Warum tendieren die meisten Dojos überpreist zu sein?

Allgemeiner Talk zu Kampfsport + Movies + Adressen von Dojos.

Moderator: Team Bodybuilding & Training

GemüseFurz
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Warum tendieren die meisten Dojos überpreist zu sein?

Beitragvon GemüseFurz » 12 Mai 2018 10:22

Bin ich der Einzige der denkt das die meisten Kampfsportschulen dazu tendieren überpreist zu sein?

Preis und Qualität scheinen sich nicht so oft auf Augenhöhe zu treffen. Manche zusätzliche Kosten scheinen sie sich auch einfach aus dem Arsch zu ziehen. Ich habe nichts gegen profitortientiertes Denken, aber sowas kenne ich bis jetzt nur von dubiosen Abos in der Richtung.

Lassen sich jeden Furz bezahlen.


Wer die Werbung nicht mag, der kann sie in seinen Persönl. Einstellungen ausschalten.
 


M.I.T.
 

Re: Warum tendieren die meisten Dojos überpreist zu sein?

Beitragvon M.I.T. » 12 Mai 2018 12:48

Keine Ahnung, wovon Du sprichst. Beispiel bitte!

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Toppi
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Re: Warum tendieren die meisten Dojos überpreist zu sein?

Beitragvon Toppi » 12 Mai 2018 17:46

Du solltest deine pauschal in den Raum gestellte These mal mit Beispielen hinterlegen
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Lieber stehend sterben, als kniend leben!

Der Störer wehrte gezielte Schläge auf Arme und Beine geschickt mit dem Kopf ab...

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GemüseFurz
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Re: Warum tendieren die meisten Dojos überpreist zu sein?

Beitragvon GemüseFurz » 13 Mai 2018 09:43

Toppi hat am 12 Mai 2018 17:46 geschrieben:Du solltest deine pauschal in den Raum gestellte These mal mit Beispielen hinterlegen


Wat

Wie kann man aus meinem Post eine "These" ableiten? 8-| *sonstsmilie*

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Re: Warum tendieren die meisten Dojos überpreist zu sein?

Beitragvon S1mson » 13 Mai 2018 10:01

Nur mal so. Im Internationalen Vergleich sind Deutsche Schulen relativ billig.

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Re: Warum tendieren die meisten Dojos überpreist zu sein?

Beitragvon M.I.T. » 13 Mai 2018 11:10

The̱·se (Substantiv [die]): Eine Behauptung als Teil einer (wissenschaftlichen) Theorie.

Daher: Du hast eine Theorie ("alle zu teuer") und darauf basierend sogar mehrere Thesen (z.B. "lassen sich jeden Furz bezahlen", "ziehen sich Dinge aus dem Arsch") aufgestellt.


Warte übrigens immer noch auf ein Beispiel.

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Re: Warum tendieren die meisten Dojos überpreist zu sein?

Beitragvon GemüseFurz » 13 Mai 2018 13:08

S1mson hat am 13 Mai 2018 10:01 geschrieben:Nur mal so. Im Internationalen Vergleich sind Deutsche Schulen relativ billig.


Man kann natürlich gerne Anekdote gegen Anekdote austauschen. Ich weiß nicht wie Deutsche KS-Schulen durchschnittlich, international preislich abschneiden, aber ich kann sie mit den Schulen in Osteuropa vergleichen und dort sind sie in Hinblick auf Preis/Qualität, den Schulen in Deutschland, weit überlegen.

Der Talentpool ist dort jeweils auch sehr viel größer, welches die Nachfrage und somit den Preis eigentlich in die Höhe treiben sollte. Dem ist aber nicht so.

In Deutschland finde ich es sehr viel schwieriger eine gute Preis/Leistung zu finden. Soviele McDojos von minderwertiger Qualität verkaufen sich sehr weit über ihren Wert meiner Meinung nach, was nicht wirklich die Ausnahme zu sein scheint.

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Re: Warum tendieren die meisten Dojos überpreist zu sein?

Beitragvon Toppi » 13 Mai 2018 18:50

Zum einen ist das Leben in Osteuropa im Vergleich deutlich günstiger (wenn man den deutschen Verdienst zu Grunde legt)
Zum anderen hast du noch immer nicht wirklich Futter an deine These gegeben
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Re: Warum tendieren die meisten Dojos überpreist zu sein?

