Sulcus ulnaris Syndrom - Fingertaubheit - Ellenbogenprobleme

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flmask
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Sulcus ulnaris Syndrom - Fingertaubheit - Ellenbogenprobleme

Beitragvon flmask » 02 Jun 2008 21:56

Hallo zusammen

Bin neu hier und mir ist aufgefallen, dass nicht nur ich Probleme mit dem Ulnarnerv habe. So hatte ich jeweils am Morgen ein Taubheitsgefühl im kleinen Finger, im halben Ringfinger und in der ulnaren Handpartie. Sobald ich den Arm am Morgen wieder Streckte, war das Gefühl innert Sekunden wieder da. Schmerzen hatte ich sehr selten an der Innenseite des Ellenbogens, jedoch absolut nicht gravierend. Bei den Armuebungen spürte ich ab und zu ein Zucken in der Innenseite des Ellenbogens. Da die kurzfristigen Lähmunen jeden Morgen auftraten (abechselnd an beiden Armen, je nach Beugung), suchte ich einen Neurologen auf. Das war 2005. Er mass die Nervenleitgeschwindigkeit; dieser Untersuch ist etwas unangenehm, vergleichbar mit dem Anfassen eines elektrischen Kuhzaun, tut aber nicht weh. Die Werte waren zwar nicht schlecht, aber auch nicht rosig. Durch mein Armtraining und die nächtliche Beugung wurde der Nerv jeweils gequetscht. Mein Arzt meinte, ich könne weitertrainieren, nachts solle ich eine Schiene tragen. Hmm ... mit so einer Schiene zu schlafen ist ein etwas gewöhnungsbedürftiges Gefühl, langfristig war das mir zu doof. Beruflich bedingt musste ich mit dem Krafttraining aufhören; innerhalb weniger Wochen hatte ich am Morgen nie mehr Lähmungserscheinungen. Einzig nach anstrengender, kraftraubender Gartenarbeit (Hecke schneiden etc.) hatte ich am folgenden Morgen wieder das Ulnarproblem. Nun, 3 Jahre später, habe ich wieder langsam mit dem Krafttraining angefangen - und siehe da - meine 1 1/2 Fingerchen sind am Morgen wieder schön eingschlafen :-| - Im Internet habe ich jetzt einen Link für einen - so hoffe ich - bequemeren Ellenbogenschoner gefunden. Diesen möchte ich euch nicht vorenthalten: http://www.bort.de/deutsch/produktkatal ... item=19240
Ebenso habe ich folgenden interessanten Artikel mit vielen Details im Internet aufgestöbert:

Der Nervus ulnaris ist anfällig für Verletzungen durch Druck und Zug. Durch oft wiederholte Bewegungen oder ständige Belastung kann der Nerv so stark gereizt werden, dass er beschädigt wird.

Der N. ulnaris (C8, Th1) verläuft in der Axilla nahe dem N. medianus und der Vena axillaris. In der Mitte des Humerus durchbricht er das Septum intermuskularis und verläuft distalwärts zwischen dem Septum intermuskulare und dem medialen Kopf des M. trizeps. Im Bereich des Ellenbogens erstreckt er sich hinter dem medialen Epicondylus des Humerus (wo er gegenüber Verletzungen besonders exponiert ist) und gelangt in den Sulcus ulnaris. Dieser ist durch Ligamenta, dem medialen Epicondylus und dem Olecranon begrenzt. Danach verläuft er zwischen beiden Köpfen des M. flexor carpi ulnaris zum M. flexor digitorum profundus III und IV. Im distalen Unterarmdrittel zweigt der dorsale sensible Ast zum Handrücken ab und der Ramus palmaris zum Hypothenar. In Höhe des Handgelenkes verläuft der N. ulnaris über dem Lig. carpi transversum und unter der palmaren Faszie zwischen Os pisiforme und Hamulus des Os Hamatum (Kanal von Guyon). Potentielle Kompressionsstellen im Sulcus ulnaris sind:
• Mediales intermuskuläres Septum (Arkade von Struthers) (Ochiai et al. 2000)
• Retroepicondyläre Grube
• Humero-ulnare Arkade (Aponeurose zwischen Humerus und ulnaren Ursprung des M. flexor carpi ulnaris)
• Austritt aus dem M. flexor carpi ulnaris Prädisponierend sind das männliche Geschlecht sowie bei Frauen ein niedriger Body Mass Index (Richardson et al. 2001)

