Die magischen 13

Power Nahrung

Ein Artikel von Figureathlete.com
von TC

Ich hatte das zweifelhafte Vergnügen mit hunderten – vielleicht sogar tausenden – Bodybuildern, Gewichthebern, Sportlern und Athleten der Figurklasse zu Mittag oder zu Abend zu essen und die unbestreitbare Wahrheit ist, dass nahezu alle von ihnen ziemlichen Müll essen.

Egal was sie vielleicht denken mögen, stellt eine Hühnchenbrust und etwas gekochter Reis keine gesunde Mahlzeit dar und das ist das, was sie die meiste Zeit über essen, wobei der Reis gelegentlich durch Kartoffeln ersetzt wird. Natürlich ist dies besser als das, was die meisten Amerikaner in sich hinein schaufeln, doch mit Sicherheit wird eine solche Mahlzeit dem Körper nicht das geben, was er braucht.

Diese ausgewählten Sportler und Möchtegernsportler sind dazu in der Lage trotz ihrer schlechten Ernährung adäquat zu funktionieren, was jedoch nur darauf beruht, dass der Körper eine Menge Missbrauch verkraften kann. Ich erinnere mich daran, einen Artikel über einen Japaner gelesen zu haben, der 15 Monate nur mit Popcorn überlebt hat. Wenn jetzt jemand denkt, dass so etwas eine adäquate Ernährung darstellt, dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass dieser Jemand auch nicht viel besser isst.

Meine Ernährung war selten einwandfrei, doch ich verbessere mich diesbezüglich - und zwar deutlich. Ich habe mir die Ausführungen einiger Ernährungsexperten - Berardi, Lowery und Barr - zu Gemüte geführt und zusätzlich Bücher wie SuperFoods von Steven Pratt, M.D., gelesen. Hiernach habe ich mir meine eigene Liste mit Power Nahrungsmitteln zusammengestellt. Ich habe mir diese Nahrungsmittel nicht aus Sicht eines Ernährungsexperten sondern aus meiner eigenen Perspektive als Mikrobiologe betrachtet.

Jedes dieser Nahrungsmittel wurde ausgewählt, da es erstaunliche, fast medikamentengleiche Auswirkungen auf die menschliche Physiologie besitzt. Auch wenn ich keine Garantie übernehme (es gibt keinen Ernährungsexperten, der dies könnte), wird der Verzehr dieser Nahrungsmittel in vielen Fällen mit großer Wahrscheinlichkeit die Gesundheit und das Leben verändern.

Dies sind Nahrungsmittel, die ich einmal pro Woche einkaufe, für gewöhnlich samstags. Ich kaufe spezifische Mengen und mein Ziel besteht darin, die Mengen, die ich gekauft habe, bis zum nächsten Samstag zu verbrauchen. Vielleicht ist dies etwas nachlässig oder halbherzig, doch wer hat schon die Zeit jede Mahlzeit der Woche zu planen und vorzubereiten.

Meine Methode ist einfach und sie funktioniert.

Hier ist meine Auswahl an Nahrungsmitteln ohne feste Reihenfolge. Ich habe jeweils den Grund mit angegeben, warum ich dieses spezifische Nahrungsmittel mit aufgenommen habe und wie viel man davon pro Woche zu essen versuchen sollte.

Broccoli

Eine im Jahr 1992 an der Johns Hokins durchgeführte Studie kam zu dem Ergebnis, dass der Verzehr von Broccoli die Tumorentwicklung ums 60 % und die Größe von Tumoren, die sich trotzdem entwickelten, um 75% reduzierte.

Broccoli hat also ganz klar etwas für sich.

Broccoli enthält mehr Polyphenole als jede andere gewöhnliche Gemüseart. Er enthält weiterhin große Mengen von Indolen, welche als wirkungsvolle Östrogenblocker agieren.

Andere Superkräfte von Broccoli umfassen seine Fähigkeit das Immunsystem zu stärken, den Knochenaufbau zu fördern, Missbildungen bei Säuglingen zu bekämpfen und degenerative Erkrankungen der Augen zu verhindern.

Wie sollte man Broccoli essen: Man sollte den Kauf von Broccoli Keimlingen in Betracht ziehen, falls diese erhältlich sind, da sie um den Faktor 10 bis 100 wirkungsvoller als Broccoli sind.

