 x 12-10
FrenchPress 3 x 10-8-6

So würde ich das machen. Bei den Armen also mit einer SDtretch-Variante beginnen, gefolgt von der Mittelradius-Variante. Beim Trizeps zwei Streck- und keine Drückübungen, da vorher genug gedrückt wird.

Jo, und das war`s dann wohl auch schon, hurra #10# #10# #10# .

Wie gesagt, Fragen, Anregungen und Kritik bitte in dem anderen Thread. Und ja, lieber Kumpel VERFECHTER, weil Du die ganze Nacht durchgehalten hast, wahrscheinlich ohne ein Auge zuzumachen, darfst Du jetzt hier ganz speziell und exklusiv was dazu sagen #12# :-o :-) .

Bitte:
Beste Grüße, Nick
______________________________________


www.honkland.de
Immer wenn ich denke, daß es beknackter kaum noch werden kann, weiß ich es kurze Zeit später besser.

cortex777
TA Neuling
 
Beiträge: 30
Registriert: 30 Mär 2011 15:42

Re: Nicks Vogelnest

Beitragvon cortex777 » 17 Jun 2012 01:06

Nick3000 hat geschrieben:So würde ich das machen. Bei den Armen also mit einer SDtretch-Variante beginnen, gefolgt von der Mittelradius-Variante. Beim Trizeps zwei Streck- und keine Drückübungen, da vorher genug gedrückt wird.


Warum als erstes eine Übung mit der Stretch-Variante?

Benutzeravatar
Nick3000
Schräger Vogel
 
Beiträge: 4669
Registriert: 21 Nov 2010 12:15
Körpergewicht (kg): 87
Körpergröße (cm): 180
Körperfettanteil (%): 10
Trainingsbeginn (Jahr): 1993
Oberarmumfang (cm): 44
Lieblingsübung: Kreuzheben MP
Studio: McFit
Fachgebiet I: Training
Fachgebiet II: Training
Ich bin: Bob Kopf

Re: Nicks Vogelnest

Beitragvon Nick3000 » 17 Jun 2012 08:08

cortex777 hat geschrieben:Warum als erstes eine Übung mit der Stretch-Variante?


Kommt gut :D .

Ich habe vor zig Jahren mal ein Buch zum Thema "POF" (Positions Of Flexion) gelesen, war -glaube ich- von Steve Holman. Dort wurden halt haarklein die ganzen Positionen und Bewegungen erörtert, also von der Stretch- über die Mittelradius- hin zur Kontraktionsposition.

Und nun war es so, daß Holman empfahl, in jedem Workout jede dieser Positionen abzudecken, also um mal beim Bizeps-Beispiel zu bleiben:

1. Schrägbank-Curls (S)
2. LH-Curls (M)
3. Konzentraions-Curls (K)

So, und das habe ich dann eine Zeit lang übernommen und ausgetestet, und da habe ich festgestellt, daß es tatsächlich sehr effektiv ist, die Stretch- vor der Mittelradius-Variante auszuführen. Zumindest bei kleineren Muskelpartien. Ferner habe ich festgestellt, daß man am ehesten auf die Kontraktions-Übung verzichten kann, wenn man "nur" zwei Übungen ausführen möchte.

Frag` mich jetzt bitte nicht, warum da was wo und weshalb passiert. Ich bin nicht so unbedingt der Theorie-Fan. Also bitte nicht falsch verstehen, ich lese auch gern ein gutes BB-Buch, und sicher ist auch ein anständiges Hintergrund-Wissen vorhanden. Aber ich stehe voll nicht auf theoretische Diskussionen im Internet :-) :D ... Ist nicht mein Business, mußt mir also so glauben, wenn ich Dir sage, daß es einen dicken Bizeps gibt.
Beste Grüße, Nick
______________________________________


www.honkland.de
Immer wenn ich denke, daß es beknackter kaum noch werden kann, weiß ich es kurze Zeit später besser.

Benutzeravatar
Nick3000
Schräger Vogel
 
Beiträge: 4669
Registriert: 21 Nov 2010 12:15
Körpergewicht (kg): 87
Körpergröße (cm): 180
Körperfettanteil (%): 10
Trainingsbeginn (Jahr): 1993
Oberarmumfang (cm): 44
Lieblingsübung: Kreuzheben MP
Studio: McFit
Fachgebiet I: Training
Fachgebiet II: Training
Ich bin: Bob Kopf

Re: Nicks Vogelnest

Beitragvon Nick3000 » 21 Jun 2012 15:12

Ich danke für das Lob und Feedback :) #04# !

Hab`s mal in diesen Thread hier

allgemeine-fragen-anregungen-und-kritik-t237009.html

verschoben. Das ist aber gar nicht schlimm und auch nicht böse gemeint oder so, das wollen wir hier lediglich so handhaben, damit das Nest nicht zu feist wird, hurra :-) *sonstsmilie* :) ...