Symptome

Im Vordergrund stehen nächtliche Parästhesien, vor allem im IV. und V. Finger sowie Schmerzen im Bereich des Ellenbogengelenkes und sensible Symptome bei länger anhaltender Flexion in der Ellenbeuge. Sensibilitätsstörungen: Lokalisation an Ringer- und Kleinfinger sowie am ulnaren Handrücken. Anfänglich treten die Beschwerden nur bei Ellenbogengelenksbeugung auf (z.B. Zeitungslesen, Autofahren) später persistierend. Schmerzen: Es bestehen Schmerzen im Bereich der Ellenbeuge mit Ausstrahlung ulnarwärts bis in den Finger IV und V. Vielfach sind die Schmerzen nachts intensiver. Motorik: Am auffälligsten ist eine Schwäche des Faustschlusses (M. flexor dig. profundus) und für das Fingerspreizen (Mm. interossei). In fortgeschrittenen Stadien fällt die Krallenstellung des Ringer- und Kleinfingers auf. Bei aktiver Streckung der Finger werden die Fingergrundgelenke überstreckt, wogegen an Mittel- und Endgelenken ein Streckdefizit durch Lähmung der Mm. interossei und Mm. lumbricales verbleibt. Weiters findet sich eine Atrophie des Hypothenars und des M. interosseus. I. Cave: Bei einer erheblichen Ulnariskompression im Sulcus ulnaris können motorische Ausfälle fehlen, wenn eine Martin- Gruber-Anastomose vorliegt.

Diagnose

Klinik: Tinel’sches Zeichen: Sensitivität 80%, Spezifität 92% (Montagna und Liguori 2000) Elektrophysiologische Untersuchungen: zahlreiche elektro-physiologische Techniken stehen zur Verfügung.
• Sensible antidrome Nervenleitgeschwindigkeit unter Anwendung von Oberflächenelektroden: Vorteile: sind die rasche Durchführbarkeit und die Diagnose ist nicht invasiv. Nachteile: Vielfach kann vor allem bei Stimulation in der Cubita selbst beim Gesunden kein Potential abgeleitet werden. Das Fehlen eines Potentials ist somit nicht als pathologisch anzusehen. Die Auswertung beschränkt sich auf die sensible Nervenleitgeschwindigkeit, wo hingegen Amplitude, Dauer und Phasenanzahl des Nervenaktionspotentials nicht beurteilbar sind.
• Sensible orthodrome Nervenleitgeschwindigkeit (Near-Nerve- Technique): Vorteile: Sensitivität 56 bis 86%. Neben der Nervenleitgeschwindigkeit kann auch die Amplitude, die Dauer und die Phasenanzahl des Nervenaktionspotentials ausgewertet werden. Nachteile: zeitaufwändig und invasiv.
• Motorische Nervenleitgeschwindigkeit Die Sensitivität liegt bei 37 bis 81%. Zur Ableitung werden Oberflächenelektroden angewandt, wobei sich empfiehlt, die Untersuchung fraktioniert mit Stimulation im Bereich der Axilla, supracubital, infracubital und im Handgelenk durchzuführen. Die Armhaltung sollte bei der Untersuchung definiert sein (empfohlen wird ein 70 bis 90%-ige Flexion des Unterarmes). Die Ableitung sollte vom Abductor dig. quinti erfolgen und falls normal vom M. inteross. dorsalis I. Als pathologisch wird eine um mehr als 10m pro Sekunde herabgesetzte Nervenleitgeschwindigkeit im Ellenbogensegment im Vergleich zum Unterarmsegment oder eine signifikante Verminderung der Summenpotentialamplitude der motorischen Antwort nach Nervenstimulation proximal im Vergleich zu distal des Sulcus ulnaris um mindestens 20% angesehen. Einschränkend darf aus eigener Erfahrung vermerkt werden, dass im eigenen Patientengut eine Differenz von 10m zwischen Sulcus cubitalis und Unterarm auch beim Gesunden beobachtet werden kann. Nicht auszuschließen ist allerdings, dass bei diesen Probanden ein subklinisches Sulcus ulnaris Syndrom besteht. Dies macht die Notwendigkeit eigener Normwerte deutlich. Cave: Eine proximale Martin-Gruber Anastomose kann einen Leitungsblock im Sulcus ulnaris vortäuschen (Whitaker und Felice 2004).
• Latenz zu Vorderarmmuskeln: Sensitivität bis 54%. Diese Technik ist vor allem bei fortgeschrittenem Sulcus ulnaris Syndrom sinnvoll, wenn weder vom Hypothenar noch vom M. interosseus I ein verlässliches Potential registriert werden kann (Tackmann 1984, Uchida und Sugioka 1993, Shakir et al. 2004).
• Inching-Technik: Der N. ulnaris wird mit der Reizelektrode in Abständen von 10mm jeweils stimuliert. Im Bereich der Läsionsstelle findet sich ein typischer Latenz- und Amplitudensprung der eine exaktere Lokalisation der Schädigung innerhalb des Sulcus ulnaris gestattet (Azrieli et al 2002).
• Nadelelektromyographie: Die Nadelelektromyographie erlaubt den Nachweis einer partiellen Denervation von Muskeln proximal des Handgelenkes und ist somit vor allem von differentialdiagnostischer Bedeutung. Radiologische Untersuchungen, sonographische Untersuchungen und MRT: Röntgen des Ellenbogen, A/B seitlich sowie Tangentialaufnahmen des Sulcus ulnaris erlauben knöcherne Anomalien (Arthrosen usw.) zu erfassen. Mittels MRT und sonographischer Untersuchungen können anatomische Anomalitäten einschließlich der Subluxation des N. ulnaris im Bereich der Ellenbogenregion (Grechenig et al. 2003) detektiert werden. Weiters kann bei longitudinalen Untersuchungen eine Vergrößerung des Diameters des N. ulnaris erfasst werden (Beekman et al. 2004).