Beitragvon M.I.T. » 14 Mai 2018 14:40

Der Punkt, den Toppi erwähnt hat, wollte ich ebenfalls anbringen. Zusätzlich dazu ist mir aufgefallen, dass in osteuropäischen Ländern der Kampfsport anscheinend, ganz im Gegensatz zur Deutschland, deutlich in den Menschen verankert ist. Das scheint mir eine Mentalitätsfrage zu sein, ich beobachte bei Kollegen aus diesen Ländern eine deutlich höhere Bereitschaft zur Härte gegenüber sich selbst als bei einem "Otto-Normal-Mitteleuropäer". Woran das jedoch liegt, das kann ich nicht genau sagen. Das erklärt vermutlich auch Deine These, dass der Talentpool dort ausgeprägter sei als hier, was ich aber stark anzeifeln möchte. Talente gibt es auch hier zuhauf, die Menschen unterscheiden sich hinsichtlich der körperlichen Möglichkeiten nicht, es ist m.E. eher eine Frage der Mentalität.

Was die Preise angeht: Ganz klar gibt es Dojos / Gyms, die einem das Geld aus der Tasche ziehen wollen und nicht annähernd Gegenwert bieten. Miese Qualität findet man ebenso recht oft, aber da ist eben das geschulte Auge gefordert. In allen Dojos, in denen ich in den letzten 10 Jahren Kunde war, wurde niemals mehr als 40 Euro Monatsbeitrag aufgerufen, und dies bei Unterricht auf z.T. Weltklasseniveau. Aufnahmegebühren, Gebühren für den Fachverband, Prüfungen, Lehrgänge etc. kosten extra, aber das sollte klar sein, schließlich sind das alles Dinge, die mit Aufwand verbunden sind. Aber ist schon richtig, ich habe auch schon von Dojos gehört, bei denen 80 Euro oder mehr pro Monat aufgerufen werden und in denen kein entsprechender Mehrwert vorhanden war. Da muss man eben schauen, um was für ein Dojos es sich genau handelt und welcher Organisation sie angehören. Dass das für den Anfänger schwierig bis unmöglich ist, das ist natürlich klar, da muss man sich eben Rat holen, was in Zeiten des Internets aber unproblematisch ist.

Mein derzeitiges Dojo (Karate, tägliches Training möglich) gehört einem international namhaften und führenden Verband (Japan Karate Association, JKA) an, ruft 35 Euro monatlich auf, hat seine eigenen Räumlichkeiten (keine Schulturnhalle!) mit einer großen Halle und einem schönen etwas kleineren Nebenraum, bietet qualitativ sehr hochwertigen Unterricht an, das Trainerteam besteht aus Wettkampfveteranen (u.a. ein früherer Europameister), Prüfungen und Lehrgänge kosten nie mehr als 20 Euro, man ist international vernetzt, fährt regelmäßig auf Wettkämpfe, bietet regelmüßiges Kadertraining an, die aktiven Wettkämpfer sind extrem gut, etc etc. Das sollte es einem wert sein, denke ich.

Der Spitzenreiter an Understatement ist jedoch das GoJu Ryu Dojo in Hamburg, in dem ich eine zeitlang (leider zu wenig!) aktiv war. Der Monatsbeitrag lag bei 12,50 Euro (nagut, Schulturnhalle, aber das ist am Ende auch egal), Training auf Weltklasseniveau, starke Verbindungen nach Okinawa, jährliche Lehrgänge mit internationalen Spitzenleuten, und der Sensei ist Karateka aus Leidenschaft. Da lernte man tatsächlich von den Besten in dieser Disziplin. Mehr geht echt nicht!

Ergo: Nein, ich denke nicht, dass die meisten Kampfsportschulen überpreist sind. Ausnahmen gibt es aber natürlich überall auf der Welt.

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Re: Warum tendieren die meisten Dojos überpreist zu sein?

Beitragvon AEK_Ger » 04 Jun 2018 22:45

q
Zuletzt geändert von AEK_Ger am 04 Dez 2018 16:35, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Warum tendieren die meisten Dojos überpreist zu sein?

Beitragvon K4S4 » 05 Jun 2018 11:08

Mma ist seit dem Fitness Hype schon wieder krass am absteigenden Ast.

tibo85
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Re: Warum tendieren die meisten Dojos überpreist zu sein?

Beitragvon tibo85 » 05 Jun 2018 11:33

was ist denn eigentlich der aktuelle Hype im Thema KK?

die traditionalen europäischen?
davor wars Systema, Krav Maga, FMA, ...

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Re: Warum tendieren die meisten Dojos überpreist zu sein?

Beitragvon M.I.T. » 05 Jun 2018 11:36

AEK_Ger hat am 04 Jun 2018 22:45 geschrieben:
Es gibt gewaltige Unterschiede in ein und derselber Region in Deutschland und nicht Deutschland VS Ausland.

