Strandfigur 2017

Strandfigur 2017: Fortitude Squad (V)

Unfassbar, dass dies bereits der letzte Artikel der Strandfigur-Aktion ist. Es kommt mir vor wie gestern, als ich den ersten Artikel dieser Reihe verfasst habe. Nun habt ihr bereits beinahe 16 Wochen hinter euch und wir sprinten auf die Zielgerade zu. 4 letzte Wochen, in denen noch einmal alles rausgeholt wird. 4 Wochen, in denen die harte Arbeit der letzten Monate präsentiert wird. 4 Wochen, in denen wir als Team gemeinsam dafür sorgen, dass wir alle dafür bereit sind die beste Form unseres Lebens zu präsentieren.


In den letzten Artikeln haben wir bereits einen Großteil von allem, was man überhaupt wissen muss, geklärt. Wir haben unser Trainingsvolumen bis ins Maximum gesteigert, dafür gesorgt, dass bis zum Ende noch Progression möglich ist, die Übungen rotiert und sind zu neuen PR´s gekommen.

In Sachen Ernährung sind wir dem Carb Backloading bis zuletzt treu geblieben. Dies wird sich nun etwas ändern. Allerdings denke ich, dass es ganz normal ist, dass die letzten Wochen die mental am schwersten abzuleistenden werden. Anders will man es ja auch gar nicht – das Leiden in der letzten Phase gehört zur Diät so dazu, wie der Pump zum Bizepscurlen gehört.

Weiterhin werde ich noch ein paar Worte zum Thema Supplements, Entwässern und Aufladen verlieren, falls ihr abschließende 100 % Fotos machen wollt.

Ganz am Schluss gibt es dann für die Leute, die ich noch nicht von meinen Programmen vergrault habe, einen Ausblick auf das, was beim Summercamp auf euch wartet.

Bevor wir jedoch mit dem Training anfangen, kommen hier die obligatorischen Punkte, was ihr in der letzten Phase gelernt haben solltet. Da ich in diesen Aktionen eine Art Bildungsauftrag verfolge, möchte ich, dass ihr unabhängig von einer besseren Form etwas für die nächsten Diäten lernt. Die Lehren der letzten vier Wochen sollten sein:
  • Wie man durch Rotation der Übungen zumindest nicht kraftmäßig stagniert.
  • Die Kraft der Erhaltung von Post Workout Carbs.
  • Das Spiegelbild nach dem Post Workout Carb-Fenster sollte euch einen Aufschluss darüber geben, was leere bzw. volle Speicher für einen Einfluss auf die Optik haben.
  • Die Regeneration müsste langsam leiden.
  • Das Hungergefühl müsste weniger geworden sein.
  • Der Einsatz von Stimulanzien gibt einem neue Höhen und zugleich auch Tiefen.
Nehmt euch einmal kurz Zeit und reflektiert diese Erkenntnisse. Habt ihr ähnliches erlebt? Würdet ihr beim nächsten Mal etwas anders angehen? Habt ihr ein bahnbrechendes Ereignis, welches euch in Erinnerung geblieben ist? Notiert es euch! Das Logbuch des Trainings bietet hervorragend auch Platz dafür, die Lehren seiner Diät aufzuführen.

Auch heute noch schaue ich gerne in die alten Logbücher und lasse die damaligen Erkenntnisse Revue passieren. Das menschliche Hirn vergisst ziemlich schnell sofern die gewonnenen Erkenntnisse nicht angewendet werden. Oft machen wir innerhalb einer Diät einen mentalen Durchbruch, schwören uns, dass wir es nie wieder vergessen, gehen dann 8 Monate in den Aufbau und denken nicht mehr zurück. Schon ist diese bahnbrechende Erkenntnis verloren gegangen und es dauert wieder ein paar Wochen oder Monate, bis man diese durch den natürlichen Lauf der Dinge erneut macht. Die Zeit bis dahin ist dann reell verschwendet.