Differentialdiagnose

Differentialdiagnostisch muss an folgende Syndrome gedacht werden:
• Syndrom der Loge von Guyon: Druckschmerz über dem Hypothenar, Elektrophysiologie
• Radikuläre Laesion C8: Schmerzen im HWS-Bereich mit radikulärer Ausstrahlung. Es sind elektromyographisch nicht ausschließlich ulnarisinnervierte Muskeln betroffen.
• Thoracic outlet Syndrom: Sensibilitätsstörungen am ulnaren Unteram; Elektrophysiologie

Therapie

In Anbetracht der vorliegenden pathophysiologischen Mechanismen ist Ziel der Therapie die Druckentlastung im Sulcus cubitalis. Die Druckverhältnisse im Sulcus cubitalis sind von der Unterarmposition abhängig. So beträgt der intracubitale Druck bei ausgestrecktem Arm 5mmHg, bei Beugung bis 90 Grad erfolgt eine Zunahme bis maximal 30mmHg, bei maximaler Flexion kommt es bei Gesunden zu einer weiteren Druckerhöhung bis maximal 50mmHg und bei bestehenden Anomalien bis maximal 100mmHg (Pechan und Julius1975, McNicol 1980, Miller und Camp 1979). Weiters kommt es bei Beugung im Ellenbogengelenk zu einer Verschiebung des N. ulnaris im Sulcus um ca. 2,5cm. Verhaltensmaßnahmen: Padua et al. 2002 haben in einer teilweise prospektiven und teilweise retrospektiven Studien an 24 Patienten mit Sulcus ulnaris Syndrom nach neun- bis zwölfmonatigem Einhalten von gezielten Verhaltensmaßnahmen (ohne Anwendung von Orthesen) in 42% der von ihnen untersuchten Patienten Symptomfreiheit beobachtet. Bei 29% bestanden weiterhin Beschwerden in unveränderter Intensität und bei 21% kam es zu einer Verschlechterung. In einer früheren Untersuchung konnte bei Patienten mit ausschließlich subjektiven Symptomen eines Sulcus ulnaris Syndroms und einer durchschnittlichen Beobachtungsphase von 22 Monaten in 90% Beschwerdefreiheit beobachtet werden (Eisen und Danon 1974). Allerdings finden sich in der Originalarbeit keine Angaben, ob gleichzeitig eine konservative Therapie erfolgte, sodass unklar ist, ob der Spontanverlauf oder die gezielte Verhaltensberatung für den günstigen Verlauf verantwortlich war. Orthesen: Nach nächtlichem Tragen einer Orthese (in 30 Grad Ellenbogenflexion bei maximal zulässiger Beugung bis 60 Grad) für sechs Monate konnte Seror (1994) bei 49% der Patienten (n=30) Beschwerdefreiheit oder fast völliges Verschwinden der Symptome erreichen. Besserungsbeginn trat meist innerhalb von 14 Tagen auf. Ziel der sechsmonatigen Anwendung der Orthese war neben der Druckentlastung die Schlafgewohnheiten der Patientin dahingehend zu ändern, dass eine nächtliche Flexion der Ellenbeuge vermieden wird. Die Ergebnisse ließen sich klinisch und elektrophysiologisch objektivieren. Bedauerlicher Weise hat der Autor in seiner prospektiven Studie auch Fälle mit akuter Ulnarislaesion eingeschlossen (z.B. posttraumatisch bzw. spontan über Nacht aufgetretene