Man kann Broccoli bei Pfannengerichten verwenden oder ihn püriert in Suppen einrühren. Ich bevorzuge gedünsteten Broccoli in Olivenöl geschwenkt und mit roten Chiliflocken serviert.

Wie viel sollte man essen: 1/2 bis 1 Tasse pro Tag.

Wildlachs

Gewöhnliche Lachse tragen Kugelschreiberetuis mit sich herum und studieren Ingenieurwissenschaften. Wilde Lachse gehen hingegen zu Rave Konzerten und hören sich die verrückte Lachsmusik an.

Nein, natürlich spreche ich davon Lachs zu essen, der in der Wildnis, wie z.B. Alaska aufgezogen wurde. Lachse aus Lachsfarmen werden mit Mais und Getreide gefüttert und entwickeln ein Fettsäureprofil, das sich kaum von den meisten anderen tierischen Nahrungsmitteln unterscheidet.

Mit anderen Worten gesagt, mangelt es der Lachsvariante, die aus Lachsfarmen stammt, an den Omega-3 Fettsäuren, die eigentlich den Hauptgrund dafür darstellen, dass man Lachs überhaupt essen sollte.

Traurigerweise bekommt man in den meisten Restaurants, wenn man Lachs bestellt, die Lachsfarm Variante. Aus diesem Grund sollte man am besten fragen, bevor man bestellt.

Die meisten Leser werden sich der gesundheitlichen Vorzüge von Lachsöl bewusst sein, doch ich möchte an dieser Stelle das Gedächtnis der restlichen Leser kurz auffrischen.

Lachsöl reduziert das Risiko für koronare Herzerkrankungen, kontrolliert den Blutdruck, wirkt Entzündungen entgegen, beugt Krebs vor, verhindert degenerative Erkrankungen der Augen und könnte außerdem den Stoffwechsel anregen, so dass es einfacher wird Fett zu verlieren.

Man sollte sich darüber im Klaren sein, dass die Omega-3 Fettsäuren, die man in Fischen vorfindet, maritimer Natur sind, wogegen die in Wallnüssen und Leinsamen enthaltenen Omega-3 Fettsäuren pflanzlicher Natur sind. Aus ernährungswissenschaftlicher Sicht ist es am besten beide dieser Formen in die Ernährung einzubauen.

Wie sollte man Wildlachs essen: Man kann Lachs braten, kochen oder dünsten oder auch ganz einfach Lachsölkapseln einnehmen.

Wie viel sollte man essen: 750 Gramm (3 Portionen zu je 250 Gramm)

Mit Gras gefütterte Rinder

Die meisten Leser wissen wahrscheinlich, dass die große Mehrzahl der Rinder mit Mais gefüttert wird. Dies wird teilweise sogar so angepriesen, als ob es sich hierbei um etwas Gutes handeln würde.

Nun, es ist nichts Gutes.

Hier ist das, was ich in einem frühern Artikel zu diesem Thema geschrieben habe:
Heutzutage verbringen die meisten Rinder durchschnittlich 60 bis 120 Tage in der Mast, wo sie fettgefüttert werden, bevor man sie schlachtet. Ganz offensichtlich wissen die meisten, dass ein stark mit Fett durchzogenes Fleisch nicht unbedingt Teil einer gesunden Ernährung ist, doch es gibt noch mehr, was man hierüber wissen sollte. Wenn man Rinder mit Mais anstelle von Gras füttert, dann bringt man das Gleichgewicht der Fettsäuren, die man in ihrem Fleisch findet, gründlich durcheinender.

...

Die moderne amerikanische Ernährung ist kriminell arm an Omega-3 Fettsäuren und diese Fettsäuren können, wenn sie in den richtigen Mengen konsumiert werden, potentiell koronare Herzerkrankungen, Bluthochdruck, Arthritis, Krebs, Diabetes und zahlreichen entzündlichen sowie Autoimmunkrankheiten verhindern. Im Gegenzug ist die amerikanische Ernährung reich an Omega-6 Fettsäuren. Auch wenn Omega-6 Fettsäuren für die Gesundheit wichtig sind, ist es nicht gesund, wenn das Verhältnis von Omega-3 zu Omega-6 Fettsäuren stark in Richtung Omega-6 Fettsäuren verschoben ist, da dann alle zuvor erwähnten Krankheiten auftreten können.