Legen wir jetzt erstmal mit dem letzten Trainingsplan dieser Aktion los:

Teil I: Das Training

Wir waren nun wirklich lange auf dem höchsten Volumen welches von Dr. Scott Stevenson in seinem Buch vorgesehen wird. Da ich nun der Meinung bin, dass es angebracht ist, dies etwas zu reduzieren, möchte ich einen winzigen Schritt zurück machen und aufs Turbo Tier 2 reduzieren. Der Grund dafür ist zweierlei.
  1. Bei immer geringer werdenden Kalorien, einem sehr niedrigen KFA-Level und einer mentalen Erschöpfung jenseits von Gut und Böse finde ich es nicht mehr angebracht, einen so fordernden und kranken Plan bis zum Ende zu verordnen. Das Risiko für Verletzungen, Burn Out und chronisch zu hohe Stresslevel welche mit Muskelabbau verbunden sind, möchte ich nicht eingehen. Natürlich könntet ihr nun die letzten 4 Wochen mit Willenskraft pushen. Nach 16 Wochen Diät gibt es kaum etwas, was die Willenskraft nicht mehr schafft. Die Frage ist dann allerdings immer, wie sinnvoll dies wäre. Wenn man vor die Wahl gestellt wird ob man ein 100 % vorbildliches Logbuch führt, in dem keine Progression ausgelassen wird bis zum Ende; oder ob man lieber den bestmöglichen Körper am Ende der Aktion haben möchte, dann würde ich mich IMMER für letzteres entscheiden. Das Logbuch ist Mittel zum Zweck der perfekten Optik. Und manchmal ist es so, dass die Optik gerade von einem leichten Schritt nach hinten profitiert. Diese Momente sind sehr rar und oft neigt man dazu, mit diesen Worten ein Schludern zu rechtfertigen, jedoch ist nun wirklich dieser Moment gekommen wo eben genau diese Rechtfertigung keine Rechtfertigung mehr ist, sondern ein Fakt mit dem man umzugehen wissen muss.
  2. Eine Senkung des Volumens hat meistens eine Steigerung der erbringbaren Intensität zur Folge. Indem wir das Gesamtvolumen pro Einheit reduzieren, fällt es einem mental leichter in den geringeren Sätzen mehr zu geben. Genau das wollen wir erreichen. Wir wollen dem Muskel so hart es geht signalisieren, dass er noch gebraucht wird. Dies geht am aller besten dadurch, dass wir ihn im größtmöglichen Maße erschöpfen. Jeder Arbeitssatz sollte komplette All Out sein und keine einzige Wiederholung mehr im Tank lassen. Nur so kann man erreichen, dass 100 % gegeben wird. Hat man danach nun 3 weitere Sätze bei der Übung ausstehen, so hat man mental bereits eine Blockade die eine kleine Drossel auf die zu erbringende Intensität legt.
Die Reduzierung des Volume Tiers bedeutet für euch daher kein Urlaub – sondern noch mehr Fokus und Intensität in die geringere Satzzahl zu stecken!

Foto: Matthias Busse

Fortitude Training Turbo Tier 2

  • Tag 1: Lower Loading / Upper Pump
    • Kniebeugen / nach Wahl Kniebeuge-Maschine: 2 x 6 – 12 Loading
    • Beinstrecker: 1 x 6 – 12 Loading
    • Beinbeuger: 1 x 6 – 12 Loading
    • Adduktor: 1 x 6 – 12 Loading
    • Waden: 2 x 6 – 12 Loading
    • Brustpresse / Latziehen: jeweils 2 x 15 – 25 Pump
    • Schulterpresse / Bauch: jeweils 2 x 15 – 25 Pump
    • Bizepscurls / Trizepsstrecken: jeweils 1 x 15 – 25 Pump
  • Tag 2: Upper Loading / Lower Pump
    • Rack-Kreuzheben: 3 x 6 – 12 Loading
    • Flachbankdrücken: 2 x 6 – 12 Loading
    • Schulterdrücken stehend: 2 x 6 – 12 Loading
    • Beinpresse: 2 x 15 – 25 Pump
    • Beinstrecker / Ausfallschritte: jeweils 1 x 15 – 25 Pump
    • Waden: 1 x 15 – 25 Pump
  • Tag 3: Muscle Rounds Lower / Upper
    • Kniebeuge-Maschine: 1 x MR
    • Bulgarian Split Squads / Stiff Legged Deadlifts (aussuchen): 1 x MR
    • Waden: 1 x MR
    • Latzug breiter Untergriff / Dead Stop LH-Rudern (aussuchen): 1 x MR oder Pump
    • Brustpresse: 1 x MR oder Pump
    • Schulterdrücken: 1 x MR oder Pump
    • Scot-Curls: 1 x MR oder Pump
  • Tag 4: Muscle Rounds Upper / Lower
    • Kurzhantelrudern: 1 – 2 x MR
    • Latug breiter Parallelgriff: 1 – 2 x MR
    • Flachbankrücken Multipresse 1 x MR
    • Aufrechtes Rudern: 1 x MR oder Pump
    • Dead Stop French Press / Bizeps: jeweils 1 x MR oder Pump
    • Beinbizeps: 1 x MR oder Pump
    • Waden: 1 x MR
    • Bauch