Paresen), die somit die Ergebnisse der Anwendung von Orthesen im Rahmen eines chronischen Kompressionssyndroms verfälschen könnten. In einer weiteren prospektiven Studie über zwölf bis 124 Monate untersuchten Dellon et al. 1993 an 121 Patienten mit 164 Sulcus ulnaris Syndromen (43 wiesen ein bilaterales Sulcus ulnaris Syndrom auf) den Verlauf des Sulcus ulnaris Syndrom nach Verhaltensmodifizierung (Vermeiden von Tätigkeiten mit gebeugten Armen) und nächtliche Verwendung einer Orthese bzw. Kissen in der Ellenbeuge während mindestens drei Monate, zumeist aber sechs Monate (Ellenbeuge in 30 Grad Flexion fixiert). Es zeigte sich, dass bei Patienten mit ausschließlich intermittierenden Symptomen ohne neurologisch fassbare sensible oder motorische Ausfälle in nur 11% eine Operation erforderlich wurde, bei Patienten mit intermittierenden Beschwerden und neurologischen Ausfällen wurden hingegen je nach Schweregrad 33 bzw. 62% der Patienten einer Operation zuführt. Patienten mit Sulcus ulnaris Syndrom im Zusammenhang mit einem Trauma haben hinsichtlich einer erfolgreichen konservativen Therapie eine schlechtere Prognose (42% versus 30%). Dies ist wahrscheinlich durch eine Fibrosierung des subcutanen Gewebes im Sulcus ulnaris, die konservativ nicht behoben werden kann, bedingt. Die Wahrscheinlichkeit bei alleinigem Bestehen von intermittierenden Symptomen unter einer konservativen Therapie symptomfrei zu werden lag bei 42% bzw. innerhalb von sechs Jahren eine Operation zu benötigen bei 21%. Nach drei Jahren betrug die Wahrscheinlichkeit eine Operation zu benötigen bei mäßiger Ausprägung der Symptomatik 33% und bei schwerer Ausprägung des Sulcus ulnaris Syndroms 62%. Zusammenfassend weisen die Vorliegenden Daten somit darauf, dass:
• bei leichten Fällen von Sulcus ulnaris Syndrom der Spontanverlauf zu Symptomfreiheit führen kann.
• Beratung der Patienten im Sinne einer Verhaltensänderung mit Vermeidung lang anhaltender Flexionshaltung im Ellenbogen sowie repetitiver Bewegungen für das Beugen und Strecken in der Ellenbeuge bzw. Vermeidung von Druck auf die Ellenbeuge vor allem bei leichter Intensität und mittlerer Intensität der Beschwerden zu Symptomfreiheit oder Besserung führen können.
• die Verwendung von nächtlichen Orthesen für die Dauer von drei bis sechs Monaten ebenfalls zu einer Besserung der Symptomatik vor allem bei leichten und mittelschweren Syndromen führen kann. Bedauerlicher Weise liegen jedoch keine Vergleichsstudien zwischen unbehandelten Patienten und lediglich durch Verhaltensänderung behandelter Patienten bzw. Patienten mit ausschließlicher Verwendung einer nächtlichen Orthese gegenüber einer Gruppe mit ausschließlicher Verhaltensänderung, da die oben angeführten Untersuchungen jeweils ohne Kontrollgruppe durchgeführt wurden.