...

Viele Wissenschaftler sind der Ansicht, dass die Ernährung des Menschen am Anfang seiner Entwicklung ein Verhältnis von 1 zu1 bezüglich Omega-6 und Omega-3 Fettsäuren aufwies, wobei diese Fettsäuren sowohl aus pflanzlichen als auch aus tierischen Quellen stammten. Ein akzeptables modernes Verhältnis wäre 3 zu 1. Das Problem besteht nun darin, dass mit Getreide gefüttertes Vieh in unterschiedlichen Studien ein Verhältnis von 21 zu 1, 11 zu 1 und 20 zu 1 bezüglich dieser Fettsäuren aufwies. Nicht gut! Mit Gras gefütterte Rinder weisen hingegen ein Verhältnis von 3 bis 4 zu 1 auf.

...

Weiterhin enthält das Fleisch von mit Gras gefütterten Rindern signifikant größere Mengen an CLA (Konjugierte Linolsäure), von der angenommen wird, dass sie das Krebsrisiko senkt.


Ich hoffe, dass sich ein Teil hiervon beim Leser eingeprägt hat. Hiermit meine ich den Abschnitt, in dem erwähnt wurde, dass das Fleisch von mit Gras gefütterten Rindern ein Omega-6 zu Omega-3 Verhältnis von 3 oder 4 zu 1 aufweist.

Dies macht mit Gras gefütterte Rinder zu einer genauso guten Nahrungsmittelquelle wie Wildlachs. Und die mit Gewichten trainierenden Leser sollten außerdem nicht vergessen, dass das Fleisch von mit Gras gefütterten Rindern relativ große Mengen Kreatin enthält. Vielleicht ist das der Grund dafür, dass man sich stärker fühlt, wenn man diese Fleisch isst.

Zu guter Letzt enthält das Fleisch von mit Gras gefütterten Rindern erheblich weniger gesättigte Fette als das Fleisch mit Mais gefütterter Rinder, was schon für sich betrachtet erwähnenswert ist.

Wie sollte man Fleisch von mit Gras gefütterten Rindern essen: Was, soll ich dem Leser jetzt wirklich erklären, wie man sich ein Steak brät?

Wie viel sollte man essen: 750 Gramm (3 Portionen zu je 250 Gramm)

Walnüsse

Menschen, die Walnüsse essen, erleiden seltener einen Herzinfarkt. Eine Studie fand sogar heraus, dass es eine inverse Beziehung zwischen dem Konsum von Walnüssen und allen Todesarten gibt.

Ich weiß zwar nicht, wie eine Walnuss davor schützen sollte, dass man von einem außer Kontrolle geratenen Auto überfahren wird, doch ich glaube, dass es sich bei der Walnuss um eine gesunde kleine Nuss handelt. Walnüsse sind eine der wenigen reichen Quellen pflanzlicher Omega-3 Fettsäuren (Alpha Linolensäure) und ergänzen so die Omega-3 Fettsäuren tierischen Ursprungs, die wir durch das Powernahrungsmittel Wildlachs zu uns nehmen.

Walnüsse sind weiterhin reich an Pflanzensterolen, welche den Cholesterinspiegel senken. Wenn man dies mit der auf Arginin beruhenden Fähigkeit die Innenseite der Blutgefäße glatt zu halten kombiniert, dann versteht man die Wirkung, die Walnüsse auf die Herz-Kreislauf Gesundheit besitzt.

Zusätzlich hierzu handelt es sich bei der Walnuss um die Nuss mit der stärksten antioxidativen Wirkung, die außerdem reich an Magnesium und Kupfer ist - zwei Mineralstoffe, an denen es der typischen amerikanischen Ernährung in der Regel mangelt.

Wie sollte man Walnüsse essen: Eine Hand voll auf einem Proteinpudding oder auf dem Salat.

Wie viel sollte man essen: 250 Gramm (30 bis 40 Gramm - etwa eine kleine Hand voll - pro Tag)

Olivenöl

Verdammt, wenn es gesellschaftlich akzeptabel wäre, dann würde ich mir an der Bar einen Whisky mit einem Schuss Olivenöl bestellen - so sehr mag ich dieses Poweröl.

