Zieht Mike an Urs vorbei?

Pre-Judging Classic Physique: Mike Sommerfeld überrascht Kritiker!

Der Mr. Olympia 2022 galt im Vorfeld als einer die spannendsten Wettkämpfe seit langem. Nachdem es bereits in der Men’s Open einige Überraschungen gab, steckte auch die Classic Physique in dieser Hinsicht nicht zurück. Während Chris Bumstead vermutlich erneut den Titel gewinnen wird, wurde die Reihenfolge dahinter im Vergleich zum Vorjahr deutlich durcheinandergebracht. Mike Sommerfeld darf sich Hoffnungen auf die Top 3 machen!

Acht Athleten im First Callout


Während im Vorfeld des Wettkampfes ein Fünfkampf zu erwarten war, machten die Judges mit dem ersten Callout gleich deutlich, dass acht Athleten in den Fokus rücken würden. So gesellte sich zur Top 7 des Vorjahres der Niederländer Wesley Vissers, der die Olympia-Qualifikation erst im zweiten Anlauf erlangen konnte. Nach zwei elften Plätzen in den Vorjahren war somit klar, dass der Classic Physique Athlet den größten Sprung schaffen würde. Coach Stefan Kienzl stellte mit Fabian Mayr und Urs Kalecinski damit gleich drei der acht Athleten aus dem ersten Aufruf.

Der Chinese Chan Kang, der bei seinem letzten Mr. Olympia noch auf den fünften Platz gelang, war ebenso wie der Vorjahressechste Alex Cambronero erst im zweiten Callout. Gleiches gilt für Michael Daboul, der in Großbritannien Wesley Vissers noch schlagen konnte.

Alexander Westermeier schaffte es bei seinem Olympia-Debüt nur in den dritten Callout. Nach dem Sieg in Pittsburgh und dem zweiten Platz auf der New York Pro hatte der Classic Physique Athlet höhere Ansprüche für den Mr. Olympia 2022, die jedoch nicht in Erfüllung gingen.


Terrence Ruffin fällt zurück


Nachdem alle Athleten über sieben Vergleiche hinweg aufgerufen wurden, erfolgte der achte Callout, bei dem es um die Plätze 6 bis 10 ging. Neben Fabian Mayr und Wesley Vissers fand sich hier überraschend auch der amtierende Arnold Classic Champ Terrence Ruffin wider. Die Judges gaben dem Vize-Olympia des Vorjahres das Feedback, dass er nicht hart genug gewesen sei und sich zum Finale verbessern müsse.

Im neunten Callout wurden die Plätze 3 bis 5 aufgerufen. Neben Breon Ansley kamen hier die beiden Deutschen Urs Kalecinski und Mike Sommerfeld zum Zuge. Der aktuell in Mexiko lebende Mike Sommerfeld überraschte damit viele Kritiker und konnte sich mit einer hervorragenden Form nach derzeitigem Stand deutlich zum Vorjahr verbessern.

Nachdem er zeitweise sogar direkt neben Chris Bumstead gesetzt wurde, scheint nach derzeitigem Stand sogar der dritte Platz in greifbarer Nähe zu sein. Ein Sieg gegen den in den USA medial sehr präsenten Urs Kalecinski wäre eine kleine Sensation!

Duell zwischen Chris Bumstead und Ramon Dino


Den Sieg werden aber zwei andere Athleten unter sich ausmachen. Während Urs Kalecinski weiterhin das Gewichtslimit nicht ausfüllt, reizen Chris Bumstead und Ramon Dino die Waage komplett aus. Während dem Brasilianer generell ein weniger klassischer Look zugesprochen wird, war es dennoch ein Paket, das die Judges heute sehen wollten. Auch wenn der amtierende Champ Chris Bumstead deutliche Schwächen im Bizeps zeigte, wäre der Sieg des Südamerikaners dennoch eine Überraschung. Eine Schwäche darf sich bis zum Final fraglos keiner der genannten Athleten erlauben.



Titelbild: Instagram

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