Ich würde mich freuen, wenn andere Leidensgenossen ihre aktuellen Statements zu diesem Thema hier posten.

Beste Grüsse
flmask.


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Jo.Ch.
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Re: Sulcus ulnaris Syndrom - Fingertaubheit - Ellenbogenprob

Beitragvon Jo.Ch. » 03 Jun 2008 23:17

Hab seit nem Jahr ein Sulcus Ulnaris Syndrom.

flmask hat geschrieben:Hallo zusammen

Bin neu hier und mir ist aufgefallen, dass nicht nur ich Probleme mit dem Ulnarnerv habe. So hatte ich jeweils am Morgen ein Taubheitsgefühl im kleinen Finger, im halben Ringfinger und in der ulnaren Handpartie. Sobald ich den Arm am Morgen wieder Streckte, war das Gefühl innert Sekunden wieder da. Schmerzen hatte ich sehr selten an der Innenseite des Ellenbogens, jedoch absolut nicht gravierend. Bei den Armuebungen spürte ich ab und zu ein Zucken in der Innenseite des Ellenbogens. Da die kurzfristigen Lähmunen jeden Morgen auftraten (abechselnd an beiden Armen, je nach Beugung), suchte ich einen Neurologen auf. Das war 2005. Er mass die Nervenleitgeschwindigkeit; dieser Untersuch ist etwas unangenehm, vergleichbar mit dem Anfassen eines elektrischen Kuhzaun, tut aber nicht weh. Die Werte waren zwar nicht schlecht, aber auch nicht rosig. Durch mein Armtraining und die nächtliche Beugung wurde der Nerv jeweils gequetscht. Mein Arzt meinte, ich könne weitertrainieren, nachts solle ich eine Schiene tragen. Hmm ... mit so einer Schiene zu schlafen ist ein etwas gewöhnungsbedürftiges Gefühl, langfristig war das mir zu doof.

Was soll man dazu noch sagen...ich hab das erste halbe Jahr mit nem Seil meinen Arm so am Bett fixiert, dass ich ihn weder beugen noch den Arm großartig heben konnte. Um zu vermeiden dass ich mich nachts auf die entsprechende Seite rolle hab ich Kissen als Blockaden benutz.

Beruflich bedingt musste ich mit dem Krafttraining aufhören; innerhalb weniger Wochen hatte ich am Morgen nie mehr Lähmungserscheinungen. Einzig nach anstrengender, kraftraubender Gartenarbeit (Hecke schneiden etc.) hatte ich am folgenden Morgen wieder das Ulnarproblem. Nun, 3 Jahre später, habe ich wieder langsam mit dem Krafttraining angefangen - und siehe da - meine 1 1/2 Fingerchen sind am Morgen wieder schön eingschlafen :-| - Im Internet habe ich jetzt einen Link für einen - so hoffe ich - bequemeren Ellenbogenschoner gefunden. Diesen möchte ich euch nicht vorenthalten: http://www.bort.de/deutsch/produktkatal ... item=19240


Ich hab die gleiche. Sie dient hauptsächlich dafür, dass der Nerv im Olecranonbereich nicht gereizt wird. Nachts wirds dir wahrscheinlich nicht so viel helfen, denn sie fixiert den Ellbogen nicht. Ist aber sich keine schlechte Investition: Am Anfang hat sie die Symptome etwas gelindert, die Polsterung ist auch brauchbar wenn man viel am Schreibtisch arbeitet.