Eine im Jahr 2005 durchgeführte Studie verglich die Wirkung unterschiedlicher Arten von Olivenöl. Die erste Variante, extre virgin, enthält den größten Anteil an Polyphenolen, während das restliche Öl nur ein Fünftel dieser Menge enthält.

Diejenigen, die ihr Brot mit extra virgin Olivenöl essen, wiesen eine deutliche Verbesserung der Elastizität der Arterienwände auf, während sich bei denjenigen, die weniger hochwertiges Olivenöl zu sich nahmen, keine Veränderung zeigte.

Lektion gelernt: Man sollte immer extra virgines Olivenöl verwenden.

Abgesehen davon, dass es die Wände der Arterien elastischer macht, besitzt Olivenöl viele der Vorzüge, die wir bereits von den Walnüssen her kennen.

Was Bodybuilder und Figurathleten betrifft, stellt der Verzehr von Olivenöl mit den Mahlzeiten für die meisten von uns eine Notwendigkeit dar, wenn es darum geht, die Fettzufuhr ausgewogen zu gestalten und zu verhindern, dass man lediglich gesättigte Fette und Omega-3 Fettsäuren zu sich nimmt, während man einfach ungesättigte Fette wie z.B. Olivenöl vernachlässigt.

Auch wenn viele Pflanzenöle einfach ungesättigte Fette enthalten, ist Olivenöl mit einem Anteil von 72 % ungesättigten Fettsäuren der absolute Spitzenreiter unter den Ölen, was einfach ungesättigte Fettsäuren betrifft.

Wenn man seine Nahrungszufuhr kontrollieren und Fett verlieren möchte, dann sollte man gedünstetes Gemüse in Olivenöl und roten Chiliflocken schwenken und dieses als Beilage zum Fleisch essen. Diese einfache Vorgehensweise wird, wenn man sie fünf bis sechsmal pro Woche einsetzt, dabei helfen die Pfunde dahin schmelzen zu lassen.

Wie sollte man Olivenöl essen: Löffelweise zum Salat, im Proteinshake oder zu gedünstetem Gemüse.

Wie viel sollte man essen: 3 Esslöffel pro Tag.

Blaubeeren

Falls man aus unerfindlichen Gründen nur ein Nahrungsmittel aus meiner Liste essen wollte, dann würde ich Baubeeren empfehlen.

Diese bescheidene kleine Beere enthält eine größere Anzahl Antioxidantien als jede andere bekannte Obst- oder Gemüsesorte. Eine einzige Portion enthält mehr Antioxidantien als fünf Portionen Karotten, Äpfel, Broccoli oder Kürbis.

Vor einigen Jahren wurde im Journal of Clinical Nutrition eine Studie veröffentlicht, die zu dem Ergebnis kam, dass Menschen, die eine Tasse Blaubeeren pro Tag aßen, einen dauerhaften Anstieg der Menge an Antioxidantien im Blut aufwiesen. Die Aufrechterhaltung dieses physiologischen Status spielt nach Einschätzung der Autoren der Studie wahrscheinlich eine große Rolle bei der Vorbeugung von Krebs, Herz-Kreislauferkrankungen und degenerativen Erkrankungen der Augen.

Es gibt noch eine weitere Studie, die für dies Leser dieser Internetsite von besonderem Interesse sein dürfte: Menschen die täglich große Mengen Blaubeeren aßen, schnitten bei Tests bezüglich der motorischen Fähigkeiten um 5 bis 6 Prozent besser ab, als Mitglieder der Kontrollgruppe.

Wie sollte man Blaubeeren essen: Man kann Blaubeeren getrocknet, frisch oder gefroren kaufen (es handelt sich bei Blaubeeren nicht um Früchte, die stark mit Pestiziden belastet sind, was beim Kauf getrockneter Früchte häufig ein Grund zur Sorge ist).

Man kann Marmelade aus Blaubeeren kochen und diese auf Brot essen, Blaubeeren in Mixer mit seinem Proteinshake mischen oder seine Haferflocken mit Blaubeeren essen.

