Uncovering the Real Causes of Depression

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HD-x
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Re: Uncovering the Real Causes of Depression

Beitragvon HD-x » 17 Jun 2018 15:58

AD haben eine relativ hohe Non-Responder Rate von 30-50%, d.h. dem einen Teil hilfts und dann machen AD auch Sinn.
- einem Teil helfen diese Mittel aber nicht -was nichtmals so verwunderlich ist, gibt es doch allerlei (organische) Gründe -abseits- der Psyche die eine Depression auslösen können - ob nun Testosteronmangel, eine Apnoe oder was auch immer so. Div. Bluttests, Schlaflabor & Co wird oftmals aber gar nicht erst gemacht, sondern stattdessen einfach das nächste und nächste und nächste AD verordnet, so nach der Devise: "Irgendeins muß doch wirken".
Z.t. gar noch mit Neuroleptikta o.ä. kombiniert, um die Patienten zwischenzeitlich "ruhig(er)" zu stellen, v.a. Neuroleptika weisen teils aber ein relativ hohes NW Potential auf. Die demgegenüber NW armen Benzodiazipine, werden hingegen heutzutage nicht gerne mehr verschrieben (wegen ihres "etwaigen" Suchtpotentials).
Wobei das jenach Fall-Lage bisweilen grotesk ist (manch Depressive sind auf AD + Neuroleptika teils lebenslang angewiesen, um "überhaupt zu funktionieren", was im Grunde auch nix anderes ist als eine Abhängigkeit, nur ebend mit "höheren" NW Potential erkauft)

An nicht mehr patentgeschützten/generikafähigen Mitteln wie Valium o.ä. oller Kram, verdient jedoch keiner was dran,
- anders sieht das mit neuen Antidepressiva aus - denn generikafähig werden Medikamente teils erst nach 10Jahren und natürlich haben die Pharmariesen ein berechtigtes Interesse immer neue AD zu "erfinden"/patentieren, zu "pushen" + auf den Markt zu werfen.

Denn: Antidepressiva werden heutzutage ja nicht nur für Depressionen, sondern gerne für alles mögliche "Offlabel" verschrieben. (Mirtazapin & Co als "Schlafmittel" -trizyklische AD teils gar gegen chronische Schmerzen und so weiter)
(da steht schon eine richtig große Marktlobby hinter)
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Re: Uncovering the Real Causes of Depression

Beitragvon raikov » 07 Jul 2018 06:53

HD-x hat am 17 Jun 2018 15:58 geschrieben:AD haben eine relativ hohe Non-Responder Rate von 30-50%, d.h. dem einen Teil hilfts und dann machen AD auch Sinn.
- einem Teil helfen diese Mittel aber nicht -was nichtmals so verwunderlich ist, gibt es doch allerlei (organische) Gründe -abseits- der Psyche die eine Depression auslösen können - ob nun Testosteronmangel, eine Apnoe oder was auch immer so. Div. Bluttests, Schlaflabor & Co wird oftmals aber gar nicht erst gemacht, sondern stattdessen einfach das nächste und nächste und nächste AD verordnet, so nach der Devise: "Irgendeins muß doch wirken".
Z.t. gar noch mit Neuroleptikta o.ä. kombiniert, um die Patienten zwischenzeitlich "ruhig(er)" zu stellen, v.a. Neuroleptika weisen teils aber ein relativ hohes NW Potential auf. Die demgegenüber NW armen Benzodiazipine, werden hingegen heutzutage nicht gerne mehr verschrieben (wegen ihres "etwaigen" Suchtpotentials).
Wobei das jenach Fall-Lage bisweilen grotesk ist (manch Depressive sind auf AD + Neuroleptika teils lebenslang angewiesen, um "überhaupt zu funktionieren", was im Grunde auch nix anderes ist als eine Abhängigkeit, nur ebend mit "höheren" NW Potential erkauft)

An nicht mehr patentgeschützten/generikafähigen Mitteln wie Valium o.ä. oller Kram, verdient jedoch keiner was dran,
- anders sieht das mit neuen Antidepressiva aus - denn generikafähig werden Medikamente teils erst nach 10Jahren und natürlich haben die Pharmariesen ein berechtigtes Interesse immer neue AD zu "erfinden"/patentieren, zu "pushen" + auf den Markt zu werfen.