Das Buch Pain Free von Egoscue solltest du dir auch überlegen. Es gibt darin ein Programm für dieses Problem. Dauer 1h pro Tag, 7 Tage die Woche, morgens.
Die Internetkritiken sind gut.
Dieses spezielle Programm mach ich seit ca. 2 Wochen. Der Wecker klingelt jetzt immer ne Stunde früher #01#

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Beitragvon hotspot » 04 Jun 2008 12:53

Willkommen im Club.
flmask wenn du noch mehr Antworten haben willst, füge die Texte lieber als Links ein, ist übersichtlicher und schreckt nicht soviele lesefaulen User ab ;-)

Ich leide unter dem gleichen Problem.
- Mich würde interessieren wie ihr euer Training gestaltet? Mit hat es sehr geholfen jede Beugung unter Last von über 90° zu vermeiden (ich trainiere also nicht über die volle ROM) einige Übungen sind jetzt Tabu aber wenigstens schlafen die Hände und Unterarme nicht mehr ein...
- Außerdem arbeite ich viel am Computer, dort hilft es Softpads zu verwenden um den Nerv nicht so stark abzuquetschen.
- Im Alltag ist ebenfals wichtig keinen Druck draus auszuüben und beugungen zu vermeiden.
- Wacht ihr Morgens auch manchmal mit Krakenstellung in den Fingern auf? Finde das sehr seltsam.
- ich hatte mal eine feste, harte Schiene- konnte mit der aber absolut nicht schlafen. Gibt es nicht eine schiene, die einfach bei 90° "stop" macht und dennoch elastisch und zB für den Sport geeignet ist?
Mir hat das alles geholfen. Laut neurologischer Untersuchung (die mit den Stromstößen) habe ich nur subjektiv Probleme.

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Beitragvon flmask » 04 Jun 2008 15:58

Hallo zusammen

Besten Dank für eure Inputs. Betreffend nächtliche Armstellung habe ich auch schon einiges Kreatives probiert. Das ging bis hin zu einer Kochkelle (sagen wir Schweizer so) am Innenarm mit einem Tuch befestigen.

Den Hinweis für die Linkbekanntgabe anstatt des Textes nehme ich gerne zur Kenntnis. Hier noch eine gute - wahrscheinlich bereits bekannte Adresse: für Golfer- aber auch Tennisarm:

http://www.airbed.ch/tennisarm/frm.htm? ... yndrom.htm

Ich habe folgende Fragen:

1) bei mir sind die 1 1/2 Finger nur am Morgen taub - am Tag nie. Wie ist/war das bei euch?
2) Habt ihr Schmerzen auf der Innenseite des Ellenbogens
3) welche Uebungen sind Gift mit einem Ulnarproblem? Ich denke Curls mit Beugung über 90 Grad
4) sind Klimmzüge oder Bankdrücken ein Problem?
5) Ist das in einem Antwortthread erwähnte Buch auch in deutscher Sprache erhältlich?

Beste Grüsse aus der CH!
flmask.

wilmaost
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Re: Sulcus ulnaris Syndrom - Fingertaubheit - Ellenbogenprob

Beitragvon wilmaost » 17 Aug 2010 09:57

ich habe den Beitrag mit großem Interesse gelesen und es würde mich sehr interessieren, wie der weitere Verlauf war. Haben Sie die Beschwerden immer noch und wenn nicht, was haben Sie gemacht? Den Armschoner, den Sie mit einem Link vorgeschlagen haben, gibt es anscheinend nicht mehr, war der hilfreich? Viele Grüße

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arnold2
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Re: Sulcus ulnaris Syndrom - Fingertaubheit - Ellenbogenprob

Beitragvon arnold2 » 17 Aug 2010 12:41

habe es mir am 20.7 operieren lassen und mir geht es wiede rgut die kraft in der hand kommt langsam zurück .es dauert noch ne weile bis alles ok ist aber es ist besser als vor der op meien hand und arm waren total taub

opeloma
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Re: Sulcus ulnaris Syndrom - Fingertaubheit - Ellenbogenprob

Beitragvon opeloma » 30 Sep 2015 19:11

Hey, sorry für's Firstposting aber ich muss den Thread hier mal wieder ausgraben. Dafür gibt's ne schön lange Einleitung ;)