Wie viel sollte man essen: 1 Tasse pro Tag

Leinsamen

Leinsamen sind mit Abstand die beste Quelle für pflanzliche Omega-3 Fettsäuren. Sie in eine Ernährung zu integrieren, die vernünftige Mengen gesättigter Fette (etwa 30 % der Fettzufuhr), vernünftige Mengen Olivenöl und Walnüsse (etwa 30 bis 40 % der Fettzufuhr) und eine Kombination von Omega-3 Fettsären pflanzlicher und tierischer Herkunft (Fleisch von mir Gras gefütterten Rindern und Lachs) in Verbindung mit einer anständigen Menge von Omega-6 Fettsäuren enthält, ist wahrscheinlich die beste Strategie.

Zusätzlich dazu, dass Leinsamen eine reiche Quelle pflanzlicher Omega-3 Fettsäuren darstellt, enthalten Leinsamen außerdem Ballaststoffe, Protein und Magnesium.

Wie sollte man Leinsamen essen: Man sollte nur geschrotete Leinsamen verwenden, da der Körper die Nährstoffe aus ganzen Samenkörnern nicht gut absorbieren kann. Sobald die Samen gemahlen oder geschrotet sind, sollte man sie in einem luftdichten Behälter aufbewahren. Leinsamen passen gut zu Müsli oder Salat und können auch in einen Proteinshake gemischt werden.

Wie viel sollte man essen: Etwa zwei Esslöffel pro Tag.

Kürbis

Ich erwarte jetzt nicht, dass der Leser jeden Oktober loszieht, um Kürbisse zu horten. Kürbis in Dosen ist das ganze Jahr über erhältlich und die eingemachte Version ist sogar nährstoffreicher als die rohe Version.

Was Kürbis so cool macht, ist die enthaltene Mischung von Phytonährstoffen. Kürbis stellt in der Tat die reichste bekannte Quelle für Karotenoide dar.

Von diesen Karotenoiden wird angenommen, dass sie die Immunreaktion regulieren, die Kommunikation zwischen den Zellen verbessern und vor unterschiedlichen Krebsarten schützen. Von in einem bestimmten Karotin - alpha Karotin - wird sogar vermutet, dass es den Alterungsprozess verlangsamen kann.

Wenn man annimmt, dass Kürbis bezüglich des glykämischen Index weniger gut ist, dann denkt man wahrscheinlich an das Kürbispüree, das zum Backen verwendet wird. Reiner eingemachter Kürbis hat nur 42 Kalorien pro halbe Tasse und liefert 5 Gramm Ballaststoffe, was mehr ist, als in den meisten Frühstückszerealien enthalten ist.

Wie sollte man Kürbis essen: Wenn man Proteinpulver mit etwas zuckerfreiem Instantpuddingpulver und fettarmer Milch mischt, sollte man die gewünschte Konsistenz erhalten.

Wie viel sollte man essen: 1/2 Tasse drei bis viermal wöchentlich.

Spinat

Wenn man das nächste mal einen Salat bestellt, dann sollte man den typischen Blattsalat oder Eisbergsalat vergessen, denn Spinat ist das, was wirklich gesund ist.

Spinat ist eine weitere Gemüsesorte, bei der Phytonährstoffe eine wunderbare Synergie aufweisen.

Spinat enthält Karotenoide wie Zeaxanthin und Beta-Karotin, Antioxidantien wie CoQ10 und Glutathion sowie den Insulinregulator Alpha Liponsäure. Doch nicht nur das, Spinat ist auch reich an pflanzlichen Omega-3 Fettsäuren.

All dies zusammen ergibt eine Gemüsesorte, die die Homocysteinspiegel senkt, das Risiko für degenerative Erkrankungen der Augen reduziert und vielen Krebsarten entgegenwirkt. Es gibt in der Tat epidemiologische Studien, die zeigen, dass mit steigendem Spinatkonsum das Risiko für nahezu jede Krebsart sinkt.

Wie sollte man Spinat essen: Spinat ist eine Gemüseart, die man sowohl roh als auch gekocht essen kann. Kochen macht die Karotinoide besser bioverfügbar, doch es reduziert den Gehalt an Vitamin C und Folsäure, weshalb der Verzehr von sowohl rohem als auch gekochtem Spinat die beste Vorgehensweise ist. Man kann Spinat einem Omelett hinzufügen oder ihn dünsten und mit Olivenöl und Salz servieren. Mit rohem Spinat kann man Salat zubereiten und diesen mit Walnüssen und Olivenöl verfeinern.