"Light Version" Forti-Bro-Split

  • TE 1: Brust / Schulter Trizeps
    • Schrägbankdrücken Kurzhanteln: 1 x 6 – 8; 1 x 10 – 12
    • Flachbankdrücken Kurzhanteln: 1 x 6 – 8; 1 x 10 – 12
    • Power-Fliegende Flachbank: 6 x 4 Muscle Rounds
    • Schulterdrücken Kurzhanteln: 1 x 6 – 8; 1 x 10 – 12
    • Aufrechtes Rudern: 2 x 6 – 12
    • Seitheben: 6 x 4 Muscle Rounds
    • Vorgebeugtes Seitheben: 4 x 6 Muscle Rounds
    • Dips: 1 x 4 – 8; 1 x 10 – 12
    • SZ-Griff Trizeps Extensions: 6 x 4 Muscle Rounds
  • TE 2: Rücken / Bizeps
    • Kurzhantel-Rudern: 1 x 4 – 8; 1 x 10 – 15
    • Klimmzüge: 3 x Max
    • Ruder-Maschine: 6 x 4 Muscle Rounds
    • Rack-Kreuzheben: 2 x 4 – 8
    • Sz-Curls: 1 x 6 – 10; 1 x 12 – 15
    • Hammercurls sitzend: 6 x 4 Muscle Rounds
    • Unterarme
  • TE 3: Beine
    • Beinbeuger: 1 x 6 – 8; 1 x 12 - 15
    • Kniebeugen: 1 x 4 – 8; 1 x 8 – 12
    • Beinstrecker: 1 x 6 – 10; 1 x 12 – 15
    • Beinpresse / Kniebeugemaschine: 6 x 4 Muscle round
    • Adduktor-Maschine: 1 x 15 – 25 Rest Pause
  • TE 4: Oberkörper
    • Bankdrücken leichte Schräge: 1 x 6 – 8; 1 x 10 – 12
    • Schulterdrücken sitzend: 1 x 4 – 8; 1 x 10 – 12
    • Dips: 1 x 4 – 8; 1 x 12 – 15
    • Rack Deads: 1 x 4 – 8; 1 x 12 – 15
    • Ruder Maschine: 6 x 4 Muscle Rounds
    • Kurzhantel-Curls: 6 x 4 Muscle Rounds
    • Dead Stop French Press: 6 x 4 Muscle Rounds
  • TE 5: Unterkörper
    • Beinstrecker: 6 x 4 Muscle Rounds
    • Beinbeuger: 6 x 4 Muscle Rounds
    • Beinpresse / Kniebeuge-Maschine: 1 x 4 – 8; 1 x 12 – 15
    • Stiff Legged Deadlifts: 1 x 15 – 25 Rest Pause
    • Adduktoren: 6 x 4 Muscle Rounds
Foto: Matthias Busse

Anmerkungen zu den Plänen

Wie ihr sehen könnt, haben wir mal wieder die verschiedenen Loading und Muscle Round Übungen ausgetauscht. Ziel ist es, noch einmal vor Schluss die Übungen, die ihr schon mal gemacht habt, zu schlagen. Ihr habt in der Zwischenzeit eure Kraft in alternativen Übungen aufbauen bzw. erhalten können. Die Übungen, die ich euch in den anderen Plänen gegeben habe, sollten einen direkten Übertrag auf die nun wieder verwendeten Übungen haben.

Oft ist es so, dass man im Laufe des Blasts bei bestimmten Übungen aufgrund von Gewöhnung und mentaler Abstumpfung ein Plateau erreicht, welches nur durch den Wechsel von Übungen erreicht wird. Genau aus diesem Grund war es mir wichtig, besonders oft die Übungen pro Artikel zu ändern, damit genau das nicht vorkommt. Für den Fall, dass einer von euch eigenständig Fortitude Training probieren möchte, ist dies ein essentieller Schritt, den euch keiner abnehmen kann. Ich wage sogar zu behaupten, dass ohne diese Rotation die Erfolge auf lange Sicht ausbleiben können.

