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Die Muskelknechte

von YouTube eingebunden am 23.05.2017, 14:25 öffentlich 2.580 Aufrufe
Hungern, pumpen, kämpfen - wer im Bodybuilding an die Spitze will, braucht vor allem eins: Disziplin. Denn Bankdrücken und Kniebeugen sind das eine. Das andere: monatelange strenge Diät und absolute Selbstkontrolle. "Ich hätte niemals gedacht, dass das so schlimm ist", sagt Jasmin Obermann. Die 27-Jährige aus Osnabrück tritt dieses Jahr zum ersten Mal an - bei einem Bodybuilder-Wettkampf in Berlin.

Ob sie bis zum Wettkampf durchhält? Besonders im ersten Jahr ist es eine Mammutaufgabe, den Körper so zu formen, dass er auf der Bühne gegen die anderen bestehen kann. Auch Annika Kohlscheen aus Oldenburg in Holstein kämpft den gleichen Kampf. Gegen den Körper, mit ihrem Körper. Eine von beiden wird es nicht zum Wettkampf nach Berlin schaffen.
"Bodybuilding ist zurück"

Sie alle trainieren im "Olympic" in Hamburg auf dem Steindamm, dem Studio für Athleten, die etwas erreichen wollen. Die Geräte aus den 80ern, die Wand voll mit den Stars aus vergangenen Zeiten. "Bodybuilding ist zurück. Es gibt einen richtigen Hype", sagt Claus Maibaum. Er ist Geschäftsführer, seit 35 Jahren sitzt er hier am Tresen und bereitet die Topathleten vor.

Auch Omid Heydari trainiert bei ihm. Er ist schon ein paar Jahre dabei - und hat gute Chancen beim Wettkampf in Berlin auf dem Treppchen zu stehen. Aber der Weg dahin ist hart: 30 Eier pro Tag, dazu Reis, Hühnerfleisch und Brokkoli. Und das sechs Monate - ohne Ausnahme. Dazu alle möglichen Nahrungsergänzungsmittel. Nur wer seine Muskeln richtig knechtet, gewinnt den Kampf um den perfekten Körper.

Die Autoren Marie Teresa Giese und Florian Fehrenbach dokumentieren mit ihrer Kamera nah und persönlich den harten Weg der drei Athleten zum Wettkampf. Eine Reportage über Disziplin, Jubel und Enttäuschung.