Ramadan - wie stellt man sich drauf ein?

Ihr habt Fragen zu eurer Diät oder braucht Tipps zum Abnehmen?

Moderator: Team Ernährung & Supplemente

Benutzeravatar
Nobber89
TA Rookie
 
Beiträge: 84
Registriert: 16 Okt 2018 13:39
Wohnort: Sachsen
Geschlecht (m/w): m
Körpergewicht (kg): 76
Körpergröße (cm): 176
Körperfettanteil (%): 20
Trainingsbeginn (Jahr): 2018
Wettkampferfahrung: Nein
Steroiderfahrung: Nein
Trainingsort: Studio
Kampfsport: Ja
Ziel KFA (%): 10
Ich bin: ein Original

Ramadan - wie stellt man sich drauf ein?

Beitragvon Nobber89 » 12 Jan 2019 18:53

Ich möchte dieses Jahr den Ramadan konsequent den ganzen Monat lang durchziehen. Wie ihr wisst, wird dann solange die Sonne scheint nichts gegessen und nichts getrunken, das sind im Sommer hier in Deutschland dann locker mal 18h.

Letztes Jahr lernte ich nach Ramadan einen zierlichen, schmächtigen 50kg-Typ kennen und er zeigte mir Fotos auf seinem Handy wie er vor Ramadan aussah: ein durchtrainierter, attraktiver Bodybuilder! :-o

Im Mai diesen Jahres ist wieder Ramadan und ich möchte ebenfalls komplett mitfasten und hab natürlich Bedenken, dass mir das gleiche passiert. Wer will schon seine mühsam antrainierte Muskelmasse verlieren?!

Also muss man sich drauf vorbereiten, damit man Training und Ernährung dementsprechend anpasst.

Bisher weiß ich nur, dass man eine Art Erhaltungstraining, dh. kein Kardio und weniger Gewicht am besten Abends vor dem Fastenbrechen absolvieren sollte. Steigerungen kann man da selbstverständlich nicht erwarten, es geht nur darum, das bisher Erreichte möglichst verlustfrei zu erhalten.
Die Ernährung sollte bei der letzten Mahlzeit vor der Morgendämmerung aus schwer verdaulichen Eiweiß und Kohlenhydraten bestehen, also Quark und Haferflocken/Reis. Abends fängt man dann eher mit leichtverdaulichem wie Obst und Suppe an und arbeitet sich dann zu ner vollwertigen Hauptmahlzeit vor.

Mehr weiß ich nicht.

Würde mich freuen wenn wir hier Wissen über dieses Thema zusammentragen können und vielleicht auch eigene Erfahrungen dazu berichtet werden.

Könnte man den Ramadan denn nicht auch als Diät bzw. Definitionsphase nutzen?
wenn man sowieso schon wenig isst und Aufbau nicht möglich ist würde sich das ja anbieten


Wer die Werbung nicht mag, der kann sie in seinen Persönl. Einstellungen ausschalten.
 


Benutzeravatar
Moseltaler
Mod Team Bodybuilding & Training
 
Beiträge: 52500
Registriert: 16 Okt 2007 12:04
Wettkampferfahrung: Ja
Steroiderfahrung: Nein
Trainingsort: Studio
Trainingsplan: Volumen
Lieblingsübung: Physiotherapie
Kampfsport: Ja
Studio: Aktiv-Sport Trier
Fachgebiet I: Training
Ich bin: Rehasportler

Re: Ramadan - wie stellt man sich drauf ein?

Beitragvon Moseltaler » 12 Jan 2019 18:58

Greg Nuckols

Two fundamental errors:

1) Assuming that what works for you will work for everyone else.

2) Assuming that what works on average will work for every individual.

"Bros" often commit the first error, and tend to react poorly when they're called on it by sciency folks.

Sciency folks (people who apply research uncritically, at least) often commit the second error, and tend to react just as poorly as the "bros" when called out on it.

Be vigilant about avoiding both issues.

Benutzeravatar
Muto
TA Elite Member
 
Beiträge: 9875
Registriert: 26 Mai 2013 17:19
Wohnort: Frankfurt
Körpergewicht (kg): 99
Körpergröße (cm): 180
Körperfettanteil (%): 14
Bankdrücken (kg): 140 6x
Wettkampferfahrung: Ja

Re: Ramadan - wie stellt man sich drauf ein?

Beitragvon Muto » 12 Jan 2019 20:39

Ich habe die letzten 4 Jahre an Ramadan gefastet und Bodybuilding ganz normal durchgezogen. Die ersten 3 Jahre habe ich dabei eine Diät gemacht und abgenommen weil man eben wenig Zeit zum Essen hat, aber letztes Jahr habe ich trotz des Fastens aufgebaut.
Lag einfach daran, dass ich eine Woche vor Ramadan meinen Wettkampf hatte und ich danach wie verrückt essen konnte.
300g Reis (trocken) + 600g Hähnchen waren in weniger als 10 Minuten weg. Wenn du soviel und schnell essen kannst, musst du während Ramadan auch nicht abnehmen.

Dieses Jahr werde ich den Monat wieder als Diät nutzen weil ich schon lange im Aufbau bin, mein KFA etwas höher ist und einfach nicht mehr soviel auf einmal essen kann. Ich freue mich sogar schon drauf, ehrlich. Endlich eine Zeit lang nicht mehr stopfen müssen.

Das Training konnte ich bisher immer ganz normal durchziehen und wurde (Vorallem letztes Jahr im Aufbau / Rebound) auch stärker. Klar es ist ungewohnt ohne etwas zu trinken, aber in klimatisierten Studios geht das schon.
Ich trainiere auch erst abends, sodass ich kurz vorm Essen fertig bin.

Wenn du am Abend genug Protein zu dir nimmst und dein Training weiterhin durchziehst brauchst du dir wegen Muskelabbau in so kurzer Zeit keine Sorgen zu machen. Sieh das einfach als Intermittent Fasting Diät. Ist es ja eigentlich auch, nur, dass man die Fastenzeit nicht im Schlaf hat.
Man muss nicht unbedingt alle 2-3 Stunden etwas essen...
Muto's Offseason Log - Road to Masse

Swan/ hat am 02 Mai 2017 17:00 geschrieben:....damals hat man halt sportrevue und flex gelesen , hat brutal trainiert und gefressen wie ein schwein.....
heute onnanieren se auf tim gabel videos , trainieren science-based und wiegen nach zehn jahren training knackige 77kg....

Benutzeravatar
Freki
TA Stamm Member
 
Beiträge: 964
Registriert: 11 Aug 2004 13:37
Körpergröße (cm): 193
Trainingsbeginn (Jahr): 1998
Bankdrücken (kg): 190
Wettkampferfahrung: Nein
Steroiderfahrung: Ja
Trainingsort: Studio
Trainingsplan: Sonstiges
Trainingslog: Ja
Ernährungsplan: Ja
Kampfsport: Ja
Ziel Gewicht (kg): 90
Ziel KFA (%): 5
Studio: McF

Re: Ramadan - wie stellt man sich drauf ein?

Beitragvon Freki » 12 Jan 2019 21:06

Evtl. HFLC eine Alternative, wird noch länger verdaut.


Zurück zu Diäten und Abnehmen

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 4 Gäste