Umso wichtiger ist es nun, dass ihr euer Logbuch nehmt und 12 Wochen zurückblättert. Nun schaut euch eure Trainingsgewichte und Wiederholungen desselben Plans an. Es sollte trotz Diät jedem von euch möglich sein, die alten Zahlen zu überbieten. Dies sollte das beste Zeichen sein, dass eure Kraft und Muskelkatermasse der Diät standgehalten hat. Außerdem ist es ein genialer Anreiz, die alten Rekorde in jedem Training zu knacken. Ich habe keine Zweifel, dass euch das gelingt!

Zweck des Trainings ist nach wie vor Muskelerhalt. Wir werden keine neuen Muskeln mehr aufbauen. Wir können aber versuchen jedes Gramm der Aufbauphase zu halten und das sollte nun das oberste Ziel sein. Reißt euch verdammt nochmal den bald gestreiften Arsch auf und sorgt dafür, dass die Fasern erhalten bleiben!

Eine Sache muss ich nun noch unbedingt anmerken: Pausenzeiten. Im Laufe der Diät kommt es so unfassbar oft vor, dass Pausenzeiten in die Länge gezogen werden. Dies passiert nicht bewusst, sondern viel mehr unbewusst. Man sucht nach Möglichkeiten alles etwas einfacher zu machen und da man sein Logbuch nicht bescheißen kann, tut man dies durch verlängerte Pausenzeiten. Dies führt unweigerlich dazu, dass der Puls runter geht und weniger Kalorien verbrannt werden. Oft beginnt man einen Blast mit Stoppuhr bis man ein Gefühl für die Pausen entwickelt hat. Und dann lässt das Gefühl schnell die Pausen immer länger werden. Falls ich dich dabei ertappt habe – Stoppuhr wiedereinführen!

Zum Bro-Split: Auch hier geht es wieder zum Plan aus den Wochen 5 – 8 zurück. Schnappt euch die Seiten des alten Logbuchs und schlagt die verdammten Zahlen! Ich will neue PR´s trotz Diät sehen und ich bin der 100%igen Überzeugung, dass es möglich sein wird!

Teil II: Die Ernährung

Ciao Carbs!

Bis zum Ende sind euch die Post Workout Carbs erhalten geblieben. Nun wird es allerdings notwendig, die letzten Wochen Low Carb zu fahren, wenn ihr in diesem Team noch einmal alles geben wollt.

Kalorienmenge

Bevor wir mit der Berechnung der Carb-Menge anfangen, einmal kurz die Kalorienkürzungen:
  • Gruppe A: Senkung der Kalorien um 10 %
  • Gruppe B: Senkung der Kalorien um 8 %
  • Gruppe C: Senkung der Kalorien um 6 %
Ich weiß, ihr habt kaum noch Kalorien übrig. Nun heißt es allerdings Zähne zusammenbeißen! Die ganzen Updates sind jedes Mal aufs Neue unfassbar und ich weiß ganz genau, dass ihr das noch den Endspurt lang durchhaltet. Es ist einfach nötig, am Ende noch einmal eine Schippe drauf zu legen. Schließlich wollen wir alle am Tag X die bestmöglichste Form herausgeholt haben!

Die oberste Grenze / Makro-Umverteilung

Nun ist es an der Zeit, dass ihr eure Makros neu ausrechnet. Ihr nehmt euch die nun erreichte Kalorienmenge. Dann setzt ihr euer Protein auf 2 g - 2,5 g fest. Nun rechnet ihr 400 Kalorien für 100 g Kohlenhydrate dazu, die täglich nur noch erlaubt sind. Der Rest der Kalorien ist dann auf Fett zu verteilen.

Es ist wichtig, dass ihr euch an die oberste Grenze von 100 g Kohlenhydraten haltet. Dies wird euch nicht in eine Ketose bringen, jedoch alle Vorzüge einer Low Carb Ernährung bieten. Außerdem wird der Heißhunger bei vielen Leuten weiter unterdrückt. Dies ist ein Nebeneffekt, von dem wir alle profitieren können.

Carb-Timing

Es bleibt euch von nun an selbst überlassen, an welchen Tageszeiten ihr diese 100 g Carbs esst. Ich persönlich lasse das Frühstück generell Carb-frei auskommen. Dann verteile ich die kompletten Kohlenhydrate auf die Phase ums Training herum. Es kann jedoch auch so gemacht werden, dass ihr 50 % der Kohlenhydrate in die letzte Mahlzeit vor dem Training packt und den Rest vor dem Schlafengehen packt.