Hatte immer mal wieder eine Art "Zucken" durch den Arm beim Bankdrücken und habe jetzt im Sommer wieder angefangen, so richtig zu trainieren, sehe nun wieder so aus wie vor ein paar Jahren. Auf einmal wurde das Zucken immer häufiger und dazu kamen dann noch andere Übungen dazu bis ich vor einer Woche nichts mehr machen konnte ohne diesen blöden Schmerz zu empfinden. Nicht einmal joggen war drin. Habe unendlich viel gegooglet, wusste aber nicht wie ich das beschreiben sollte, da bei "Zucken" immer "Muskelzucken" kam. Ab zum Doc, sulcus-ulnaris und endlich wusste ich was ich nachgucken konnte. Er hat mir eine OP empfohlen, hat mir den recht kleinen Eingriff geschildert und ich wär fast am gleichen Tag zum Chirurgen - davor noch einmal kurz Beratung bei der Krankenkasse in Anspruch genommen und Frau Doktor hat mir erst einmal erklärt, dass ich nach der OP FRÜHSTENS nach 3 Monaten wieder trainieren kann.

Bin nun total verzweifelt, also bin ich nun auf der Suche nach Alternativen. Habe zuerst meine Sitzposition usw. verändert (Programmierer+Student, ich lebe am Schreibtisch) da ich auf Nackenverspannung die auf den Nerv drücken gehofft habe, was jedoch nicht der Fall zu sein scheint. Seit 5 Tagen wache ich mit Fingertaubheit + Kribbeln auf, mittlerweile "merke" ich die Bahn wo der lang geht auch im Ruhezustand, alles nicht sehr angenehm. Daher muss ich nun einmal durchfragen:

  • wo wird der Nerv "erdrückt"? Habe meine Sitzlehnen abgeschraubt aber soll ich auch noch Kissen o.Ä. auf den Tisch vor mir legen?
  • welche Übungen könntet ihr empfehlen? Ich würde auch 3h am Tag machen wenn ich dann wieder trainieren könnte
  • gibt es etwas in Richtung Massagen/Therapien um eine OP zu umgehen?
  • ist "90 Grad" auf den Winkel zwischen Ober- und Unterarm bezogen? Also ist der Bereich von der Schulter bis zur Mitte ok oder der Bereich zwischen ausgestrecktem Arm und rechtwinklig angewinkeltem Arm?
  • wie lange muss ich nach der OP mit Trainingsstop rechnen? 3 Monate wären ein Albtraum, aber zur Not könnte ich das über den nächsten Sommer dann machen :/
  • hat jemand mit Heilpraktiker-Hintergrund "alternative" Ideen? Ich würde auch jeden Tag 3 Amethysten essen wenn es behilflich wäre

Danke schon einmal, tolles Forum, bin hier schon oft zum Thema Ernährung gelandet und hoffe hier auch vielleicht bald mal jemandem helfen zu können.

opeloma
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Re: Sulcus ulnaris Syndrom - Fingertaubheit - Ellenbogenprob

Beitragvon opeloma » 19 Nov 2015 20:21

Kleines Update: mir ist heute aufgefallen dass ich das auch oft beim Joggen hatte - und dass ich das damals beim Trainieren auch erst gemerkt habe als ich mit dem Joggen angefangen habe. Das Thema scheint hier allgemein leider nicht sehr besucht zu sein aber ich habe jetzt erst einmal aufgehört zu rennen. Will in 2 Wochen wieder mit Trizepstraining (sobald der Trizeps Pump hatte, hat's gezwickt) anfangen und hoffe dass der Joggenentzug etwas bringt.

Dazu probiere ich nun auch immer auf der Seite mit ausgestreckten Armen zu schlafen was in 70% der Fälle funzt. Mit Schiene o.Ä. könnte ich gar nicht schlafen.

Wünscht mir Glück!

reok
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Re: Sulcus ulnaris Syndrom - Fingertaubheit - Ellenbogenprob

Beitragvon reok » 22 Dez 2015 23:27

arnold2 hat geschrieben:habe es mir am 20.7 operieren lassen und mir geht es wiede rgut die kraft in der hand kommt langsam zurück .es dauert noch ne weile bis alles ok ist aber es ist besser als vor der op meien hand und arm waren total taub


und wie ist es heute? :)


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