Wie viel sollte man essen: 600 Gramm (Rohgewicht) pro Woche

Tomaten

Tomaten befinden sich aufgrund des in ihnen enthaltenen Lycopens auf meiner Liste. Dieses Mitglied der Familie der Karotenoide könnte die Silberkugel beim Kampf gegen Prostatakrebs sein. Auch wenn Prostatakrebs für Frauen ganz offensichtlich kein Problem darstellen dürfte, bedeutet dies nicht, dass Frauen auf Tomaten verzichten sollten.

Lycopen ist möglicherweise bezüglich seiner antioxidativen Eigenschaften genauso wirksam wie beta-Karotin und es wird vermutet, dass Lycopen den natürlichen Sonnenschutzfaktor der Haut erhöht.

Unglücklicherweise kommt diese Chemikalie nur in wenigen Nahrungsmitteln vor, weshalb man die nächst reife Tomate, die man sieht, innig umarmen sollte.

Was die meisten nicht wissen, ist, dass das begehrte Lycopen in den Zellwänden und Fasern gebunden ist. Dies bedeutet, dass man gekochte oder verarbeitet Tomate essen muss, um an das Lycopen zu kommen. Das bedeutet wiederum, dass Tomatenmark, Barbecue Sauce und Ketchup gute Lycopenquellen darstellen. Yipee!

Wie sollte man Tomaten essen: Da Lycopen Fett benötigt, um in den Blutkreislauf gelangen zu können, ist es am besten seine Tomaten oder Tomatenprodukte mit etwas Olivenöl zu essen. Man kann auch getrocknete Tomaten bei der Zubereitung von Sandwichs verwenden und Salsa Sauce zu den Fleischgerichten essen. Und dann gibt es da natürlich noch Pizza.

Wie viel sollte man essen: Eine Portion verarbeiteter Tomaten pro Tag und 3 bis 4 Portionen frische Tomaten pro Woche.

Truthahnbrust

Hey, Putenbrust ist praktisch das magerste Stück Fleisch, das es auf diesem Planeten gibt - mal abgesehen von diesem Sanjaya Kid bei American Idol. Truthahnbrust ist preiswert und enthält eine ganze Reihe von Nährstoffen, zu denen auch das exotische Selen gehört, doch jeder in unserem Sport liebt Hühnchen.

Hühnchen muss einen verdammt guten PR Manager haben, da Truthahn ihm in so vielem Breichen klar überlegen ist.

Ich weiß nicht, ob jedem klar ist, wie mager Truthahnbrust ist. 100 Gramm des magersten Rindersteakfleischs enthalten etwa 4,5 Gramm gesättigtes Fett, wogegen dieselbe Menge Truthahnbrust gerade einmal 0,2 Gramm enthält.

Wir haben Hühnchen angerufen und nach seinen Werten gefragt, aber nein, auch wenn es klischeehaft klingt, war Hühnchen ein feiges Huhn.

Wie sollte man Truthahnbrust essen: Auf dieselbe Art und Weise, auf die man Hühnchen essen würde.

Wie viel sollte man essen: So viel wie das Herz begehrt und der Geldbeutel erlaubt.

Joghurt

Eine mikroskopische Ansicht der Biester in Joghurt:
Meine Großmutter Olge, eine berühmte finnische Powerlifterin, hat mir einmal gesagt Kleiner, gib auf Deinen Verdauungstrakt acht und er wird auf Dich achtgeben.

Dann schlug sie mich mit einem gesalzenen Hering.

Die Lektion hatte ich gelernt.

Probleme mit dem Verdauungstrakt sind wahrscheinlich die Wurzel aller Gesundheitsprobleme. Wenn man Nahrung nicht verdauen, die enthaltenen Nährstoffe nicht aufnehmen und die Abfallprodukte nicht ausscheiden kann, was bringen dann Power Nahrungsmittel überhaupt noch?

Willkommen beim Joghurt. Und ich spreche hier von einfachem fettarmem Joghurt und nicht von Frozen Joghurt oder einer dieser zuckerhaltigen Machwerke, die nichts anderes als verkleidete Desserts sind.