Genauso könnt ihr flexibel sein und dies von Tag zu Tag ändern. Hier ist nun auch der Punkt erreicht, an dem ein Massencoaching den individuellen Bedürfnissen nicht mehr gerecht werden kann. Tauscht euch untereiner aus und probiert etwas herum. Ich bin mir sicher, dass ihr ziemlich schnell eine gute Lösung finden werdet.

Thema Lebensmittelauswahl

Es sollte nun vermehrt darauf geachtet werden, dass ihr genug Ballaststoffe esst. Ansonsten könnte der Toilettengang in den nächsten vier Wochen ziemlich schmerzhaft werden. Bedeutet: Gemüse, Flohsamenschalen, Leinsamen. Davon kann man gar nicht genug bekommen und der Stuhlgang bleibt geschmeidig und fluffig, no homo.

Tracking von Gemüse

Da es in den Threads bereits etwas Verwirrung zu diesem Thema gab, möchte ich dies hier noch einmal aufgreifen. Grünes Gemüse wird generell nicht getrackt. Sachen wie Paprika und Hülsenfrüchte allerdings auf jeden Fall. Schaut euch einfach mal die Rückseite von einer Maisdose an... danach wollt ihr nie wieder einen fertigen Salatmix kaufen.

Zum Thema Salat: bei den geringen Kalorienmengen empfiehlt es sich definitiv, zu jeder Mahlzeit eine Art Beilagensalat zu essen. Dies vergrößert das Volumen der Mahlzeiten, füllt den Magen länger und es befriedigt das Hirn, wenn man länger an einer Mahlzeit als 5 Minuten sitzt.

Foto: Matthias Busse

Teil III: Cardio

Da wir in der Endphase sind, wird das Cardio selbstverständlich nicht gekürzt. Es wird allerdings auch nicht dramatisch erhöht, da es nicht dem Fettabbau aktiv dient, sondern lediglich die durch das sinkende Aktivitätslevel eingesparten Kalorien auszugleichen.

Tut euch selbst einen Gefallen und haltet euch dran!
  • Gruppe A: 3 x wöchentlich 50 Minuten egal an welchen Tagen
  • Gruppe B: 2 x wöchentlich 45 Minuten egal an welchen Tagen
  • Gruppe C: 1 x wöchentlich 50 Minuten egal an welchen Tagen

Teil IV: Refeeds und Cheats

Keine Refeeds und keine Cheats mehr!

Ihr habt es richtig gehört! Nach wie vor habe ich in meinen Teams beinahe am längsten im Vergleich zu den anderen Coaches Cheatmeals als festen Bestandteil stehen lassen. Es war jedoch kein Geheimnis, dass auch diese nun fliegen müssen. Bei einer so absehbaren Restzeit ist es nicht zu viel verlangt, sich noch kurz am Riemen u reißen und durchzuziehen.

Das letzte Cheatmeal ist daher ein Tag vor Beginn der letzten Phase, die mit diesem Artikel dann ab Wochenstart 16 eingeläutet wird. Bedeutet: Der letzte Tag von Woche 15 hat ein Cheatmeal nach den üblichen Vorgaben frei. Ich würde jedem raten, dies wahrzunehmen. Danach gibt es keine Chance mehr, dies nachzuholen.

Teil V: Fatburner & Supplements

Einziger Sinn und Zweck der Supps ist es nun noch, so gut es geht durch den Tag zu kommen. Ob ihr euch den von mir empfohlenen Burner Animal Cuts besorgt habt oder Coffein zu euch nehmt, ist euch freigestellt. Da mit der Einnahme bereits in der letzten Phase begonnen wurde, muss ich hierzu wohl keine Worte mehr verlieren. Durchziehen!

Teil VI: Entwässern

Da ich oft danach gefragt wurde, gibt es hier das MEINER MEINUNG nach optimale Entwässern für den Tag X:

Erhöhe die Flüssigkeitszufuhr an den ersten drei Tagen auf 10 Liter Wasser pro Tag. Dies führt dazu, dass euer Körper ständig genug, wenn nicht sogar zu viel Wasser in sich trägt. Es ist nicht unüblich, dass ihr in dieser Phase jede halbe Stunde auf Toilette gehen müsst. Daher sollte darauf geachtet werden, zwei Stunden vor dem Schlafen gehen bereits 9 der 10 Liter getrunken zu haben, sonst wird es eine anstrengende Nacht.