Denn: Antidepressiva werden heutzutage ja nicht nur für Depressionen, sondern gerne für alles mögliche "Offlabel" verschrieben. (Mirtazapin & Co als "Schlafmittel" -trizyklische AD teils gar gegen chronische Schmerzen und so weiter)
(da steht schon eine richtig große Marktlobby hinter)



gute punkte zählst du da auf! *upsmilie*
wenn man eh shcon ein Leben lang abhängig von irgend einem medikament ist, dann bitte das mit den geringsten/ akzeptabelsten NWs. und da sind gerade sedierende ADs und NL oft Hardcore. nix für eitle menschen.

Bei den Benzodiazepinen liest man viel, dass verlangsamung, gedächtnisprobleme, stürze, abstumpfung,veränderte schlafarchitektur (weniger REM und tiefschlaf?) recht schnell entstehen.
gerade der geistige abbau würde mir da angst machen.

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Re: Uncovering the Real Causes of Depression

Beitragvon HD-x » 13 Jul 2018 22:49

@raikov
Kommt auf Dosishöhe, Einnahmedauer und Benzodiazipin an,
hatte aufgrund FMS u.a. mal eine Diazepam Verordnung. (das wirkt teils auch als Muskelrelexanz bei FMS und ermöglicht somit längere Schlafphasen)
Dosierung war low dose, negative Auswirkungen wie Hang over, Gedächtnisprobleme o.ä. hatte ich darunter keine, das absetzen (kalt) verlief ohne Probleme. Letzteres ist aber sicherlich nicht die Regel und soll auch nicht verharmlosen.
(gibt wirklich genug Leute die schon nach kürzester Zeit von Benzos abhängig werden)

Als chronischer Schmerzpatient sind so manch Dinge für mich persönlich jedoch eher Abwägungsache,
Meine Nieren und weiteren Organe will ich doch noch gerne ne Zeit behalten und meine Devise simpel:
Medikamente mit viel NW möglichst meiden #05#
(dank des Sports funktioniert das für mich, die meiste Zeit auch ohne jegliche Medikamente)

Um ans Eingangsthema nochmals anzuknüpfen:
Gerade bei leichteren nervösen Leiden wie auch weniger stark ausgeprägten Depressionen,
können durchaus schon Naturheilmittel ausreichend beruhigend wirken, wie z.b. Ashwagandha (Sensoril/KSM-66), Lavendelölkapseln (Doppelherz), CBD-Öl o.ä Es gibt frei erhältlich zwar auch potenteres (was idr dann aber auch nichts für den Langzeitgebrauch ist)

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Re: Uncovering the Real Causes of Depression

Beitragvon Elli Morelli » 28 Jul 2018 15:51

Der gute Peter Attia hat jetzt auch einen Podcast und sich für die erste Episode Tim Ferriss eingeladen. Die Jungs quatschen gut zwei Stunden über „depression, psychedelics and emotional resilience”. Vielleicht für den einen oder die andere ganz interessant.
You are a victim of the rules you live by. ― Jenny Holzer

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Re: Uncovering the Real Causes of Depression

Beitragvon Joooohncena » 29 Jul 2018 11:02

K4S4 hat am 11 Feb 2018 23:55 geschrieben:Komisch, dass auch Menschen depressiv werden denen es an absolut nichts mangelt und die das genauso auch von sich sagen...

Am Anfang dieser Diskussion sollte folgende Prämisse stehen: Es gibt Depressionen, und es gibt depressive Episoden. Sowohl Depressionen, als auch depressive Episoden, haben vermutlich eine ganze Reihe von Ursachen, und nicht nur eine einzige, und manchmal mehrere zugleich. Das ist eine wichtige Basis für Diskussionen in diesem Bereich.

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Re: Uncovering the Real Causes of Depression

Beitragvon Elli Morelli » 17 Sep 2018 20:30

Mal wieder ein interessanter Podcast von und mit Peter Attia zum Thema Depression.

Testo für alle!
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Re: Uncovering the Real Causes of Depression

Beitragvon HD-x » 19 Sep 2018 11:53

Medziner können ihre Befunde idr. (mittels Bluttests, MRT o.ä.) belegen, die Psychiaterkaste hingegen hat zumeist nur "ihre Thesen". #05#

Interessant in dem Zusammenhang dieser Spiegel Bericht; wie es in der "wundersamen Welt der Psychologie" so zugeht:
http://www.spiegel.de/gesundheit/psycho ... 93739.html

Der Artikel läßt sich auf einen kurzen Nenner bringen:
"Künstlich" werden immer neue psychische Leiden, Krankheiten wie Leitlinien generiert, denn je mehr Menschen sich als psychisch krank diagnostizieren lassen = je mehr Geld gibts für alle zu verdienen. 8-)
Die heutigen Klassifizierungen sind mittlerweile so weit gefaßt sind, das über 80% (!) der Bevölkerung die Kriterien für eine psychische Störung/Krankheit erfüllen.