Ich spreche von Joghurt, der lebende Bakterien enthält, die das Wachstum guter Bakterien fördern und das Wachstum schlechter Bakterien hemmen.

Wenn man Joghurt isst, könnte man hierdurch seinem Körper dabei helfen Krebs, Allergien, entzündliche Erkrankungen in Bereich des Verdauungstrakts, einen Reizdarm, Magengeschwüre und Durchfall zu bekämpfen.

Man kann hierdurch unter Umständen sogar die Stickstoffeinbehaltung erhöhen, so dass man mehr Muskeln mit dem Protein aufbaut, das man isst.

Wenn man Joghurt mit lebenden Bakterienkulturen, der auch als probiotisch bezeichnet wird, isst, dann sollte man zusätzlich Prebiotika - unverdauliche Nahrungsbestandteile, von denen sich diese Bakterien ernähren - zu sich nehmen.

Zum Glück enthalten viele Nahrungsmittel dieser Liste Prebiotika (Broccoli, Spinat, Leinsamen, usw.).

Wie sollte man Joghurt essen: Man kann ein oder zwei Esslöffel in seinen Proteinshake oder unter seine Haferflocken mischen.

Wie viel sollte man essen: 1 Tasse pro Tag.

Shiitake Pilze

Pilze enthalten Zink, essentielle Aminosäuren und eine Vielzahl von Vitaminen, doch an all dem bin ich nicht wirklich interessiert.

Der Grund dafür, dass ich Shiitake Pilze als Power Nahrungsmittel ansehe, besteht darin, dass diese einige recht interessante antivirale Eigenschaften zu besitzen scheinen, zu denen auch einige sehr wünschenswerte dem Krebs entgegenwirkende Wirkungen gehören.

In Japan wurde ein Shiitake Extrakt mit der Bezeichnung Lentinan als Medikament zur Krebsbehandlung zugelassen. Dieses zeigt vielversprechende Wirkungen bei Darm-, Leber-, Magen-, Lungen- und Eierstockkrebs.

Offensichtlich regt Lentinan die Produktion von T Lymphozyten - natürliche Krebskillerzellen - an.

Befürworter von Pilzen wie dem Shiitake Pilz und anderen Pilzen bezeichnen diese recht mysteriösen antiviralen und die Immunfunktion anregende Verbindungen als Host Defense Potentiators (HDP).

Auch wenn der letzte Beweis für ihre Wirkung noch nicht erbracht wurde, werde ich diesen Pilzen einen Vertrauensvorschuss gewähren und sie in meine Ernährung mit aufnehmen.

Wie sollte man Shiitake Pilze essen: Gehackt als Zutat für einen Spinatsalat oder Omeletts.

Wie viel sollte man essen: 100 Gramm pro Woche.

Ab zum Einkaufen

Man wird vielleicht denken, dass einige meiner Empfehlungen, was die Mengen angeht, unrealistisch oder zumindest schwer zu erreichen sind. Das ist in Ordnung. Man sollte einfach sein Bestes geben. Es ist genauso als wenn ein blutiger Anfänger mich fragt, wie oft er trainieren muss, um eine annehmbare Form zu erreichen.

Ich sage solchen Menschen immer, dass eine Trainingseinheit pro Woche besser als keine ist und dass zwei Trainingseinheiten besser als eine sind, dass drei besser als zwei sind usw. ...

Dasselbe gilt für meine Ernährungsempfehlungen. Man sollte die Nahrungsmittel aus der Liste so häufig wie möglich essen. Einmal wöchentlich ist besser als überhaupt nicht, zweimal wöchentlich ist besser als einmal wöchentlich usw. ...

Je besser man sein Trainings- oder Ernährungsprogramm befolgt, desto besser werden die Resultate ausfallen - sei es im Bereich der Körperentwicklung, der sportlichen Leistungsfähigkeit oder der allgemeinen Gesundheit.





Referenzen:

  1. Luoma, TC, Luoma's Big Damn Book of Knowledge, Penguin Books, 30th edition, 2005.
  2. Pratt, Stephen, M.D., and Matthews, Kathy, SuperFoods, Harper, 2004.

Nach oben