Hat man dies geschafft, greift das Prinzip der Superkompensation: Bevor der Körper entwässern kann (also ein sehr geringes Maß an Wasser tolerieren kann), muss ihm zunächst ein Übermaß geboten werden.

Die ersten drei Tage sollten weiterhin zu 99 % Carb-frei gehalten werden. Die Glykogenspeicher werden dadurch komplett leer gemacht. Danach setzt eine drei Tage dauernde Ladephase ein. Auch hier greift wieder das Prinzip der Superkompensation: Nach dem Mangel an Kohlenhydraten überlädt der Körper mit diesen, weil ihm suggeriert wird, er müsse vor einer weiteren Notphase Vorräte anlegen.

Eure Optik wird es euch danken: 3 Gramm Glykogen kommen auf 1 Gramm Wasser, euer ganzer Look wird sich dadurch verändern.

In den ersten drei Tagen solltest du 10 g Salz am Tag zu dir nehmen. Dies kann über die Nahrung oder mit stark nachgesalzener Hühnerbrühe geschehen. Damit bekommt der Körper das Signal, dass trotz der hohen Flüssigkeitsaufnahme mehr als genug Salz vorhanden ist und folglich Salz ausgeschieden werden muss.

Die darauffolgenden drei Tage sind dann komplett ohne Salz zu halten. Business as usual: Superkompensation: Der Körper ist nun auf die Salzzufuhr programmiert. Er glaubt nach wie vor, dass immer noch zu viel Salz im Organismus ist und schwemmt die Reserven aus der Haut aus. Dadurch wird die subkutane Hautschicht entleert und die Muskeln werden sichtbarer.

In den letzten drei Tagen wird statt Salz auf Kalium zurückgegriffen. 5 Gramm sollten dann schon supplementiert werden. Dies bewirkt, dass weiterhin Wasser aus den Hautschichten herausgedrückt wird.

Zusammenfassung der Entwässerung:
  • Tag 1 – 3: 10 Liter Wasser. Keine Carbs. 10 Gramm Salz. Kein Kalium. Normales Training.
  • Tag 4: Nur noch ungefähr 3 Liter Wasser. Nun folgt die Ladephase, bedeutet: Feuer frei! Kein Salz, dafür 5 Gramm Kalium.
  • Tag 5: Halber Liter Wasser maximal. Ansonsten wie Tag 4.
  • Tag 6: Gar kein Wasser mehr! Moderate Menge an Carbs, eventuell Cheat-Foods. Kein Salz, 5 Gramm Kalium und kein Training!
Bitteschön! Sollte es noch Fragen geben, bitte dann in den Thread. Eine Entwässerung sollte niemals mit Diuretika eingeleitet werden – vor allem nicht im Hobby-Bereich. Wer euch das erzählt, der möchte euch wahrscheinlich genau diese verkaufen.

Wer diese Herangehensweise ausprobiert, den bitte ich um Feedback. Bei solchen experimentellen Sachen kann es niemals schaden, so viele Reviews wie möglich zu bekommen.

Teil VII: Abschluss und Ausblick

Unfassbar, dass dies der letzte Artikel der SFA war. An dieser Stelle muss ich eins loswerden:

DANKE an euch alle! Ich habe hier ein anderes Programm als sonst von mir gewohnt präsentiert, welches UNFASSBAR angenommen wurde. Ich danke jedem einzelnen Teilnehmer dafür, dass ihr das Forum so lebendig und motivierend gemacht habt.

Ich hoffe sehr, dass ich euch bei eurer Diät helfen konnte und dass ihr für zukünftige Diäten etwas lernen konntet. Weiterhin hoffe ich, dass ihr dem Schöpfer des Programms, Dr. Scott Stevenson einmal einen Besuch abstattet und sein spottbilliges eBook anschaut. Es ist wirklich jeden Cent 10 x wert.
Support your Coach: Liebe Teilnehmer(innen): Wer ein individuellers Coaching durch Friedhofschiller wünscht, kann mit diesem mittels PN über das Forum in Kontakt treten und sich direkt von ihm betreuen lassen.

Team Andro bedankt sich außerdem für eure vertrauensvollen Einkäufe im Andro-Shop, ohne die solche kostenlosen Coaching-Aktionen nicht möglich wären.

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