Und ja, es ist ist schon bezeichnend wenn Personen die in solch Gremien jahrelang arbeiteten, zugeben das ganz bewußt gesunde zu kranke "umetiketiert" werden, nur damit die Branche auch immer schön "im Flow" bleibt. Das "neue" Erkentnisse aus diesem medizinischen Sektor daher bisweilen differenziert zu betrachten sein sollten, relativ naheliegend.

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Re: Uncovering the Real Causes of Depression

Beitragvon Greorg » 28 Sep 2018 14:04

HD-x hat am 19 Sep 2018 11:53 geschrieben:Medziner können ihre Befunde idr. (mittels Bluttests, MRT o.ä.) belegen, die Psychiaterkaste hingegen hat zumeist nur "ihre Thesen". #05#

Interessant in dem Zusammenhang dieser Spiegel Bericht; wie es in der "wundersamen Welt der Psychologie" so zugeht:
http://www.spiegel.de/gesundheit/psycho ... 93739.html

Der Artikel läßt sich auf einen kurzen Nenner bringen:
"Künstlich" werden immer neue psychische Leiden, Krankheiten wie Leitlinien generiert, denn je mehr Menschen sich als psychisch krank diagnostizieren lassen = je mehr Geld gibts für alle zu verdienen. 8-)
Die heutigen Klassifizierungen sind mittlerweile so weit gefaßt sind, das über 80% (!) der Bevölkerung die Kriterien für eine psychische Störung/Krankheit erfüllen.


Und ja, es ist ist schon bezeichnend wenn Personen die in solch Gremien jahrelang arbeiteten, zugeben das ganz bewußt gesunde zu kranke "umetiketiert" werden, nur damit die Branche auch immer schön "im Flow" bleibt. Das "neue" Erkentnisse aus diesem medizinischen Sektor daher bisweilen differenziert zu betrachten sein sollten, relativ naheliegend.


Dieser Artikel ist einfach nur kompletter Blödsinn von vorne bis hinten. Jedes einzelne der aufgeführten Krankheitsbilder hat seine Berechtigung und ist nicht einfach so erfunden worden, um Patienten und Geld zu generieren. Wer auch nur mal eine halbe Stunde mit einem Kind in einem Raum verbracht hat, das tatsächlich ein ausgeprägtes ADHS hat, der wird nicht eine Sekunde daran zweifeln, dass es sich um eine reale Erkrankung handelt.
Eine extreme Schüchternheit, bei der z.B. eine Person gar nicht in der Lage ist, mit einer Person des anderen Geschlechtes zu sprechen oder nicht in der Lage ist, an einer prüfung teilzunehmen, als Soziale Phobie zu klassifizieren macht einfach insofern Sinn, dass dann die möglichkeit besteht, das zu behandeln. Und wenn die person sich auf die behandlung einlässt, profitiert sie gerade bei sowas oft ganz enorm. Man könnte natürlich auch weiterhin sagen: „ach, der ist halt einfach sehr schüchtern, das ist nunmal bei ihm so“, das spart diagnosen, aber helfen tut es halt keinem.
Das nur um mal ein paar beispiele aufzugreifen. Auch personen mit einer echten bipolaren störung sind höchstgradig in ihrem leben beeinträchtigt. Sowas als erfindung der psychiater abzutun ist ein schlag ins gesicht für diese menschen.
Wo die zahl von 80% herkommt und unter welchen umständen sie zustande kam, würde mich auch mal interessieren.

Dass irgendein arzt sich im hohen alter berufen fühlt, sich noch mal als großer aufklärer aufzuspielen, kommt öfter mal vor. Und oft kommt dabei so ein Murks raus wie hier, der dann dank allgemeiner sensationslust schön durch die boulevardpresse getrieben wird.

Sicher gibt es auf einem gebiet, in dem man die diagnose von teils subjektiv auslegbaren kriterien abhängig macht, mehr fehldiagnosen als z.B. bei der diagnose eines diabetes mellitus, wo man sich ganz einfach auf laborwerte stützen kann. Aber die psychiatrie grundsätzlich so zu diffamieren ist ein absolutes unding und äußerst kontraproduktiv für unzählige tatsächlich psychisch erkrankte menschen.

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