Ich habe angefangen in den 90er Jahren mit ITF Taekwondo.
60 Mark fuer 1 Jahr. Der Preis war so spottbillig, dass vor meinem Training Kindertraining war mit einer Hallen auslastung in Spitzenzeiten von 120 Kindern.
Eltern haben die Chance ergriffen ihre Zoeglinge "loszuwerden" ,billige Betreuung:) will ich nicht allen unterstellen.

Dann habe ich Wing Chung (kein WT) Kung Fu gemacht fuer 50 Mark pro Monat. Habe ich gerne gezahlt weil das Ergebnis fuer sich gesprochen hat im Gegen satz zum ITF TKD was Reale Selbstverteidigung anging. Und ich war damals in der Ausbildung und hatte sauwenig Geld.

Bin Spaeter beim Modern Arnis gelandet bzw. Arnis de Mano und habe in der anfangszeit 7 oder 8 Euro gezahlt pro Monat was dann irgenwann bei 15 Euro gelandet ist.
Das Dojo bzw. die Trainingsmoeglichkeit musste dann aufgegeben werden da Mitglieder auf ihrem Konto wovon abgebucht wurde nicht genug Geld hatten und Rueckbuchungen (weis nicht mehr wie es hiess) stattfanden und die Reserven des Vereins irgendwann aufgebraucht waren.

Lernen sollte man als Kampfsportschule Real Self Defense Based Verein oder System eigentlich eines.
Lieber mehr Geld einnehmen und spaeter etwas ausschuetten oder Vereinsfeiern Abende machen oder in Equipment investieren, als sich so billig wie beim ITF TKD oder Modern Arnis zu verkaufen.

Jeder Depp jammert heutzutage ueber die Preise, aber zahlt mehr fuer Handy Virtuelle Gueter oder andere Sachen. Spotify Netflix, diablo3, usw
Kenne in meiner Stadt einen Iaido Karate Modern Arnis Judo Lehrer der mit seiner Frau ein Gym betreibt aber nur weil die Kohle reinkommt durch Fitnesskurse fuer Frauen.

Was im SV Bereich ueberall gut laeuft sind die Muay Thai , Koreanische Schule die behaupten sie machen muay thai, und die MMA Buden:)
Alle 3 Vertreter ihrer Disciplinen nehmen hohe Mitgliedsbeitraege und es laeuft da einer gewissen Klientel (Alter, und Stilorientiert) das Geld dafuer ok scheint.

Was soll eigentlich die Frage Ueberpreist:)
Ob Auto (marken) PC Office, Internet, Gaming PC, Multimedia Studio Videoschnitt Audioproduktion, es gibt immer verschiedene Angebote fuer verschiedene Klienten bzw. es gibt fuer alles einen Markt.


Top-Beitrag! *upsmilie* *upsmilie*

tibo85 hat am 05 Jun 2018 11:33 geschrieben:was ist denn eigentlich der aktuelle Hype im Thema KK?


Mal absichtlich überspitzt geantwortet: Wen interessiert das? Man suche sich den Stil / das System aus, das den eigenen Zielen und Möglichkeiten entgegenkommt und das, last but not least, Freude bereitet, und das mache man dann. Kontinuierlich. Über Jahre. Mit Leidenschaft und Einsatz. Dann wird das auch was.

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Re: Warum tendieren die meisten Dojos überpreist zu sein?

Beitragvon tibo85 » 05 Jun 2018 11:39

M.I.T. hat am 05 Jun 2018 11:36 geschrieben:Mal absichtlich überspitzt geantwortet: Wen interessiert das?


mich interessiert das, weil ich schon einige Jahre aus der Community raus bin.

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Re: Warum tendieren die meisten Dojos überpreist zu sein?

Beitragvon GemüseFurz » 05 Jun 2018 11:54

K4S4 hat am 05 Jun 2018 11:08 geschrieben:Mma ist seit dem Fitness Hype schon wieder krass am absteigenden Ast.



Was meinst du damit? MMA war hierzulande immer ein Nischensport, mit flachen und kleinem Talentpool. Nichtsdestotrotz hat sich MMA relativ gut etabliert in den letzten Jahren wenn man bedenkt wie es in den mittleren 2000'er aussah. Also man kann nicht wirklich sagen, das MMA "flavour of the month" geworden ist, weil es sich schon seit längerem stetig wachsender Beliebtheiht erfreut.

Jeder Depp jammert heutzutage ueber die Preise, aber zahlt mehr fuer Handy Virtuelle Gueter oder andere Sachen. Spotify Netflix, diablo3, usw


Warum Unterhaltungsmedien mit Kampfsport verglichen werden , erschließt sich mir auch nicht.

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