@ Beats

Quatsch, ist doch überhaupt nicht schlimm. Ist doch hier nur ein Thread und nicht das Skriptum des heiligen Benjamin von Persien #12# :-) :) .

Aber ich verschieb`s trotzdem mal in den verlinkten thread, ja?!
Beste Grüße, Nick
______________________________________


www.honkland.de
Immer wenn ich denke, daß es beknackter kaum noch werden kann, weiß ich es kurze Zeit später besser.

Benutzeravatar
Beats
TA Elite Member
 
Beiträge: 9628
Registriert: 03 Okt 2010 14:02
Körpergewicht (kg): 76
Bankdrücken (kg): 140
Kniebeugen (kg): lel
Kreuzheben (kg): 200
Kampfsport: Ja

Re: Nicks Vogelnest

Beitragvon Beats » 22 Jun 2012 00:17

Oh Gott, sorry. *sonstsmilie*
Hatte 2 Tabs offen und dachte ich wär im Frage-Thread.

@timothy:

Ok, würde dann also so aussehen:

Trainingseinheit 1
Kniebeugen/Kreuzheben
Bankdrücken
weites T-Bar Rudern
Überkopfdrücken sitzend an der MP
Curls

Trainingseinheit 2
Kreuzheben gestr.
Schrägbankdrücken an der MP
Klimmzüge mit schulterweitem Untergriff
Rudern aufrecht am Kabel
Dips

Werds dann so lassen. Danke :)

Benutzeravatar
Nick3000
Schräger Vogel
 
Beiträge: 4669
Registriert: 21 Nov 2010 12:15
Körpergewicht (kg): 87
Körpergröße (cm): 180
Körperfettanteil (%): 10
Trainingsbeginn (Jahr): 1993
Oberarmumfang (cm): 44
Lieblingsübung: Kreuzheben MP
Studio: McFit
Fachgebiet I: Training
Fachgebiet II: Training
Ich bin: Bob Kopf

Re: Nicks Vogelnest

Beitragvon Nick3000 » 22 Jun 2012 08:30

Beats hat geschrieben:...Ok, würde dann also so aussehen:

Trainingseinheit 1
Kniebeugen / Kreuzheben
Bankdrücken
weites T-Bar Rudern
Überkopfdrücken sitzend an der MP
Curls

Trainingseinheit 2
Kreuzheben gestr. / Beinbeugemaschine
Schrägbankdrücken an der MP
Klimmzüge mit schulterweitem Untergriff
Rudern aufrecht am Kabel
Dips


Aber hierauf möchte ich trotzdem gern in diesem Thread antworten, weil ich das eine sehr gute Überlegung finde.

Und zwar würde ich in diesem Fall dann nicht nur Kniebeugen und Kreuzheben alternieren, sondern auch Kreuzheben gestr. und Beinbeuger. Das hieße , in Einheit 1a dann Kniebeugen und in Einheit 2a Kreuzheben mit gestr. Beinen. Und in 1b dann reg. Kreuzheben, in 2 b dann Beinbeugemaschine.

Und zwar würde ich den ganzen Mist dann mit dieser Frequenz trainieren:

1a - Pause - 2a - Pause - Pause - 1b - Pause - 2b - Pause - Pause.

Also die Frequenz finde ich eh besonders sinnvoll, das sind 4 Einheiten in 10 Tagen. Und hier käme noch hinzu, daß man von 2a (Kreuzh. gestr.) auf 1b (reg. Kreuzheben) auch nochmal zwei Tage Pause dazwischen hat.

Und in Einheit 2b müßte man den Beinbeuger auch nicht gleich als erstes machen. Ich würde den dann irgendwo mittendrin machen, um dem Oberkörper etwas Pause zu gönnen. Man könnte Einheit 2b dann also auch mit einer Übung starten, auf die man erhöhte Priorität setzt. Vielleicht sogar mal Rudern aufrecht in der partiellen Variante, macht man ja sonst nicht. Aber das steht jedem hier frei :) .

Also ich finde das ziemlich gut, und das wollen wir hier jetzt auch als kleine Alternative zum regulären Zweier-GK drinlassen. Insoweit schöner Post im richtigen Thread, Beats :-) :-) #04# ...

Alle weiteren Diskussionen hierzu bzw. weitere Abwandlungsmöglichkeiten dann aber bitte wieder im Fragen-sonstwas-Thread.
Beste Grüße, Nick
______________________________________


www.honkland.de
Immer wenn ich denke, daß es beknackter kaum noch werden kann, weiß ich es kurze Zeit später besser.

timothy PITTer
 

Re: Nicks Vogelnest

Beitragvon timothy PITTer » 24 Jun 2012 18:38

Fragen oder Diskussionen im dazugehörigen Thread!!!

Ist das denn so schwer :) ?

VorherigeNächste

Zurück zu Trainingspläne & Trainingssysteme

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: lewwerworscht, Sommer75 und 6 Gäste